12/6/16
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Wie finde ich die richtige Overlock & großes Gewinnspiel

bernina-l450-32-zu-gewinnenWer auf der Suche nach einer Nähmaschine, einer Over- oder Coverlockmaschine ist, hat es nicht ganz einfach ein für die eigenen Anforderungen und das Budget passende Maschine zu finden. Wer sich an einen Pfaff-Händler wendet geht mit einer Pfaff nach Hause, beim Bernina-Händler wird es eine Bernina sein. Und auch wer die Nähbegeisterten im Umfeld fragt wird da eine sehr subjektive Empfehlung bekommen.

Auch wenn ich den lokalen Einzelhandel sehr schätze und versuche mit Käufen zu unterstützen hat sich das bei mir beim Maschinenkauf nicht bewährt. Kein Händler vor Ort hat eine wirklich große Auswahl über alle Hersteller hinweg. Da wird das Modell empfohlen das eben da ist. Aus kaufmännischer Sicht ist das nachvollziehbar aber es gehört schon ein bisschen Glück dazu auf dem Weg zur passenden Maschine zu kommen.

Vor gut zwei Jahren habe ich einen Blogpost zum Nähmaschinenkauf geschrieben. Die Idee dazu kam mir, weil mir die Frage nach einem passenden Modell immer wieder gestellt wurde. Und das es nicht das eine, einzige passende Nähmaschinenmodell für alle Näher (innen) da draußen gibt, habe ich mich mit Petra Neuhierl vom Nähpark Diermeier zusammengetan, um in verschiedenen Preisklassen und über alle Hersteller hinweg gute Maschinen und ihre individuellen Vorteile aufzuzeigen.

Beim Nähpark habe ich meine dritte Maschine gekauft und damals eine Einweisung in meine neue Maschine bekommen, die ihres gleichen sucht. Hier habe ich ausführlich darüber geschrieben.

Wo findet man schon eine herstellerneutrale Beratung von jemandem, der tatsächlich auf jedem einzelnen Modell schon genäht hat und deshalb aus eigener Erfahrung Maschinen bewerten kann?

Nachdem der Blogpost zum Nähmaschinenkauf ein bis heute sehr beliebter ist, habe ich mich wieder mit Petra Neuhierl zusammengetan um allen, die zur Weihnachtszeit auf der Suche nach einer Overlock sind, einen Überblick über die aktuell besten Modelle zu verschaffen.
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Ein verrücktes Volk, diese Näherinnen. Alles beginnt mit einer Nähmaschine und kaum ist dieser Wunsch erfüllt, kreisen die Gedanken schon um die nächste große Anschaffung:  eine Overlock. Aber wofür braucht man denn überhaupt eine?

Wenn man sich ein gekauftes T-Shirt gegenüber einem selbst mit der Nähmaschine genähten einmal genauer anschaut, sind die größten Unterschiede innen zu finden: Die Versäuberung eines gekauften T-Shirts sieht nämlich so aus:
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Selbst die beste aller Nähmaschinen kann diese elastischen Nähte nicht erzeugen. Dafür braucht man eine Overlockmaschine. Sie näht und versäubert die Nähte in einem Arbeitsgang indem sie den Überstand gerade abschneidet und mit einer vierfädrigen, elastischen Versäuberungsnaht einfasst. Diese Naht macht das Kleidungsstück deutlich stabiler, ist gleichzeitig dehnbar und verhindert das Ausfransen. Zudem arbeitet sie so schnell, dass die Zeit der reinen Versäuberung mit einer Nähmaschine länger dauert als das Nähen des kompletten Kleidungsstücks mit einer Overlock.
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Kleidungsstücke aller Materialen werden so professionell versäubert. Besonders elastische Stoffe brauchen eine elastische Naht um nicht beim An- und Ausziehen zu reißen. Nicht nur Bekleidung, sondern auch Sofakissen, Bettwäsche und Quilts (bevor das Binding, also die Einfassung aufgenäht wird), werden so für viele Waschgänge und jahrelange Nutzung stabilisiert.
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Über Kurz oder lang landet jeder ambitionierter Näher bei einer Overlock. Aber welche ist die Richtige? Die Preisspanne ist schließlich groß. Discountermaschinen bekommt man schon für 130 Euro und auch für 2.000 Euro kann man noch eine Overlock kaufen.

Ganz grundsätzlich kann jede Overlock das gleiche. Warum also diese gewaltige Preisspanne? Die wesentlichen Unterschiede liegen in

–          der Nähqualität
–          der Nahtqualität
–          dem Bedienkomfort
–          der technischen Qualität
–          und der Lautstärke.

Wie auch bei der Betrachtung der Nähmaschinen klammere ich die Maschinen der Discounter mangels eigener Erfahrung aus. Grundsätzlich kann man hier sagen, dass sich diese Maschinen in allen Bereichen am untersten Ende der oben genannten Punkte bewegen. Gerade für Anfänger, die sich mit den Einstellungen und dem Einfädeln noch schwer tun, sind sie mühsam in der Handhabung.
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Apropos einfädeln: Viele schreckt beim ersten Kontakt mit einer Overlock das Thema einfädeln ab. Es wird mit 4 Fäden genäht und deshalb müssen 4 Fäden durch die Maschine gefädelt werden. So mancher hat davor großen Respekt (ich hatte es jedenfalls). Im Alltag ist das aber keine große Sache. Bei den meisten Maschinen ist der Weg des Einfädelns genau aufgezeichnet und farblich markiert.
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Am Anfang dauert das länger, nach ein paar Mal kann man das im Halbschlaf. Zudem kann man beim Tausch der Spule einfach den Faden über der Spulenkone abschneiden und mit dem neuen Faden verknoten. Damit ist der Fadenwechsel in Windeseile erledigt. Wenn die Maschinen aber zu eng gebaut sind wird es schon sehr fummelig.

Die Einstiegsmodelle

Im Fachhandel kostet ein Einstiegsmodell zwischen 250-450 Euro. Sie tun allesamt ihre Arbeit, sind aber verhältnismäßig laut und laufen gegenüber den hochwertigeren Maschinen nicht ganz so rund. Die meisten Stoffe verarbeiten sie jedoch problemlos. Im Wesentlichen sind es diese 5 Modelle, die sich bewährt haben:

Die Bernette Overlock 610D sowie die Brother 1034 und 2104 sind gern empfohlene Modelle. Besonders die Brother 2104 besticht hier mit einer deutlich komfortableren Einfädelung.
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Die Janome 8002D ist für alle eine gute Empfehlung, die nur mit Jersey arbeiten. Ihr Nahtbild ist besonders schön, allerdings ist sie wenig komfortabel beim Einfädeln und bei der Umstellung auf Rollsaum. Wer das selten braucht hat in der Janome 8002D eine gute Maschine gefunden.

Neu auf dem Markt sind die Maschinen von Juki, die in der Vergangenheit Overlockmaschinen für Bernina gebaut haben und über viel Erfahrung verfügen. Das Modell MO50 hat einen im Vergleich hohen Bedienkomfort, näht sehr exakt und auch das Einfädeln und Umstellen ist hier angenehm. Zudem verfügt die Maschine in dieser Preisklasse über die größte Laufruhe. Wer gerne abends in Hörweite der Familie oder kleiner Kinder näht wird das zu schätzen wissen.
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Fazit: Aktuell bietet die Juki MO-50 in dieser Preisklasse das Meiste fürs Geld.

Die gehobene Mittelklasse

Das Mittelfeld bestimmen aktuell eine neue Maschine von Bernina und drei Modelle aus dem Hause Juki.

Die Klassiker unter den Overlockmaschinen, die Bernina-Modelle 700D, 800D, 1100D und 1150 MDA sind allesamt Auslaufmodelle, die durch eine komplett überarbeitete Baureihe abgelöst werden. Sie gelten als wahre Arbeitstiere, die „über Stock und Stein“ nähen und sind jetzt als Auslaufmodelle günstig zu bekommen.

Die Juki MO-114D ist baugleich mit der Bernina 800D und weiterhin erhältlich. Die Juki MO-654 ist optisch nicht so ansprechend, ist aber zuverlässig und angenehm zu bedienen. Auch das Nahtbild ist wirklich schön.

Das Juki-Modell MO-734 ist vergleichbar mit der Bernina 1150MDA. Wer die Bernina 1150MDA liebt (so wie ich, es ist meine eigene Maschine), hat hier einen Nachfolger gefunden. Das Nahtbild ist spitze und die Laufruhe ist sehr angenehm. Die MTC-Funktion der Bernina, mit der die Fadenspannung noch genauer justiert werden kann, ist an dieser Maschine allerdings nicht zu finden. Diese Technik ist ein Patent von Bernina.
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Das Modell Brother 4234 bietet viel Bedienkomfort, ist allerdings deutlich lauter als die übrigen Maschinen.

Auch die Pfaff Hobbylock 2.5 kann mit den übrigen Maschinen nicht mithalten. Sie ist sehr eng gebaut und damit ist alles schlecht erreichbar. Das rächt sich beim Einfädeln, Säubern und Nadel wechseln.  Diese Problematik besteht auch bei den Maschinen von Husqvana und Singer.

Bernina  hat mit der L450 eine komplett überarbeitete Overlockmaschine eingeführt. Die Bedienung ist noch komfortabler, sie ist einfach und schnell einzufädeln und die Laufruhe ist sensationell. Die Messerführung erfolgt zum ersten Mal von unten und funktioniert trotzdem für alle Materialien in der gewohnten Bernina-Qualität.
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Die oben schon benannte MTC-Funktion, zur optimalen Einstellung der Kantenverschlingung, ist ebenfalls eingebaut.
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Diese Maschine durfte ich ausführlich testen und bin begeistert! Eine riesige Entwicklung zu den Vorgängermodellen. Besonders das Messer von unten und den damit gewonnenen Platz rechts der Nadel begeistern mich. Und diese Laufruhe! Kein Vergleich zu bisherigen Overlockmaschinen.
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Fazit: Das neue Bernina-Modell ist damit für Frau Neuhierl und mich die Top-Empfehlung in diesem Preissegment. Und zudem darf ich eine Maschine unter meinen Lesern verlosen! Mehr dazu am Ende des Blogposts.

Die hochwertigen Overlock-Maschinen

Für alle, die gerne mit hohem Komfort nähen oder ihre Maschine sehr häufig nutzen sind die Modelle von Baby-Lock und die Top Modelle von Juki und Bernina die richtigen Kandidaten.
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Baby-Lock gilt als Porsche unter den Over- und Coverlockmaschinen. Mit dem Air-Jet-System, das per Luftdruck und damit maximal komfortabel das Einfädeln übernimmt ist sie erklärter Favorit all derjenigen, die viel Respekt vor der Fädelei haben. Zudem sind viele Einstellungen einfach bzw. automatisch gehalten. Das macht den Start einfach, nimmt dem Näher aber gleichzeitig die Möglichkeit eigene Einstellungen zu finden oder andere Garne als den Standard zu verwenden. Bauschgarn z.B. kann das Air-Jet-System nicht verarbeiten, bzw. ist nur mit Trickserei möglich.

Neben all den Vorteilen gelten diese Maschinen was die Lautstärke betrifft als wahre Traktoren. Damit sind sie für mich persönlich bei meiner Anschaffungsüberlegung ausgeschieden. Von anderen Nähbegeisterten wurde mir berichtet, dass der Fussanlasser zudem gewöhnungsbedürftig sei. Er kann stehen oder rasen, dazwischen gibt es nichts. Mit einfachen Griffen kann man ihn aber aufschrauben und manipulieren (zu Beachten ist hierbei aber ggf. der Verlust der Garantie).

Abgesehen davon haben die Maschinen aber definitiv ihre Berechtigung im Hochpreissektor und zu recht viele Käufer.
juki-mo-2000-exportIm Hochpreissegment hat Juki ein Modell eingeführt, dass ebenfalls über eine Lufteinfädelung und über ein Display verfügt. Hier werden zu jedem Stoff Einstellungsempfehlungen und Stichbreiten empfohlen. Damit ist die Juki MO-2000 sicherlich eines der komfortabelsten Modelle auf dem Markt und für unerfahrende Overlocker eine riesen Hilfe.

Die Profi-Overlocker spricht Bernina mit der neuen L460 an. Mit 1.500 Stichen pro Minute näht sie wahnsinnig schnell.  Ein Vorteil für alle, die lange Bahnen zu versäubern haben. Auch sie verfügt wie die L450 über das MTC-System und eine tolle Laufruhe.
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Viele neue Funktionen dieser Maschine kommen aus dem Nähmaschinenbereich. Sie verfügt über eine Nadel-Stopp-Funktion. Damit befinden sich Nadel und Greifer immer in der richtigen Position. Die Maschine kann komplett über den Fußanlasser gesteuert werden. Die Geschwindigkeit lässt sich darüber sehr fein steuern. Der Griff zum Handrad erübrigt sich.

Zum ersten Mal verfügt eine Overlock über einen Kniehebel. Die Hände bleiben damit am Stoff. Gerade Rechtshänder müssen bei einer Overlock sonst zum Absenken des Nähfußes einmal um die Maschine greifen. So bleiben beide Hände am Stoff und der Kniehebel lässt den Fuß runter. Zusätzlich ist ein Anschiebetisch als Zubehör inklusive.

Fazit: Kaufempfehlung in dieser Klasse ist die Juki MO-2000. Sie überzeugt durch maximalen Komfort bei hoher Laufruhe und tollem Stichbild. Für den Profi sind die aus dem Nähmaschinenbereich stammenden Innovationen der Bernina L460 eine enorme Arbeitserleichterung.
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Verlosung:

Was für ein Geschenk vom Nähpark an meine Leser! Ich darf eine nagelneue Bernina L450 im Wert von 799 Euro unter Euch verlosen!

Teilnehmen könnt Ihr wie immer mit einem Kommentar hier im Blog. Eine zusätzliche Gewinnchance gibt es über Instagram und Facebook (die Bedingungen sind dort beschrieben).

Teilnahmeschluss ist Mittwoch, der 14. Dezember, 24:00 Uhr. Der Gewinner wird hier bekanntgegeben und von mir kontaktiert.

Teilnahmeberechtigt sind Leser und Leserinnen aus Deutschland und Österreich. Die Auszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen.
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Ich drücke jedem von Euch fest die Daumen!

Viele Grüße
Barbara

P.S: Dieser Blogpost ist in Zusammenarbeit mit dem Nähpark Diermeier entstanden. Die Modellfotos habe ich ebenfalls von dort erhalten. Zu Fotozwecken wurde mir eine Bernina L450 zur Verfügung gestellt, die auch ausführlich testen durfte und nun zurückgesandt habe. Der Gewinner erhält selbstverständlich eine nagelneue und originalverpackte Maschine direkt vom Nähpark.

Meine Meinung über ein Produkt ist nicht käuflich. Ich habe den Nähpark aktiv um Mithilfe an diesem Blogpost gebeten. Mit diesem Blogpost habe ich versucht meinen Leserinnen und Lesern einen möglichst neutralen Blick auf die verschiedenen Modelle zu gewähren den ich alleine so nicht hätte liefern können.

12/4/16
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Für die, die mir am Herzen liegen

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Ich und Patchworken. Irgendwie läuft das ganz anders als bei anderen Leuten. Nur zwei aller bisher genähten Decken habe ich in einem Rutsch zugeschnitten, genäht, gequiltet und ihr direkt danach ein Binding verpasst. Und das auch nur, weil in beiden Fällen Weihnachten vor der Tür stand und ich damit keine Wahl hatte.
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Der Normalfall ist, dass diese 4 Stufen mindestens Wochen, aber auch mal Jahre auseinanderliegen. Wie in diesem Fall. Und ich kann absolut nicht sagen woran das liegt. Immer wieder stapeln sich die halbfertigen Decken und der Stapel liegt und liegt.
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Und doch ist diese Decke in diesem Sommer endlich fertig geworden. Zum Glück. Gedacht war sie mal als Babydecke für eine Freundin aus England. Die Kleine geht aber mittlerweile in den Kindergarten und ihr jetzt eine Krabbeldecke zu schenken wäre dann doch ein wenig sonderbar.
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Zwischenzeitlich war ich total unglücklich mit dem Ergebnis. Beim Zusammennähen (oder schon beim Zuschneiden?) muss ich geschlampt haben und so sitzen die Nähte nicht gerade top. Und dann sind beim Heften auch noch Falten reingekommen.
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Zu guter Letzt musste ich meinen ersten Quiltversuch, nämlich gerade Linien sternförmig ab der Mitte, wieder auftrennen. Das hat mir gar nicht gefallen und war so knubbelig in der Mitte. Und wer das Quilten für einen aufwändigen Prozess hält, dem ist bisher nur das Auftrennen desselbigen erspart geblieben…

Nachdem ich das Ding also innerlich schon abgeschrieben hatte, gab mir die liebe Carola den Tipp, dann doch wenigstens ein neues Quiltmuster auszuprobieren. Wenn dann was schief geht tut es wenigstens nicht so weh.
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Ein weiterer Tipp von ihr war ein Chevron-Muster zu verwenden. (Danke nochmal! Das gefällt mir super-gut!) und so habe ich es dann auch gemacht. In einer Ecke bin ich dann auch tatsächlich verrutscht. Aber es war ja zu dem Zeitpunkt schon eine offizielle Übungsdecke.
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Bis dahin war der eigentliche Plan, das Übungsstück anschließend dem Hund zu vermachen. Aber da hatten meine Mädels mächtig was dagegen. Die interessieren nämlich schiefe Nähte nicht die Bohne.

Sie lieben das große Herz vorne und die kuschelweiche Flanellrückseite und so wurde diese Decke unser ständiger Begleiter im Sommerurlaub in Tirol.
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Picknicks, Nickerchen im Garten, zum untätig Herumliegen am Bergsee oder zum Einkuscheln wenn es abends frischer wurde. Und die Decke war immer dabei.

Das Gute an dieser Decke ist nämlich, dass sie dreckig werden darf. Das wäre sie beim Hund ja auch geworden.

Vielleicht sollte ich von jetzt an jede Decke mit der Absicht nähen sie dem Hund zu vermachen. So werden sie nämlich bei und viel mehr genutzt! Und dafür ist ein Quilt schließlich da.
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Leider zu spät für diese Decke habe ich die Bloc Loc Ruler kennengelernt. Die wären eine riesige Hilfe gewesen und hätten mir sehr wahrscheinlich die krummen Nähte im Quilttop erspart.
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Diese Lineale sind gedacht, um z.B. Half Square Triangles, also aneinandergenähte Dreiecke anschließend wieder zu einem maßgenauen Quadrat zu schneiden.
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Das Besondere daran ist die Einkerbung in der Mitte, die automatisch an der Naht einrastet und das zuschneiden so schnell und präzise macht. Kann ich sehr empfehlen.

Die Bloc Loc Lineale gibt es in mehreren Größen. Das hier ist das Größte. Damit kann man alle Varianten bis zum Maß 6.5 x 6.5 inch schneiden.
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Grete hat dazu ein Video gemacht, falls Ihr sehen wollt wie genau das funktioniert:

Zur Decke:
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Das Schnittmuster heißt “I Heart you” von Vanessa Christenson und als pdf hier erhältlich (Anleitung auf englisch)
Die Stoffe sind Ombre-Stoffe, ebenfalls von V & Co. für Moda. Meine stammen noch aus ihrer früheren Kollektion, mittlerweile sind sie dauerhaft in verschiedenen Farben erhältlich. Diese hier enspricht “Hot Pink”.

Einen ähnlichen Effekt erzielt man, indem man ca. 6 verschiedene Unis im Farbverlauf mischt.
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Der weiße Kombistoff ist Moda Bella Solid White Bleached. Die Rückseite ist ein Flanell von Riley Blake namens Honeycomb Dots. Flanellstoffe sind perfekt für Quiltrückseiten. So kuschelweich!
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Der Stoff für das Binding stammt aus Sweetwaters letzter Weihnachtskollektion, “Hollys Tree Farm“. Ganz ähnliche Streifen gibt es in den Kollektionen von Bonnie & Camille oder Lella Boutique. Sie sehen als Binding einfach toll aus.
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Ich wünsche Euch einen wunderschönen zweiten Advent!

Zu Nikolaus sehrn wir uns dann hier wieder. Und glaubt mir, das Vorbeischauen lohnt sich! Ich bin schon ganz aufgeregt…
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Viele Grüsse
Barbara

P.S. Falls Euch diese sommerlichen Bilder in der Adventszeit etwas irritieren: Die Bilder stammen aus dem August und den Text habe ich im September geschrieben. Da sollte dieser Post eigentlich veröffentlicht werden. Jetzt habe ich ihn halbfertig wiedergefunden und gedacht: Besser spät als nie.

12/2/16
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Zurück im Bloggerland, eine Shop-Vorstellung und eine tolle Verlosung für Euch!

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Es gibt so Tage, an denen läuft alles anders als gedacht. Und aus solchen Tagen werden manchmal Wochen und aus Wochen Monate. Der Alltag findet gar nicht mehr in den gewohnten Rhythmus. Ich persönlich mag das nicht besonders. Mir ist planbar lieber. Für uns als Familie war 2016 eine emotionale Achterbahnfahrt. Und mein kleines Hobby, dieser Blog, ist dabei völlig unter die Räder gekommen.

Der Dezember und ich haben nun beschlossen, dass ein versöhnliches und ruhiges Jahresende die einzige Chance sind dieses Jahr doch noch in guter Erinnerung zu behalten. Langsam kommt der Alltag zurück und so möchte ich auch den Blog wieder aufleben lassen. Ich freue mich auf ruhigere Zeiten bis zum Jahresende und werde mich endlich dem Umbau meines neuen Nähzimmers widmen. Ich nähe nun schon seit Monaten in einem Provisorium ohne Heizung. Das war im August noch kein Problem, so langsam vergeht mir aber der Spaß. Für morgen ist die Lieferung der neuen Heizung geplant. Hurra! Ich hoffe es wird am Ende so schön, wie ich es mir vorstelle. Sobald es fertig ist (was noch ein Weilchen dauern kann, je nachdem wann der Tischler sich berufen fühlt vorbeizuschauen) zeige ich es Euch, versprochen. Mein persönliches (zugegeben, sehr großes) Weihnachtsgeschenk.

Aber auch Euch möchte ich beschenken, die ihr mir trotz monatelanger Funkstille treu geblieben seid.

Gemeinsam mit meinen Blogpartnern dem Nähpark, Bernina, der Eulenmeisterei und dem Stoffsalat will ich Euch ein paar wirklich großartige Weihnachtsgeschenke unter den Baum legen. Dazu noch Bücher und etwas von mir für Euch – hach, wir werden es uns hier so richtig nett machen.

Auch wenn ich die Eulenmeisterei schon seit langem auf meinem Blog empfehle, habe ich Euch den Shop bisher nie vorgestellt. Es ist an der Zeit das endlich mal nachzuholen.
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Viele von Euch kennen die Eulenmeisterei wahrscheinlich längst. Entweder, weil ihr selbst schon einmal im Online-Shop nach qualitativ hochwertigen Biostoffen Ausschau gehalten habt oder auch, weil das Logo seit einer ganzen Weile oben rechts hier im Blog zu finden ist. Denn seit meiner ersten Bestellung dort empfehle ich diesen Online-Shop gerne weiter.
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(Foto: Bio-Fat Quarter von Birch Mod Basics “Firefly Dots”)

Was mir am Sortiment der Eulenmeisterei so gut gefällt? Silvia kauft für Ihren Laden konsequent Bio-Stoffe namhafter Hersteller ein. Sie hat wirklich ein Händchen für Schönes und so ist ihr Shop immer meine erste Anlaufadresse für zeitlose Canvasstoffe für z.B. Taschen. Cloud 9, Monaluna und Birch produzieren nämlich nicht nur Bio-Baumwollstoffe in höchster Qualität, sondern haben tolle Designer, die mit eher erwachsenen Mustern daherkommen. Genau mein Ding. Auch die deutschen Firmen Albstoffe und C.Pauli kann ich nur empfehlen. Tolle Qualität und mit wirklich schönem Design.
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(Foto: Bio-Canvas/Barkcloth “Time Wrap” von Jessica Jones für Cloud9)

Ganz generell wird das Sortiment der Stoffe für Selbermacher immer breiter. Vor ein paar Jahren noch gab es das Lager der Baumwollnäher und der Jerseyfreunde. Mittlerweile gesellen sich so viele weitere Stoffe wie Voile, Fleece– und Wollstoffe dazu. Alles in toller Qualität und farblich aufeinander abgestimmt. Ich persönlich habe mich in den letzten Jahren durch die Baumwoll-, Interlock-, Voile-, Canvas-, Fleece- und Double Gauze-Abteilung von Birch und Monaluna getestet und war von der Qualität der Stoffe jedes Mal begeistert.
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(Foto: Bio-Jersey Interlock “Sommerblumentraum” von C. Pauli)

Und nicht nur für Bekleidungsnäher ist es einen Versuch wert mit diesen Materialien zu arbeiten. Patchworkdecken aus Voile: Ein butterzarter Traum! Babydecken mit einer Rückseite aus Fleece oder Nicki? Yes, please!  Ich bin ja von jeher dem Flanell verfallen. Eine weichere Deckenunterseite gibt es nicht.
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Im Shop der Eulenmeisterei habe ich im letzten Jahr auch das erste Mal ein Schnittmuster von Compagnie M., einer belgischen Firma, gefunden und bestellt.

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Auf den Blog hat der Rock “Lotta” es leider noch nicht geschafft aber es war ein Sommer-Lieblingsteil bei uns.

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Und das Schnittmuster (auch auf deutsch und für Erwachsene erhältlich), war eines der hochwertigsten nach dem ich je genäht habe.

Hier ist auch für fortgeschrittene Anfänger alles erklärt: Wie nähe ich einen Unterrock ein, wie einen verdeckten Reißverschluss und dazu einen verstellbaren Gummizug in den Bund. Das Ergebnis ist innen und außen ein sehr professionelles Kleidungsstück. Ein echter Klassiker, der je nach Material mal lässig sommerlich, mal festlich daherkommt.

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Sogar ein schickes Label ist bei dem Schnittmuster dabei!

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Das Material bis hin zum Knopf hat sich Theresa für diesen Rock selber ausgesucht. Der Rock nähe ich ganz sicher noch einmal. Vielleicht erst einmal eine Winterversion aus Cord oder Samt.

Das waren meine Lieblinge aus dem Eulenmeisterei-Shop. Mich interessiert nun, welches Produkt Euch am besten gefällt!
aneela-hoey(Foto: Foxglove Fat Quarter Set von Aneela Hoey für Cloud9)
wanderlust-2(Foto: Wanderlust Fat Quarter Set von Monaluna)

Verlosung:

Gemeinsam mit der Eulenmeisterei darf ich unter meinen Leserinnen ein Fat Quarter Paket der aktuellen “Wanderlust”-Kollektion verlosen. Enthalten sind 8 Fat Quarter (das sind Stoffstücke mit den Maßen 50x55cm, also zusammen rund 2 Meter Stoff) die zusammen eine wunderschöne Decke oder viele schöne Kissen, Taschen und Täschchen ergeben.

Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen können alle Leser und Leserinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem Kommentar unter diesem Blogpost bis Freitag, den 09.12.2016, 24:00 Uhr.

Wer seine Chancen auf den Gewinn erhöhen will ist herzlich eingeladen bei Fascebook oder Instagram ebenfalls teilzunehmen. Die Teilnahmebedingungen sind dort beschrieben.

Die Auszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird hier im Blog bekannt gegeben und per Email benachrichtigt.

Ich drücke schon einmal die Daumen!
Bis bald & viele Grüße

Barbara

P.S: Im Online-Shop gibt es gerade ein Weihnachts-Special mit 15% auf alles!

08/16/16
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“Eine Tüte brauche ich nicht, danke” – Ein Tutorial für einen Handtaschen-Einkaufsbeutel

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Jeder Deutsche verbraucht pro Jahr im Schnitt 71 Plastiktüten. Damit liegen wir zwar schon heute unter der EU-Vorgabe von 90 Tüten, aber mal ehrlich: Wie viele davon müssen wirklich sein?

Wenn ich zum Wocheneinkauf in den Supermarkt aufbreche, habe ich immer einen Korb und stabile Tüten dabei. Aber was ich leider bisher nicht gut hinbekommen habe, sind die vielen kleinen Alltagsbesorgungen, die ich über den Tag und zwischendurch erledige.  Kurz was vom Schuster, der Apotheke oder im Schreibwarenhandel mitnehmen, weil es gerade auf dem Weg liegt. Da stehe ich oft an der Kasse und muss die angebotene Tüte zähneknirschend annehmen, weil ich den Einkauf sonst nicht transportieren kann. Diese Einkäufe ärgern mich tütentechnisch immer wieder.
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Früher hatte ich immer diese kleinen Nylonbeutel in der Handtasche, die man in Drogeriemärkten kaufen kann. Sie sind zwar meist grässlich bunt aber sie machen sich in der Handtasche ganz klein und werden bei Nichtgebrauch in einem Beutel verstaut. Nur leider verschlampe ich ständig die Beutel! Warum sind die denn nicht festgemacht? Und irgendwann bin ich auf die Idee gekommen mir sowas einfach selber zu nähen.
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(Foto: Erster Prototyp. Stoffe von der Eulenmeisterei/Träger und die Dackel habe ich bei Elsbeth und ich gekauft).

Meine Beutel machen sich in der  integrierten Tasche zum Verstauen klein und passen damit in die Handtasche, sind aber aufgeklappt groß, stabil und schick.
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(Foto: Zweiter Prototyp: Stoffe von Kokka, leider nicht mehr erhältlich)

Wer auch einen solche Handtaschen-Einkaufsbeutel nähen will: Hier kommt die Anleitung. Ich habe mich darum bemüht viele Fotos zu machen damit auch weniger routinierte Näher und Näherinnen folgen können. Hier soll keiner auf dem Weg frustriert aufgeben.

Die Bildqualität ist leider nicht so dolle. Ich habe spät abends fotografiert und blöderweise einen hellen Canvas für die Anleitung gewählt. Das war nur, sagen wir mal, mittel-pfiffig. Ich hoffe, Ihr könnt trotzdem alles erkennen.

Vorab:

  • Auf Nahtzugaben braucht ihr nicht zu achten, sie sind im Zuschnitt inklusive
  • Alles wird füsschenbreit genäht, außer es ist in der Anleitung erwähnt. Damit ist gemeint, dass die Nadel mittig eingestellt ist und ihr den Nähfuss an der rechten Seite bündig am Stoff langführt.
  • Jede Naht wird am Anfang und am Ende verriegelt. Das bedeutet, dass ein paar Stiche vor und zurück genäht werden um die Naht zu sichern.

Ihr braucht:

50 cm von einen stabilen Stoff (Canvas, leichter Jeansstoff, ein Home-Dekorstoff oder stabiles Leinen) für die Tasche selbst

20 cm eines kontrastierenden stabilen Stoffs für  die Träger (wenn der Stoff 140 cm oder breiter liegt reichen auch 10 cm)

Stoffreste für die Innentasche bzw. den späteren Beutel (22 x 38cm). Ich nutze Canvas außen und Baumwolle innen.

22 cm Kordel, alternativ ein Stoffrest, der zum Band vernäht wird.

Ein stabiler Knopf, mindestens 23 mm Durchmesser passend zum Außenstoff der Innentasche, alternativ einen selbst beziehbaren Knopf und einen Stoffrest. Wie man einen Knopf bezieht habe ich hier erklärt.

Passendes Garn zu allen verwendeten Stoffen

Und so wird es gemacht:

Alle Stoffe bügeln, dann wird der Zuschnitt genauer.

Vom Außenstoff werden 2 Teile mit den Maßen 50cm hoch x 45 cm breit zugeschnitten.

Vom Stoff für die Träger 2 Teile mit den Maßen 10 cm x 68 cm zuschneiden

Für den Beutel 22cm breit  x 38cm hoch und vom Innenstoff 21cm x 38 cm zuschneiden. Ja, der Innenstoff wird 1cm schmaler zugeschnitten.
Stoff statt Kordel
Wer keine Kordel zur Hand hat, schneidet ein Stoffstück 5 cm x 22 cm zu. Dieser Streifen wird jetzt längst gefaltet, die Falte gebügelt. Jetzt wieder aufklappen, die Außenseiten zur Mitte klappen und wieder bügeln. Entlang der Mittelkante wieder zuklappen und mit einer Näht die offene Seite knappkantig schließen. Wer mit dieser Textbeschreibung nicht viel anfangen kann, schaut einfach mal beim Schnullerband-Tutorial vorbei. Dort ist genau erklärt wie es geht, nur das der Streifen hier deutlich schmaler ist.

Beginnen wir mit den Trägern. Mit beiden Trägern parallel verfahren.
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Die 10 cm breiten Streifen werden längst gefaltet und festgesteckt. Mit einer Naht schließen. Dabei die kurzen Seiten oben und unten offen lassen.
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Jetzt den Träger so drehen, dass die Naht nicht mehr auf der Seite liegt sondern mittig. Mit Nadeln oder Clips fixieren, damit sich die Naht nicht wieder zur Seite rollt.
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Nun mit dem Fingernagel die Naht teilen, dann mit viel Dampf drüber bügeln bis sie gerade und flach anliegt.

Jetzt wird der Träger gewendet. Das geht mit einem Wendetool (ich liebe dieses Quick Turn Tool von Dritz), alternativ mit der hier erklärten Methode wenden.
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Wieder mit viel Dampf bügeln und darauf achten, das die Naht auf der Rückseite gerade mittig liegt.
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Nun werden die Träger mit Nähten stabilisiert. Dafür wird die Stichlänge auf ca. 3,5 verlängert und auf jeder Seite eine Naht füsschenbreit entlang der Kante genäht. Nun etwas schmaler als füsschenbreit auf beiden Seiten eine zweite Naht danebensetzen. Damit haben wir stabile Träger die nicht so schnell in der Hand zusammenknautschen und zusätzlich die umgebügelte Nahtzugabe innen mit einer Naht fixiert. Die Träger zur Seite legen. So kann auch nach dem Waschen nichts verdrehen.
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Nun wird der kleine Beutel genäht. Dafür das Außensteil längst vor Dich legen und einen Punkt mittig und 8cm unter der oberen Mitte markieren. Hier wird ein Knopfloch genäht.

Falls ihr noch nie ein Knopfloch genäht habt, dann ist es Zeit für das Erstlingswerk. Es ist leichter als gedacht! Viele Maschinen haben dafür ein gesonderten Nähfuss. Einfach der Anleitung der Maschine folgen. Alternativ wird hier auf You Tube  ganz wunderbar erklärt, wie es ohne Sondernähfuss geht.

Wichtig ist hierbei, dass wir das Knopfloch nicht für den Knopf, sondern als Durchlass für die Kordel brauchen. Es reicht also, wenn das Knopfloch rund 1,4 cm breit ist (je nachdem wie dick Eure Kordel ist).
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Das genähte Knopfloch wird mit einem Nahtauftrenner geöffnet. Zwei Stecknadeln vor den Außennähten schützen davor, dass ihr es aus Versehen einschneidet.

Wer sich kein Knopfloch zutraut, kann alternativ eine Öse einschlagen. Ösen gibt es von Prym, die Anleitung wie sie angebracht werden z.B. hier.
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Jetzt auf der Rückseite des Innenstoffes, 10 cm unter der Oberkante die Mitte mit einem Stift markieren. Aus der Kordel eine Schlinge formen und mit ca. 1cm Überstand auflegen (siehe Foto). An der mit einem Strich im Foto markierten Stelle mit einer eng gestellten Zick-Zack-Naht übernähen.
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Diese Naht liegt später innen und muss nicht schön aussehen. Sie muss nur stabil sein.
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Die Rückseite wird später im Inneren des Beutels liegen und sichtbar sein.
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Jetzt den Innenstoff des Beutels mit der Kordel nach oben auf die rechte Stoffseite des Außenstoffes der Innentasche legen. Der Außenstoff ist dabei 1cm breiter als der Innenstoff (siehe Foto). An einer Seite mit einer Naht schließen.
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Dann die zweite Seite. Wenden und bügeln.
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Die offene Oberkante wird nun 2 cm umgebügelt
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und gleich noch einmal 2 cm. So ergibt sich eine schöne Kante. Sie wird mit zwei Nähten (Stichlänge wieder auf 3,5 vergrößern) fixiert.
Einkaufstasche Innentasche4
Einmal knappkantig, ein weiteres Mal füsschenbreit neben der knappkantigen Naht nähen.
Einkaufstasche Innentasche5
Einkaufstasche Innentasche
So sieht das dann von innen aus.

Nun wird an der Oberkante am Außenstoff eine Linie 4 cm unter dem Rand markiert. Die Kordel durch das Knopfloch ziehen und mit einer Nadel aus dem Weg stecken.
Einkaufstasche 23
Jetzt den unteren Teil bis an diese Linie einklappen und feststecken.
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Nun an beiden Seiten von oben bis ganz unten nähen. Dabei doppelt über die Übergangsstelle auf Höhe der markierten Linie nähen.
Einkaufstasche 5
Diese Naht wird später beim Aus-und Einwickeln beansprucht, deshalb ist es wichtig, dass sie stabil ist.
Einkaufstasche 28
Die Innentasche wenden, die Ecken mit Hilfe eines stumpfen Bleistift ausformen und bügeln. Dabei müsste sich der Teil oberhalb der 4 cm-Linie umklappen und der Innenteil faltenfrei anliegen. Damit der Innenstoff etwas mehr auf Zug ist, haben wir ihn 1cm knapper zugeschnitten.

Sollte es noch Falten geben, zu den Seiten ausstreichen und unter der umgeklappten Kante verstecken. Am besten oben mit einer Nähmaschinen- oder wie hier mit einer Overlocknaht fixieren damit es glatt bleibt. Diese offene Kante wird später nicht zu sehen sein.

Die Innentasche zur Seite legen. Jetzt wird die Außentasche genäht:
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Dafür die Stoffteile der Außenseite so vor Euch legen, dass die Seiten 5 cm länger sind als die Ober- und Unterkante.

Beide Teile rechts auf rechts, also mit den schönen Stoffseiten, aufeinander legen und an den Seiten feststecken. Unten nun mit Hilfe eines Lineals an beiden Seiten Ecken mit den Maßen 5 x 5 cm ausmessen und abschneiden. Das wird der Boden.
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An der kurzen Seite der Tasche (der Oberkante) wird der Stoff 3 cm umgebügelt.
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dann weitere 3 cm umbügeln. Ich nutze dafür en Modii Kantenformer, dass ich hier schon mal vorgestellt habe. Jetzt die umgebügelten Kanten wieder aufklappen.
Einkaufstasche 7
Bitte jetzt entscheiden, wie die Nahtzugaben innen versäubert werden sollen. Wenn die Nahtzugaben mit einer Overlock (wie in meiner Anleitung), alternativ mit einem Zick-Zack-Stich versäubert werden sollen, werden die Stoffe nun rechts auf rechts gelegt.

Wenn sie dank einer französischen Naht innen nicht sichtbar sein sollen, werden die Stoffe jetzt links auf links zusammengenäht. Wie eine französische Naht funktioniert ist hier gut erklärt.

Bei meiner Versäuberungsvariante mit einer Overlock bzw. einem Zick-Zack-Stich geht es so weiter:
Einkaufstasche 8x
Die Seiten und den Boden feststecken, nur die Ecken bleiben offen (der Teil zwischen den Nahtauftrennern, also die Ecke selbst, wird nicht genäht). Die Seiten und den Boden mit einer Naht schließen und mit einer Overlock-Maschine oder einen Zick-Zack-Stich versäubern.
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Jetzt die Nähte und Nahtzugaben von innen und außen bügeln. Sie Seitenteile beide in dieselbe Richtung, den Boden in die Gegenrichtung.

Nun werden die Ecken zu einem “O” geformt und in der Mitte zusammengesetzt.
Einkaufstasche 11P
Da die Nahtzugaben in unterschiedliche Richtungen gebügelt wurden, rasten die Nähte nun ineinander wenn man sie in der Mitte zueinander schiebt.
Einkaufstasche 12P
Auf beiden Seiten die Nahtzugabe mit einer Stecknadel fixieren und mit einer Naht schließen.
Einkaufstasche 13
Nun einmal kurz zur Kontrolle wenden. Wenn die Naht von außen so aussieht, von innen versäubern. Mit der zweiten Ecke genauso verfahren. Ecken ausbügeln.
Einkaufstasche 14
Wenn Ihr, wie ich, mit einer Overlock versäubert, ist es wichtig, die Nahtenden an beiden Seiten zu fixieren.
Einkaufstasche 15
Die Tasche ist nun an den Seiten und am Boden geschlossen. Die vorher umgebügelte Kante müsste sich jetzt fast von alleine rundherum zweimal umklappen. Wir haben es nur vorher gemacht weil es viel einfacher ist zwei kurze gerade Strecken sauber umzubügeln als einen Ring. Nochmals ringsherum mit Dampf bügeln.Einkaufstasche 26
Den Taschenteil in der Mitte falten und die jeweilige Mitte mit einer Stecknadel auf beiden Seiten markieren.
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Mit dem Beutel genauso verfahren und mit einer Stecknadel des Beutels nicht an der noch unversäuberten Oberkante, sondern an der Taschenkante fixieren.
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Jetzt wird der 4 cm Überstand unter den Taschenumschlag geschoben. Dabei sollte sich die Mittelmarkierung der Tasche und die Mitte der Innentasche genau treffen. Oben mit Stecknadeln oder wie hier, mit Clover Clips, feststecken.
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Die Träger werden nun mit einem Abstand von 9 cm zu Innenkante der Träger links und rechts der Innentasche festgesteckt indem auch der Träger unter dem Umschlag geschoben werden. Dabei schaut die Trägerseite mit der Mittelnaht nach unten.
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Auf der Gegenseite ohne Beutel genauso verfahren. Die Träger 9 cm links und rechts der Stecknadel unter den Rand schieben. So sollte es nun in Eurer Tasche aussehen.
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Zusätzlich die Träger etwa 6 cm unter der Kante mit einer Nadel fixieren. Sie können sonst beim Nähen leicht verrutschen.
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Jetzt rund herum knappkantig nähen. Dafür die Stichlänge wieder auf 3,5 verlängern und auf ein Garn passend zum Außenstoff wechseln. Bei einer Seitennaht die Naht beginnen und beenden.

Alle Stecknadeln und Clips entfernen. die Träger hochklappen. Dabei darauf achten, dass sich die Unterkante des Umschlags der Außentasche nicht hochrollt. Mit einer Stecknadel von außen mittig fixieren. Der Träger sollte ganz gerade anliegen.
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Jetzt die äußere Markierung an der Nähmaschine (ich zeige mit dem Nahtauftrenner auf die Markierungslinie) zur Orientierung nutzen, alternativ mit einem gut sichtbaren Klebeband eine Markierungslinie ca. 2,5 cm entfernt von der Nadel anbringen und erneut einmal rund herum nähen. Dabei die Oberkante der Tasche entlang dieser Linie führen.
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Nun werden die Träger zusätzlich mit einem “Haus vom Nikolaus” fixiert. So hält die Tasche auch dem Transport schwerer Gegenstände stand. Am besten dafür das “X” einzeichnen und nachnähen. Einkaufstasche 36P
Um die Tasche zusammenzufalten werden die Träger in die Tasche gelegt und der Beutel nach außen geklappt, mit der offenen Seite nach oben.
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Nun die Seitenteile nach innen klappen,
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4x von unten umschlagen
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und mit dem 5. Umschlag in die Innentasche befördern.
Einkaufstasche 42
Einkaufstasche 43
Jetzt die Kordel nach vorne schlagen und die Stelle mit einem Stift markieren, an der der Knopf angebracht werden soll.
Knopf anbringen
Lieber die Kordel etwas auf Zug anhalten, sonst wird es zu locker. Mit der Hand den Knopf annähen. Wenn möglich dabei nur den oberen der Taschenstoffe durchstechen, dann bleibt der angenähte Knopf an der Tascheninnenseite unsichtbar.
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Und fertig ist der Handtaschen-Einkaufsbeutel!

Ich habe für diesen Beutel folgende Stoffe verwendet:

Außenstoff: Canvas von Clarke & Clarke, gekauft beim Stoffekontor.
Träger und Innentasche: Bekko Tatami von Trenna Travis für Michael Miller, z.B. hier, in pink in verschiedenen Ausführungen bei Stoffsalat
Innenstoff Beutel: Moda Bella Solid
Knopf: “Blue Daisy” von StillWaterDesigns (hier ist gerade Räumungsverkauf und auch die Knöpfe sind 50% reduziert!)

Viel Freude beim Nachnähen.

Viele Grüße Barbara

P.S. Und weil heute Dienstag ist – auf zum Creadienstag!

08/12/16
Les Fleurs Fabric and Stationary

Eine ganz besondere Stoffkollektion – “Les Fleurs” von Rifle Paper Co. für Cotton & Steel

Les Fleurs Set
Schönes zieht mich magisch an. So lässt sich sicher meine Liebe für Stoff erklären aber auch im Täglichen umgebe ich mich gern mit schönen Dingen. Mich inspiriert das. Am Schreibtisch zum Beispiel. Es gibt so herrliche Notizbücher, Füller und vieles mehr. Dafür bin ich schwer anfällig.
Les Fleurs Prints and Fabric
Deshalb besuche ich beim Bummeln durch fremde Städte nicht nur, wann immer die Zeit es zulässt, Stoffgeschäfte sondern gerne auch Läden, die sich mit Schreibwaren und Zubehör beschäftigen. Vor ein paar Jahren bin ich dabei in London auf die Notizbücher von Anna Bond gestoßen, die Designerin und Chefin des Labels Rifle Paper Co.
Logo RP
Anna ist noch so jung, aber was sie in den letzten sieben Jahren geschaffen hat ist schon außergewöhnlich. Angefangen hat es für sie mit einem Grafikstudium und dem Design von Hochzeitseinladungen. Irgendwann fand sie gemeinsam mit ihrem Mann den Mut eine ganze Schreibwarenkollektion unter ihrem eigenen Label “Rifle Paper Co.” auf den Markt zu bringen und der Siegeszug begann. Heute gibt es ihre Produkte, von denen sie bis heute jedes selbst malt und designt, in über 4.000 Läden auf der ganzen Welt und ihr Label hat über 120 Mitarbeiter. Eine echte Erfolgsstory.
AB 1
Bildrechte: Anna Bond/Rifle Paper Co.

Annas Stil ist einzigartig. Floral mit grandiosen Farben und hohem Wiedererkennungswert. So einige Rifle Paper Co. Produkte habe ich inzwischen und ich liebe sie sehr.
Rifle Paper Notebook and Prints
Mittlerweile gibt es neben den klassischen Büroartikeln noch viele weitere Produkte wie Taschen, Tapeten, Geschenkpapier, Handyhüllen und vieles mehr.Rifle Paper Notebook Rifle Paper Notebook Flamingo
Insofern habe ich mich sehr gefreut, als Cotton + Steel im letzten Jahr verkündet haben, dass sie im Sommer 2016 mit Anna Bond als Gastdesignerin eine Stoffkollektion auf den Markt bringen wollen. Ich erinnere mich noch an das Raunen und die Aufregung, das durch den Raum ging, als Melody Miller es während des Schoolhouse von Cotton+Steel verkündete.

Die Kollektion ist auf dem Quilt Market im Frühjahr eingeschlagen wie eine Bombe. Seit wenigen Tagen ist Anna Bonds Stoffkollektion “Les Fleurs”  nun in den USA im Handel erhältlich und vielerorts bereits ausverkauft.
Les Fleurs Fabric and Stationary3
Wenn wundert’s? Mich ehrlich gesagt nicht. Das, was da auf Stoff gedruckt wird, ist 100 % Anna Bond. Grandiose, leuchtende Farben, ihre so typischen Flamingos, Städteprints und Blumen. Eine Augenweide.
RP 2
Bildrechte: Rifle Paper Co.

Was bin ich froh, dass ich eine liebe Freundin namens Grete habe, die sich gelegentlich in die Einkaufsstrategie für ihr Stoffgeschäft reinquatschen lässt. Und so ist “Les Fleurs” so in ein bis zwei Wochen komplett im Stoffsalat erhältlich.

Und mit komplett ist gemeint:

13 Prints auf Baumwolle, teilweise mit Metallic-Akzenten
Les-Fleurs Collection
5 auf Canvas (perfekt für Taschen, zum Beziehen von Möbeln usw.),
Kissen Canvas Les Fleurs
Bildrechte: Rifle Paper Co.

4 Metallic-Prints auf Lawn (leichte, weiche Baumwolle für Blusen, besonders weiche Quilts und Kissen)
LF1

Bildrechte: Stash Fabrics (auch dort ist die komplette Serie vorrätig)

und 3 auf Rayon, einem klassischen Bekleidungsstoff.
Rayon
Bildrechte: Rifle Paper Co.
Les Fleurs Cotton +Steel
Bildrechte: Rifle Paper Co.

Ich freue mich schon riesig auf die Stoffe. Da werdet Ihr hier sicher noch so einiges von mir zu sehen bekommen. Ich habe bisher nur eine kleine Menge von vier Baumwollstoffen, die ich ganz egoistisch nur für mich selbst vernäht habe.Les Fleurs Canvas2
Drei Dinge, die ich täglich in der Hand habe, sind dabei entstanden. Ein kleines Täschchen für die Kosmetik in meiner Handtasche (der Schnitt ist die Mini-Gretelies in der kleinen Version)
Les Fleurs Gretelies Les Fleurs Gretelies3
ein Schlüsselanhänger, ganz simpel aus 2 Stoffen und einem Streifen Soft&Stable dazwischen
Les Fleurs Key Fob2
und ein Stiftemäppchen. Den Schnitt “Annex” von Sara Lawson/Sew Sweetness habe ich hier schonmal genäht.
Les Fleurs Annex3
Das hier ist die kleine Version. Das Schnittmuster beinhaltet drei Größen uns ist mittlerweile auch auf deutsch erhältlich (einfach beim Kauf des pdfs im Shop “auf deutsch” anklicken).
Les Fleurs Annex1 Les Fleurs Annex
Für die Schlaufe an der Tasche habe ich ein Stück der schönen Webkante des Stoffs genutzt und mit einem Streifen Samt aufgehübscht.
Les Fleurs Annex4
Verwendete Stoffe: “Les Fleurs” von Cotton+ Steel, die großen blauen Blumen heißen “Birch” und die Farbe “Periwinkle”, die kleinen hellen Blumen “Rosa” in “Periwinkle”, in dunkelblau “Rosa in “Navy” und der hellblaue Print “Queen Anne” in “Pale Blue”.
Les Fleurs Rifle Paper Co.2
Alle in den nächsten Tagen erhältlich bei Stoffsalat (einfach die Emailadresse eingeben, dann gibt es eine Nachricht sobald der Stoff da ist).

Bisher habe ich nur vier Stoffe aus der Kollektion zu Hause. In Australien sind sie aus Versehen mehrere Wochen zu früh ausgeliefert worden und ich konnte nicht widerstehen.

Gemixt habe ich sie mit den Unis von Cotton Couture in der Farbe “Boy” und “Royal”, einem dunkelblau von Bella Solid/Moda. Cognacfarbendes Leder passt einfach perfekt dazu denn diese cognacbraun ist, dezent eingestreut, in vielen der Stoffen vorhanden. Ich habe mir eine Handtasche aus diesem Mix vorgenommen.
Les Fleurs Gretelies4
Die verwendeten Metallreißverschlüsse sind von YKK und in vielen Farben bei  Zip.it über etsy erhältlich.

Meine Lederlabels kaufe ich bei Sirogane Leather Works über etsy. Mit dem Code “Das mach ich nachts” bekommt Ihr dort 10%. Einfach im Bestelltext angeben).

Wer Interesse an den Produkten von Rifle Paper Co. hat: Hier ist die Website. Sie liefern weltweit. Auch einige deutsche Geschäfte führen Produkte von Rifle Paper Co. Welche das sind, findet Ihr hier.
Rifle Paper Prints
Art Prints von Rifle Paper & Co/Garance Doré aus meinem Büro:  Hello SunshineCamera und  Friends Forever

Viele Grüße
Barbara

P.S.: Und meine Taschen wandern jetzt zu Greenfietsens Taschen Sew-Along 2016. Im Monat August geht es um Mini-Taschen, zusätzlich zu TT Taschen und Täschchen und natürlich auch Sew Sweetness Link Party bei Allie und Me Design. Alle Sammlungen sind eine wunderbare Inspirationsquelle mal einen neuen Schnitt auszuprobieren!