05/24/16
Annex Pouch Sew Sweetness 6

Der Mai uns seine Nähaktionen

Annex Pouch Sew Sweetness 12
Der Mai hält jedes Jahr schöne Aktionen für den Teil der Nähcommunity bereit, der sich vorrangig im Internet und im Besonderen auf Instagram tummelt. Eine Institution ist mittlerweile der “Me made May”, an dem jeden Tag den ganzen Mai über mindestens ein Kleidungsstück getragen und mit einem Foto dokumentiert wird, das selbst genäht ist. Ich käme genau bis zum 07. Mai, müsste dabei aber gleichzeitig auf einen sehr kalten Maianfang hoffen, damit ich noch ein oder zwei Schals untermogeln könnte.

Me made may

Ich nähe einfach zu wenig für mich selbst. Ganz im Gegensatz zu meiner Mutter, die glaube ich ihre liebe Not hätte ein Foto jeden Tag im Mai zu machen, mit mindestens einem gekauften Kleidungsstück. Wir würden sie sehr wahrscheinlich in Ermangelung einer Alternative irgendwann in der zweiten Maihälfte in Bademode und/oder Morgenmantel zu sehen bekommen, denn sie hat so gut wie ihre komplette Garderobe in den letzten Jahrzehnten selbst genäht. Und ich habe leider die Chance verpasst von ihr zu lernen, als wir noch nicht hunderte Kilometer auseinander gelebt haben. Sehr ärgerlich.

Und trotzdem verfolge ich interessiert die Aktion “Me made May” und entdecke viele interessante Schnittmuster an den verschiedensten Figuren. Denn dafür ist die Aktion eigentlich gedacht: Inspiration für andere zu sein und Schnittmuster am lebenden Objekt vorzuführen.

Mending-badge

Eine weitere Aktion ist der “Mend it May”. Hier geht es um das Reparieren von Kleidungsstücken. Und da bin ich dann völlig raus. Für mich ist es Höchststrafe Kleidungsstücke zu reparieren. Ich tue das nur, wenn es sich absolut nicht verhindern lässt und habe ja zum Glück eine geduldige und pragmatische Mutter, die sich in großen Abständen meinem “Reparier-Berg” im Nähzimmer annimmt. Für alle, die gerne Kleidung reparieren (falls es solche Menschen überhaupt gibt, und falls ja: Häää???? Was ist da los mit Euch?), ist das aber eine spannende Aktion. Da kann man noch so einige Tipps und Kniffe dazulernen. Einfach mal nach dem Hashtag #MeMendMay bei Instagram suchen.

MMayisformakerssmall

Und dann gibt es die Aktion “May is for Makers”, übersetzt, der “Mai ist für die Selbermacher”, ins Leben gerufen von Lindsey Rhodes vom Blog LR Stitched. Und dieser Aktion habe ich mich am Anfang des Monats angeschlossen. Sie widmet sich den vielen kleinen Schnittmuster-Designern, die als Selbstständige Schnitte konzipieren und verkaufen. An jedem Montag im Mai unterstützen die Teilnehmer einen unabhängigen Schnittmusterdesigner mit einem Kauf.
Annex Pouch Sew Sweetness 1_1
Ich habe ein großes Herz für die vielen Kreativen da draußen, die geniale Ideen zu Papier bringen um daraus in vielen Stunden Arbeit einen Schnitt entwickeln, eine Anleitung schreiben und das Ganze dann unzählige Male testen. Dafür haben sie die paar Dollar oder Euro, die so ein Schnitt kostet, einfach verdient. Der Schnittmuster-Markt ist ein hartes Geschäft in einer Internet-basierten Welt, in der die Erwartungshaltung vorherrscht, alles irgendwo im Netz umsonst zu finden und es ein hässlicher Sport geworden ist, gekaufte Anleitungen ohne jedes Schamgefühl sogar in Facebook-Gruppen zu veröffentlichen bzw. zu teilen.
Annex Pouch Sew Sweetness 6
Für eine gute Idee und eine gut gemachte Anleitung zahle ich gerne. Also habe ich an jedem Montag im Mai ein Schnittmuster gekauft. Die ersten drei Schnittmuster waren Kinderkleider, Blusen und Hosen (hier auf Instagram habe ich sie gezeigt, im Blog stelle ich die Schnittmuster dann mit den fertigen Kleidungsstücken vor).

Gestern habe ich  mich spontan für das neue Schnittmuster von Sew Sweetness, ein Täschchen mit einem Doppelreißverschlussfach, entschieden. Annex Pouch Sew Sweetness 5
Eine solche Tasche kann ich für meine Schminksachen unterwegs sehr gut gebrauchen. Mein Bisheriges ist nicht lang genug für meine Pinsel, die ich immer etwas unsanft reinstopfe. Ab jetzt nicht mehr.
Annex Pouch Sew Sweetness 9
Was mich allerdings geritten hat einen neuen Schnitt mit Wachstuch innen und außen zu testen kann ich im Nachgang nicht mehr sagen. Mein Orientierungssinn ist von jeher nicht der Beste und die Schnittteile der Tasche sahen zu Beginn, nun ja, sagen wir mal: Spannend aus. Und auftrennen kommt bei Wachstuch nicht in Frage. Bügeln ist zwar mit einer doppelten Lage Baumwolle als Schutz möglich, aber ebenfalls mühsamer als nötig. Zum Glück hat es im ersten Anlauf geklappt und meine Schminkpinsel haben nun ein neues Zuhause.
Annex Pouch Sew Sweetness 11
Für Innentaschen nutze ich zwar gerne Wachstuch, aber immer nur das Stumpfe. Alle glänzenden Wachstücher und beschichtete Baumwolle kleben regelrecht aneinander und das nervt mich im Tascheninneren.
Annex Pouch Sew Sweetness 4
Die Anleitung enthält die Tasche in drei Größen. Ich habe die mittlere Größe genäht und hab am Ende nicht schlecht geschaut, wie groß sie eigentlich ist. Ich weiß, man kann sich vorher auch einfach die endgültigen Taschenmaße auf der Anleitung anschauen und vergleichen. Aber das wäre zu einfach gewesen.
Annex Pouch Sew Sweetness 12
Damit die Tasche diese boxige Form erhält braucht sie eine Einlage aus Schaumstoff, der die Form hält. Ich habe Soft & Stable verwendet. Der dicke Schaumstoff schützt gleichzeitig den Inhalt. Gerade wenn wie bei Make-up oder Parfüm Glas im Spiel ist, nicht die schlechteste Idee.

Den Griff habe ich mit Decovil gefüttert. Außerdem ist es wichtig schmale, also “normale” Reißverschlüsse zu verwenden und nicht breite Taschenreißverschlüsse. Ansonsten passen die Schnittteile am Ende nicht mehr zusammen.
Annex Pouch Sew Sweetness 7
Ganz sicher werde ich auch noch die anderen beiden Taschengrößen nähen und ganz sicher auch noch mal in Baumwolle, Canvas und vielleicht auch Leder. Der Schnitt ist wirklich schön gemacht und auch schnell genäht. In Sara Lawsons (die Frau hinter Sew Sweetness) Blogpost zum neuen Schnitt gibt es viele schöne Designbeispiele der Taschen zu bewundern.

So eine Doppel-Reißverschlusstasche eignet sich ganz sicher noch für viele andere Dinge neben Kosmetik. Und ganz sicher auch als Geschenk. Ich werde also noch ein paar produzieren. Und damit hat sich das Schnittmuster für mich auf jeden Fall gelohnt.

Schnittmuster: Sew Sweetness, Annex Double-Zip-Box-Pouch Das pdf zum Sofort-Download und Ausdrucken kostet 7 Dollar (ca. 6,50 Euro). Die Anleitung ist auf englisch, hat aber auch cm-Angaben und vor allem viele gute Bilder.
Wachstuch: Au Maison Birdcage/Vogelkäfig. Meiner stammt von der Glücksmarie in Hamburg, dort gibt es ihn noch auf mind-farbendem Untergrund. In weiß habe ich ihn hier gefunden.
Wachsttuch innen und Griff: diverse Reste, matt beschichtet.
Soft& Stable: Stoffsalat
Reißverschlüsse: Zipit über Etsy.

Viele Grüße
Barbara

P.S: Und damit auf zum Creadienstag und zum Handmade on Tuesday! Da muss ich gleich mal nachschauen was andere in dieser Woche so gezaubert haben.

||||| 4 I Like It! |||||
04/30/16
Backyard Roses Picnic in the Park10

Backyard Roses Blogtour

c8dc6a33-ea9a-41d9-b551-342f144f1757
Hello and welcome to my stop on the Backyard Roses- Blogtour. Nadra Ridgeway created a bright and cheerful new collection, her second for Riley Blake. And to celebrate this beautiful line of fabrics, she started an international blogtour. And today is my turn. So exiting!

Heute macht die Backyard Roses Blogtour bei mir Halt. Und ich freu mich so! Nadra Ridgeway, die vielen von Euch besser unter dem Namen “Ellis & Higgs” bekannt ist, hat ihre zweite Stoffkollektion für Riley Blake entworfen. Und um das gebührend zu feiern zeigen drei Wochen lang Blogger in Europa und den USA was man aus diesen wunderschönen Stoffen schönes nähen kann.

This collection is spring at it’s best for me! Beautiful florals, vintage kitchen motives and great basics. What do I need more? These are the fabrics I worked with:

Mit den Stoffen ist der Frühling in mein Nähzimmer eingezogen. So frische Farben! Ich habe mir diese hier ausgesucht:
Backyard Roses Fabric
I had so much fun sewing with these pretty fabrics. For those of you who never visited my blog before: I love sewing for my Girls. And bright fabrics. So I started with aprons for them.

Und da ich am liebsten für meine Kinder nähe, sind zuerst einmal Küchenschürzen entstanden.
Backyard Roses Apron3 Backyard Roses Apron2
I never made aprons before. We used bought ones my girls got as a present a while ago. And, as usual, they didn’t fit at all. What is an Apron for when the Girls mess up their clothes anyway?

Mich nervt, dass herkömmlichen, gekauften Kinderschürzen immer viel zu lange Oberteile haben und die Schürzen dafür gerne mal zu schmal sind. Was hilft denn eine Schürze, wenn die Kleidung darunter am Ende doch total dreckig ist?
Backyard Roses Apron5
I have no idea why I didn’t made aprons myself years ago. It’s so easy and fast! And they fit perfectly.

Und warum kauft sie denn überhaupt Schürzen, wenn man die auch relativ schnell und einfach selber nähen kann werdet Ihr Euch vielleicht fragen? Diese blöden Dinger, über die ich mich bisher geärgert habe, waren ein Geschenk und da tue ich mich immer schwer sie wieder auszusortieren. Aber jetzt habe ich es endlich getan.
Backyard Roses Apron4
I drafted the pattern myself. The upper body part is shorter than an usual apron. The bottom is wider to protect the sides. It’s actually a reversible apron, only the pleated skirt is on one side. I used a soft interfacing on all pieces, exept the pleated skirt, to give the apron some body.

Also habe ich mir einen Schnitt ausgedacht, der ein kürzeres, aber breiteres Oberteil hat und so zu schließen ist, dass die Schürze auch nicht rutschen kann. Im Grunde ist es eine Wendeschürze geworden. Sie ist von beiden Seiten zu tragen (auch wenn nur die Vorderseite eine Oberschürze hat). Zusätzlich sind die Schürzenteile leicht verstärkt und liegen damit schön glatt an.
Backyard Roses Picnic in the Park8

Baking with daddy are one of my girls favorite weekend activities and now you can see, why aprons are really a must in our kitchen.

Und wie man sieht, ist eine gute Körperabdeckung auch keine soooo schlechte Idee bei meinen leidenschaftlichen Bäckerinnen.
Backyard Roses Picnic in the Park7 Backyard Roses Apron13 Backyard Roses Apron15
A few weeks ago I spend a weekend with Annie from Pattern by Annie on a big fair in Germany. And we talked a lot about her patterns and I admired many of her samples. With Backyard Roses in mind, I fell for her “Picnic in the Park”-Pattern. Isn’t it beautiful? Whenever the weather is sunny and the gras outside is dry, my girls take all their stuff outside to do picnics. They grab everything to eat they can find and tons of pillows, quilts and blankets to decorate our backyard. So I made them their very own picnic basket.
Backyard Roses Picnic in the Park3-2
Zusätzlich wollte ich noch etwas für den Garten nähen. Bei den Motiven lag das doch nahe, oder? Und als ich auf der H&H Messe in Köln das Schnittmuster “Picnic in the Park” in der Hand hielt war auch entschieden was. Ehrlich gesagt bin ich selbst kein großer Picknicker, aber meine Mädels umso mehr. Kaum ist das Wetter trocken und sonnig (die Temperatur ist dabei im Grunde egal) wollen sie draußen essen und schleppen Decken, Becher und alles Essbare, was sich finden lässt und nicht allzu gesund aussieht, auf den Rasen.
Backyard Roses Picnic in the Park4-2 Backyard Roses Picnic in the Park5-2
This bag is huge! And so many beautiful and useful details inside and outside.

Wie groß diese Picknicktasche ist, war mir vorher ehrlich gesagt nicht klar. Das Ding ist riesig! Aber wie immer bei Annies Schnittmustern, auch total durchdacht. Überall gibt es Fächer für alles Mögliche und durch den gepolsterten Tragegriff lässt sich die Tasche angenehm tragen.
Backyard Roses Fabric quilted2
The way Annie constructs her Patterns is a little bit different from everything I have done before. It all starts with a big sandwich of the main fabric, a layer of Soft and Stable as a stabilizer and a lining fabric. I used a simple quilting and after that, I cut out all the pieces.

Wie bei fast allen Schnittmustern von Annie wird im ersten Schritt ein großes Sandwich-Stoffstück, bestehend aus dem Außenstoff, einer Lage Soft & Stable als Stabilisator und dem Innenstoff der Tasche erstellt und nach Wunsch gequiltet. Ich habe mich für einfache Quadrate entschieden. Und aus diesem großen Stück werden dann alle die Teile zugeschnitten. Das Ergebnis ist sehr formstabil und professionell.
Backyard Roses Picnic in the Park3

To get professional results and to cover the raw edges, a lot of bias binding needs to be done.

Alle offenen Kanten werden später mit Stoffstreifen oder Schrägband versäubert.
Backyard Roses Picnic in the Park7-2
Backyard Roses Picnic in the Park6-2

Inside the bag are Mesh-Fabric Pockets in all shapes and sizes to help to store everything. Mesh is such a great option for pockets! Lightwight Mesh is a little bit stretchy, especially together with Fold-over Elastic as a binding. Love it!

Innen wird Mesh-Fabric, ein weicher und elastischer Netzstoff, verarbeitet. Mesh kann man in verschiedenen Farben und als fertigen Zuschnitt kaufen. Für Taschen und Waschbeutel ist das einfach großartig. Da ein Netzstoff ein wenig elastisch ist kann man, gemeinsam mit einem Streifen Elastik-Band, die Einschubtaschen für das Besteck nähen, die sich dehnen und das Eingeschobene festhalten. Sehr praktisch.
Backyard Roses Picnic in the Park2
I really enjoyed making this bag. Even if it takes a while to sew it up. It’s so worth the effort! And, as with any of Annies Pattern I tried before, I have learned new techniques along the way.

Mir hat das Nähen der Tasche viel Spaß gemacht, auch wenn es um ehrlich zu sein ein aufwändiger Schnitt ist. Ich habe mehrere Abende gebraucht um die Tasche zu nähen. Aber bei Annies Schnitten lernt man einfach immer etwas dazu denn ihre Anleitungen sind sehr gut und ausführlich erklärt (wenn auch in englisch) und mit vielen Tricks und Kniffen bestückt.
Backyard Roses Picnic in the Park1
To be honest, this is not a beginner pattern. But I highly recommend it for advanced sewers with some experience with a Walking foot and bias binding.

Für eine erste oder zweite Tasche würde ich das Schnittmuster aber nicht empfehlen. Dafür ist es einfach zu aufwändig und an ein paar Stellen kommen schon einige Lagen Stoff zusammen. Dafür braucht man eine Nähmaschine, die man mit einem sog. Walking Foot ausstatten kann. Damit wird der Stoff nicht nur von unten, sondern auch von oben transportiert und die Lagen können nicht verrutschen.
Backyard Roses Picnic in the Park2-2
Fabrics: “Backyard Roses by Nadra Ridgeway for Riley Blake
Bag: Pattern is “Picnic in the Park” by Annie
Stabilizer: Soft and Stable by Annie
Purse Hardware, Mesh-Fabric, Fold-over Elastic and Zipper: www.byannie.com

Verwendete Stoffes: “Backyard Roses” von Nadra Ridgeway für Riley Blake
Schnitt der Schürzen: Selbstgebastelt
Schnitt der Tasche: “Picnic in the Park” by Annie (nur als Papierschnittmuster und auf englisch erhältlich. Die Anleitung ist aber sehr detailliert und gut geschrieben)
Vlies in der Tasche: Soft and Stable
Extra-breiter Taschenreißverschluss, Netzstoff, Elastikband und die Metallteile: by Annie, in Deutschland bei Stoffsalat erhältlich. Die Farben der Reißverschlüsse, des Elastikbands und der Netzstoffe sind auf einander abgestimmt passen damit perfekt zueinander.

Well, that’s it for me, for now. 😉  Be sure to visit Nadras Blog “Ellis and Higgs” for many more beautiful projects. Thank you Nadra for having me! And a big thank you to Riley Blake for the fabrics and Annie (www.byannie.com) for sending me the pattern and all the supplies for the bag.

Liebe Nadra, vielen Dank, dass ich bei Deiner Blogtour dabei sein durfte! Ein großes Dankeschön an Riley Blake für die Stoffe und Annie (www.byannie.com)  für das Schnittmuster und das komplette Zubehör für die Picknicktasche.

And for those of you who haven’t followed the Backyard Roses-Blogtour yet:  There are so many talented sewists and beautiful projects … I promise you won’t want to miss a single day of it!

Und wer jetzt so richtig Lust bekommen hat nachzuschauen, was andere aus diesen tollen Stoffen genäht haben, findet hier den Blogplan:
83ba5b70-31bc-4814-9f40-b2fa765afd94

18.4.2016 Julia rileyblakedesigns.com/blog
19.4.2016 Christina onelittlepooh.net
20.4.2016 Dorthe lalala-patchwork.blogspot.com
21.4.2016 Liz simplesimonandco.com
22.4.2016 Sedef downgrapevinelane.com
23.4.2016 Vicky venividivicky.wordpress.com
25.4.2016 Erin whynotsew.blogspot.com
26.4.2016 Amanda www.jedicraftgirl.com
27.4.2016 Gesine allie-and-me-design.blogspot.com
28.4.2016 Peta shequiltsalot.com
29.4.2016 Sharon lilabellelane.blogspot.com
30.4.2016 Barbara das-mach-ich-nachts.com
2.5.2016 Jemima tiedwitharibbon.com
3.5.2016 Ashley mommybydaycrafterbynight.com
4.5.2016 Taunja carriedawayquilting.blogspot.com
5.5.2016 Judith septembersquiltdelight.blogspot.com
6.5.2016 Melissa ohhowsweet.com
7.5.2016 Iva schnigschnag-quiltsandmore.com
9.5.2016 Lisa aspoonfulofsugardesigns.com
10.5.2016 Katharina greenfietsen.blogspot.com
11.5.2016 Andy abrightcorner.com
12.5.2016 Nadra ellisandhiggs.com

Happy Sewing!
Barbara

||||| 11 I Like It! |||||
04/7/16
I want Her stash Elisabeth Hartman3

Rückblick auf mein Stoffabo 2015 – I want her Stash Part 2

Wie ich hier schon einmal ausführlich geschrieben habe, sind Stoff-Club-Programme ein großer Trend in den USA.

I Want her Stash CLub

Aus purer Neugier habe ich bzw. mein Mann (ein großartiger Kerl, by the way) für mich im letzten Jahr das “I want her Stash”-Abo von Westwood Acres abgeschlossen. In diesem Programm stellt jeden Monat ein bekannter Blogger oder Stoffdesigner ein Paket aus 16 Fat Quartern (das sind Stoffstücke mit den Maßen 46x55cm) und einem selbst entworfenen Muster für eine Patchworkdecke zusammen. Für dieses Programm habe ich mich aus 3 Gründen entschieden:

  1. Ich kannte und mochte fast alle Designer und Blogger und konnte mir gut vorstellen, dass mir ihre Stoffauswahl und die Anleitungen gefallen würden. “I want her Stash” heißt schließlich übersetzt “Ihren Stoffvorrat hätte ich gerne”.
  2. Westwood Acres hatte von allen angebotenen Clubs die besten Versandbedingungen. Die Pakete wurden nur alle 2 Monate verschickt und dafür maximal befüllt um Versandkosten zu sparen. Bei einem Abo aus den USA sind die Versandkosten schließlich ein nicht unerheblicher Kostenfaktor.
  3. Die pure Neugier. Man hat ja ein festes Beuteschema und ich war einfach neugierig ob sich die von mir verwendeten Stoffe verändern und mein eigener Vorrat sich breiter aufstellen würde, wenn jemand anderes einen Teil der Auswahl übernimmt. Vielleicht würde ich ja auch neue Stofflieblinge finden, die ich sonst übersehen hätte?

Und so habe ich alle zwei Monate ein dickes Paket voller Überraschungen bekommen. Paket Nummer 1-3 habe ich bereits hier vorgestellt. Den Inhalt der nächsten beiden Pakete zeige ich Euch heute.

Auf Paket Nummer 4 habe ich mich ganz besonders gefreut: Amy Sinibaldi von Nana Company hat es zusammengestellt. Ich bin großer Nana Company-Fan und war mir ganz sicher, dass mir ihre Auswahl gefallen würde. Ihr Paket war dann ehrlich gesagt für mich eine totale Enttäuschung. Ihren sonst so konsequenten guten Geschmack habe ich in ihrer Auswahl nicht wiedererkannt.

I want Her stash AS

Weder die Farb, – noch die Musterauswahl waren für mich typisch Amy. Mir war sofort klar, dass ich dieses Paket so nicht gemeinsam vernähen und sehr wahrscheinlich einen Großteil der Fat Quarter wieder abgeben oder in einer anderen Kombination verwenden würde. Ich habe mehr etwas Florales in Richtung Lecien oder Textprints erwartet.

Amy Sinibaldi Paperie

Foto: Zum Vergleich: Amy Sinibaldis erste Stoffkollektion “Paperie” für Art Gallery, hier erhältlich. Für mich eine der schönsten Kollektionen des letzten Jahres

I want Her stash Amy Sinibaldi2

Die Stoffe ganz rechts: Gar nicht mein Fall. Die Mitte: In Ordnung, aber auch kein Favorit dabei. Die Stoffe rechts: Schon im Bestand. Alles in allem ein totaler Reinfall.

I want Her stash CR

Der zweite Designer in Stoffpaket Nummer 4 war Camille Roskelley von Bonnie & Camille. Sie ist von allen Stoffdesignern da draußen meine Liebste. Ihr Paket war in den für sie so typischen Farben und in meinen Augen harmonisch zusammengestellt.

I want Her stash Camille2

Da sie zu guten Teilen auf Stoffe aus ihren eigenen Serien “Daysail”, “Miss Kate” und “Hello Darling” zurückgegriffen hat, hatte ich einige der Stoffe schon aber das macht ja nix wenn sie schön sind, nicht? Die Stoffe in der Mitte waren neu für mich bzw. willkommener Nachschub.

Die Pfeile ganz links oben sind für mich allerdings nicht stimmig. Camille plädiert immer einen kleinen optischen Störfaktor in die Stoffauswahl einzubauen um den Mix aufregender zu gestalten aber für mich passt dieser Stoff nicht. Und das, obwohl die ich die Pfeile von Cotton & Steel sehr mag, schließlich habe ich schon einmal eine Tasche daraus genäht.

I want Her stash Camille

Das Fat Quarter Bundle von Camille Roskelley habe ich inzwischen fast vollständig vernäht. Ein gutes Zeichen, oder?

I want Her stash Elisabeth Hartman3

Über Paket Nummer 5 habe ich mich wirklich gefreut. Elisabeth Harman vom Quilt-Blog “Oh Fransson”, bekannt für Ihre Tier-Quiltmuster und ihre ersten beiden Serien für Robert Kaufman, “Roda Ruth” und “Pacific”, hat es zusammengestellt. Und ich finde man merkt, dass hier ein sehr erfahrener Patchworker am Werke war. Für mich ist das ein komplett stimmiges Stoffpaket.

I want Her stash Elisabeth Hartman4

Auch sie hat keinen komplett neuen Mix erstellt, sondern im wesentlichen auf ihre Serie “Roda Ruth” und Violet Crafts “Highlands” zurückgegriffen. Dazu noch ein super Uni-Leinen und zwei Cotton & Steel-Basics – fertig. Und es passt!
I want Her stash EH

Aus diesem Paket hatte ich vorher nur die Cotton & Steel “Sprinkles” (im Foto ganz rechts) in meinem Stoffschrank. Der Rest gefällt mir komplett, allerdings kann ich auf die kräftigen Farben links am besten verzichten. Aber alles in allem ein super Paket für mich.

I want Her stash Elisabeth Hartman5

Dieses Paket ist für mich deshalb etwas Besonderes, weil ich hier drei neue Stofflieblinge gefunden habe, die ich mittlerweile schon 2 Mal (!) nachgekauft habe, weil ich sie immer wieder verwende.

Favorites Essex Linen

Ich bin immer auf der Suche nach guten Basics in meinen Lieblingsfarben. Diese gehören für mich ganz klar dazu, Elisabeth Hartman “Rhoda Ruth”, Diamonds in grey (ein perfektes, leuchtendes grau), Violet Craft “Highlands”, Geometry of Bees in Turquoise (in einem wunderschön leuchtenden türkis/mint) und meinem neuen Lieblings-Basic, Essex Yarn Dyed Linen in Steel. Seitdem im Herbst der Fat Quarter bei mir eingetroffen ist, habe ich davon schon über 5 Meter vernäht. Dieses grau lässt einfach alle kräftigen Farben leuchten. Grete war so lieb und hat ihn für ihren Stoffsalat bestellt, er müsste bald eintreffen. Die Essex Linen in den USA zu bestellen ist leider sehr teuer, denn sie sind fester und es passt nur so wenig in einem Umschlag. Da schlagen die schon wieder angehobenen Versandkosten ziemlich durch.

EDIT: Sie sind da! Essex Linen in mehreren Farben. Sieht aus wie Leinen, ist aber eine Mischung aus Baumwolle und Leinen und verzieht nicht. Die Essex Linen gibt es hier in Gretes Shop.

Das letzte Paket war auf den ersten Blick eine riesen Enttäuschung für mich.

I want Her stash Hey P

Ein Mix aus so einer Art Weihnachtsstoffe, jede Version von beige (sowohl gelb- als auch rosastichig), dazu orange, braun, silber, dunkelblau und schwarz. Was ist denn das bitte für ein wilder Mix??? Auch hier hatte ich schon drei Stoffe (im Foto ganz rechts), hätte sie aber nie zusammen vernäht. Für mich passt das einfach nicht.

I want Her stash Hey P4

I want Her stash Hey P2

Aber bei genauerem Hinsehen und hin- und herrangieren waren hier ein paar tolle Schätze dabei, wenn auch nicht in der vorgeschlagenen Kombination

I want Her stash Hey P5

Diese vier sind meine Favoriten aus dem Paket. In der Kombination zwar stimmig, aber langweilig. Also habe ich ein bisschen in meinem Stoffregal gewühlt und Stoffe gesucht, die für mich gut dazu passen und mehr meinem Farbschema entsprechen.

Und auf einmal gesellten sich doch wieder ein paar aus diesem und aus vorangegangenen Stoffpaketen dazu, die mir damals nicht so gut gefallen hatten. Und ich habe erkannt wie wertvoll dieser fremde Stoffeinfluss für meinen eigenen Mix ist:

I want Her stash Hey P6
Und so habe ich mit so mancher Enttäuschung im ersten Moment im Nachhinein meinen Frieden geschlossen und empfinde sie als gute Ergänzung zu meiner eigenen Stoffauswahl.

Nach Paket Nummer 5 und insgesamt 10 Designer-Bundles im Jahr 2015 habe ich mein Abo gekündigt. Für mich war es eine spannende Erfahrung. Ich habe, wie erhofft, neue Lieblingsstoffe gefunden und wurde zu neuen Farb-und Musterkombinationen ermutigt. Insofern hat sich das Abo für mich gelohnt.

Allerdings hatte ich tatsächlich aus jedem der mir zugesandten rund 16-Fat Quarter Mischungen schon zwischen 1 und 10 Stoffe selbst im Schrank. Spricht das jetzt für meinen guten Geschmack oder ist das ein klares Anzeichen von akuter Stoffsucht? Die Antwort will ich, glaube ich, nicht wissen.

Auch wenn in diesem Jahr wieder viele spannende Stoffabos angeboten werden, vor allem auch in kleineren Paketen (16 Fat Quarter jeden Monat sind schon ganz schön viel, die müssen erst mal vernäht werden!), habe ich nichts Neues abgeschlossen und kaufe wieder nach eigenem Geschmack. Aber das Abo hat meinen Blick auf die Faktoren einer stimmigen und gleichzeitig spannenden Stoffauswahl geschärft. Was ich von den Experten gelernt habe – dazu an anderer Stelle mehr.

Und? Welches Paket hätte Euch am besten gefallen? Und welches so gar nicht? Erzählt doch mal, das interessiert mich sehr!

In den letzten Wochen habe ich mein Nähzimmer in einen neuen Raum umgezogen und bei der Gelegenheit alle Stoffe aussortiert, die ich wohl eher nicht mehr verwenden werde. Wenn ich mit allem fertig bin zeige ich Euch mein neues Reich. Es ist so schön geworden!

Ich bereite gerade eine Art Flohmarkt für alle aussortierten Stoffe, Webbänder und Co. vor. Denn wer weiß, vielleicht sind für Euch ja Schätze dabei? Ein paar Fat Quarter aus den heute gezeigten Paketen werden auch dabei sein. Ich habe bereits kleine und größere Stoffpakete geschnürt und überlege gerade noch, wie ich den Flohmarkt logistisch am besten hinbekomme.

Viele Grüße
Barbara

||||| 13 I Like It! |||||
03/13/16
Retro_Bag_Pattydoo_25

Pattydoo-Taschenlieblinge-Blogtour. Heute: Die Retro-Bag & ein Giveaway!

Retro_Bag_Pattydoo_13
In der deutschsprachigen Nähwelt ist Ina, gelernte Schneiderin aus Berlin, und ihr Label „Pattydoo“ vielen ein Begriff. Vor ein paar Jahren hat sie damit begonnen Schnittmuster zu entwerfen. In erster Linie geht es dabei um Kleidung für Frauen, Männer und Kinder aber auch viele Accessoires und Taschen kann man nach Ihren Anleitungen nähen.
Retro_Bag_Pattydoo_26
(Foto: Ina mit Ihrer Retro Bag in ihren aktuellen Buch, “Taschenlieblinge selber nähen” erschienen im Christophorus Verlag)

Ina versteht Ihr Handwerk ganz exzellent. Die Schnitte sind immer ausgereift und professionell erstellt. Aber das Besondere am Pattydoo-Konzept ist, dass dem Näher alles per Video erklärt wird. Und damit meine ich nicht ein verwackeltes, unscharfes Handyvideo sondern richtig professionell erstellte Videos, die auch einen Anfänger fachkundig von Anfang bis zum Ende durch den Entstehungsprozess leiten. Der Erfolg dieser Idee ließ nicht lange auf sich warten und so nimmt Ina heute Tausende ans virtuelle Händchen und verhilft Ihnen zu ersten Näherfolgen. Aber nicht nur Anfänger werden hier fündig. Das Angebot an Schnitten ist mittlerweile ziemlich groß.

Als Ina mich fragte, ob ich bei Ihrer Blogtour zum ersten Pattydoo-Buch „Taschenlieblinge selber nähen“ dabei sein möchte, habe ich keine Sekunde gezögert. Denn dieses Buch ist etwas ganz Besonderes: Viele verschiedene Taschenstile mit wunderbar erklärten Anleitungen und auch hier gibt es jede Menge Videos zur weiteren Erläuterung. Du willst wissen wie man eine Innentasche einnäht? –Dann schau Dir das Video dazu an. Unsicher wie ein Reißverschluss eingenäht wird? Auch dazu gibt es ein Video. Eine ganz besondere Buchidee und eine klare Kaufempfehlung für alle die Freude am Taschennähen haben oder es einmal unter fachkundiger Leitung ausprobieren wollen.

Das Erscheinen des Buchs wurde mit einer rauschenden Party in Berlin gefeiert (hier gibt es ein Video dazu. Ganz am Anfang bin ich übrigens zu sehen. Ein bisschen viele Glückwünsche auf einmal, ich weiß, aber was raus muss, muss raus!) Bei der Gelegenheit habe ich alle für das Buch genähten Exemplare schon live bewundern können.
Retro_Bag_Pattydoo_27
(Foto: Retro-Bag aus “Taschenlieblinge selber nähen”, erschienen im Christophorus Verlag)

Retro_Bag_Pattydoo_16

Für die Blogtour habe ich mir die Retro-Bag ausgesucht. An sich bin ich überhaupt kein Retro-Typ aber die Taschenform hat mir vom ersten Anblick an gefallen. Um dem Retro-Stil treu zu bleiben habe ich mir für meine Tasche Stoffe in petrol und orange ausgesucht und mit hellbraunem Veloursleder kombiniert.
Retro_Bag_Pattydoo_8
In ein paar Punkten bin ich, wie könnte es auch anders sein, von Pattydoos Anleitung abgewichen:

Meine Retro-Bag ist mit Soft &Stable statt herkömmlicher Vlieseline gefüttert. Ich finde eine Tasche sollte aus sich selbst heraus stehen und formstabil sein. Auf allen Fotos seht Ihr die Tasche ungefüllt. Sie bleibt einfach so stehen, ist aber gleichzeitig weich und lässt sich biegen und sogar zusammenknüllen. Für mich ist und bleibt Soft & Stable das perfekte Taschenvlies. Es ist vielmehr ein beschichteter Schaumstoff. Ich nähe keine Taschen und Täschchen mehr mit einer anderen Einlage. Wer Soft &Stable noch nicht kennt , findet hier eine Beschreibung. Kaufen kann man es z.B. bei Stoffsalat. Pattydoo stellt es im Buch ebenfalls vor, allerdings für ein anderes Projekt.

Ich habe den Bodenstoff der Tasche entgegen der Anleitung nicht gequiltet. Durch das Soft & Stable braucht die Tasche es für den Stand nicht und optisch gefällt es mir so besser.

Der Schnitt sieht für die Tasche eigentlich einen zusätzlichen Trageriemen vor. Da ich meine Taschen am liebsten am oder unterm Arm trage habe ich darauf verzichtet.

Retro_Bag_Pattydoo_24
Für die Tasche sind im Buch verschiedene Variationen konzipiert und auch erklärt. Eine Außentasche kann eingenäht werden (ich habe darauf verzichtet um das großflächige Muster im Außenstoff nicht zu zerschneiden). Es wird neben dem Anbringen fertiger Henkel auch eine Variante mit selbstgenähten Henkeln erklärt und es gibt einen Hinweis auf eine Innentasche mit Reißverschluss.
Retro_Bag_Pattydoo_2
Ich habe innen eine einfache aufgesetzte Tasche fürs Handy aufgenäht und mit einer knallorangen Paspel aufgehübscht. Die Tasche ist ja kein riesen Beutel und es besteht auch ohne vielen Innentaschen eine realistische Chance alles Gesuchte in – sagen wir mal – unter 2 ½ Minuten zu finden.

Wie man hier sieht sind nur die Seitenteile und der Boden mit Soft& Stable verstärkt. Vielleicht hätte ich das mit dem Stoff rund um den Reißverschluss auch mal besser machen sollen.
Retro_Bag_Pattydoo_22
Der Außenstoff ist ein gehütetes Stoffschätzchen von Amy Butler. Es ist ausnahmsweise ein fester Home Dekor-Stoff und damit absolut für Taschen gedacht. Ich neige ja sonst dazu alles Mögliche zum Taschenstoff umzufunktionieren.
Retro_Bag_Pattydoo_4
Und ich muss schon sagen: Die hellseherischen Fähigkeiten der guten Amy Butler sind schon beeindruckend! Als sie sich das Stoffdesign überlegt hat muss sie geahnt haben, dass sich genau an der Stelle mal ein dekorativer Kringel außerordentlich gut machen würde. Genau da und genau in der richtigen Größe, wo Barbara später mal ihre Taschenhenkel anbringen will. Tja, die Amy. Die denkt wirklich mit. So ein Schatz!

Retro_Bag_Pattydoo_13-2
Der Reißverschluss ist etwas breiter als üblicher Endlosreißverschluss und in Metalloptik. Er ist aus Kunststoff, lässt sich mit einer normalen Schere zuschneiden und man kann mit der Nähmaschine einfach darüber nähen. Optisch ist er kaum von einem Metallreißverschluss zu unterscheiden. Diese hochwertigen Reißverschlüsse haben es mir echt angetan. Sie sind in großer Farbauswahl als Meterware hier erhältlich.
Retro_Bag_Pattydoo_11
Noch mal kurz zusammengefasst:

Außenstoff: Amy Butler Cotton Sateen, gekauft bei Stoffsalat (in grün noch erhältlich), in türkis/petrol hier
Innenstoffe: Joel Dewberry, Modern Meadow Achorn Chain und Herringone
Paspel innen: Selbstgemacht aus Art Gallery Pure Elements in „Burnt Orange“, z.B. bei Lalala Patchwork (dort sind alle Pure Elements Unis vorrätig)
Paspel außen: als petrolfarbendes Schrägband gekauft, keine Ahnung wo
Taschengriffe: schon vor einer Weile beim DaWanda-Shop  “Florale Rose” gekauft. Das Sortiment wechselt hier oft. In jedem Fall eine super Quelle für hochwertige Echtleder-Taschengriffe
Einlage: Soft & Stable über Stoffsalat
Ziegenvelours: Alfatex
extrabreiter Reißverschluss in Metalloptik: Machwerk-Shop
Lederlabel: Sirogane Leather Works über Etsy (hier habe ich schon einmal darüber geschrieben)
Retro_Bag_Pattydoo_28
Und jetzt zum spannenden Teil: Ich darf ein Exemplar von Pattydoos Buch „Lieblingstaschen selber nähen“ verlosen! Wer hat es noch nicht, würde aber gern?

Jeder Kommentar unter diesem Blogpost nimmt automatisch an der Verlosung teil. Wer „Das mach ich nachts“ per Bloglovin, Feedly, als E-Mail-Abonnent, per Instagram oder Facebook folgt vervielfacht seine Gewinnchancen. Bitte gebt im Kommentar an auf welchem Weg Ihr meinem Blog folgt. Jeder Weg wird als einzelne Gewinnchance gezählt.

____ Verlosung beendet___________________________________________________

Wie immer entscheidet Mr. Random über den Gewinner. Die Verlosung endet am Sonntag, den 20.03.2016 und wird danach hier im Blog bekannt gegeben.

EDIT: Vielen Dank für Eure rege Teilnahme! Die Gewinnerin steht nun fest und heißt Renate W. Herzlichen Glückwunsch, Renate! Ich habe Dir bereits eine Email geschrieben!

Jetzt bleibt mir nur noch, Euch die Pattydoo-Blogtour mit vielen tollen Blogs und Taschen ans Herz zu legen. Im Anschluss an die Blogtour wird es bei Pattydoo eine große Linkparty mit tollen Gewinnen geben. Dort könnt Ihr dann Euren genähten Taschenliebling zeigen.
pattydoo_taschenlieblinge_blogtour_neu-620x620
Ich habe noch eine weitere Tasche aus dem „Taschenlieblinge“-Buch genäht. Die zeige ich Euch dann im Laufe der Woche.

Habt einen schönen Sonntag! Morgen geht es dann bei der Blogtour bei Steffi von tausendbunt mit der Blogtour weiter. Da bin ich schon sehr gespannt!

Viele Grüße
Barbara

||||| 86 I Like It! |||||
02/16/16
Oh Pinwheels Quilt Noteworthy Sweetwater3

“Oh Pinwheels” oder besser: “Oh Mist!”

Oh Pinwheels Quilt Noteworthy Sweetwater4
Meine geschätzte Leserschaft deckt, soweit ich das aus Kommentaren, Email und aus persönlichem Kontakt weiß, ein weites Feld ab. Einige von Euch sind richtig gute, erfahrene Näher und Patchworker, andere haben gerade erst Feuer gefangen und stehen noch mit einem Haufen Fragen ganz am Anfang.
Quilt Noteworthy Sweetwater7
Dieser Post heute dient der ersten Gruppe eher zum Unterhaltung, ich hoffe aber, dass ich all denjenigen, die sich gerade an die ersten Patchworkdecken wagen, kostbare Hilfestellung leisten kann.
Quilt Noteworthy Sweetwater6
Ein paar Dinge, die beim Patchworken sehr wichtig sind, lernt man wie so oft im Leben nur durch Fehler. Oder man lässt andere die Fehler machen und lernt daraus. An sich meine bevorzugte Variante aber den heute beschriebenen Fehler habe ich höchst selbst begangen und für mein Nähleben daraus gelernt.

Vor rund 3 Jahren, mitten in meiner Nestbautrieb-Phase (sprich: Schwangerschaft mit Charlotte) habe ich beschlossen, alles Textile im Kinderzimmer selbst zu nähen und habe das auch getan. Weitestgehend aus der Stoffserie “Noteworthy” von Sweetwater, die damals gerade im “Stoffsalat” eingetrudelt ist.
Lampenschirm Noteworthy-2 Gardine Noteworthy Sweetwater2
Eine Decke für das Tagesbett bzw. unser Lesesofa sollte auch dabei sein und als im Moda-Bake-Shop, dem Schnittmuster-Blog des großen Patchworkstoff-Produzenten Moda, diese kostenlose Anleitung erschienen ist, war es um mich geschehen. “Oh Pinwheels” heißt der Schnitt und war als eher einfach klassifiziert. Die Decke sollte es also werden.
Quilt Noteworthy Sweetwater5
Also los, Stoffe kaufen (die einfachste Übung, wird bei mir immer umgehend und gerne erledigt) und zuschneiden. Und da erhielt meine Euphorie und mein Tatendrang einen ersten Dämpfer. Bis dahin hatte ich nur die Basisversion von Patchworkdecke genäht: Das simple Aneinandernähen von Quadraten. Eine Decke nach einer richtigen, für mich komplexen, Anleitung war mir neu. Es ging gleich damit los, dass ich den Zuschnittplan überhaupt nicht verstanden habe.

Das angloamerikanische Maß ist uns Europäern ja erst einmal fremd. Alle Maßangaben sind nicht in cm sondern in Inch und gerne auch in Brüchen dargestellt. Schon mit den ersten englischsprachigen Schnittmustern habe ich mir deshalb ein zweites Lineal mit Inch-Angaben zugelegt und rechne nichts mehr um. Wenn ich in Inch nähe, bleibe ich auch im Inch-System. Das hat sich seitdem sehr bewährt, ist wesentlich einfacher und weniger fehleranfällig. Wer das einmal ausprobieren möchte und nicht gleich in ein teures Quiltlineal investieren möchte, dem kann ich dieses Rollhandmaß von Prym empfehlen. 300 cm lang, auf einer Seite mit cm-Angabe, auf der anderen Inch.
Ecke Pinwheels Quilt
In besagter Anleitung stand nun (ich zitiere):
Cutting

  1. Choose 25 strips from your Noteworthy Jelly Roll.
    From 9 strips, cut:

    • 2 – 2.5″ x 8.5″ strips
    • 2 – 2.5″ x 4.5″ strips

    From 8 strips, cut:

    • 1 – 2.5″ x 13.5″ strips
    • 8 – 2.5″ squares

    From 8 strips, cut:

    • 1 – 2.5″ x 10.5″ strips
    • 8 – 2.5″ square
  2. For background, sashing and inner borders, cut:
    • 21 – 4.5″ x 8.5″ rectangles
    • 16 – 2.5″ x 4.5″ rectangles
    • 116 – 2.5″ squares
    • 8 – 4.5″ squares
    • 9 – 2.5″ x WOF strips, subcut into:
      • 6 – 2.5″ x 40.5″ strips
      • 2 – 2.5″ x 52.5″ strips
    • For binding, cut 7 – 2.5″ x WOF (width of fabric) strips

Damals dachte ich nur: Bitte was??? Und deshalb hier eine kleine Erläuterung für all diejenigen, die mit diesem System und der üblichen Darstellungsweise in amerikanischen Quiltanleitungen nicht vertraut sind:

Hier steht:

1. Suche Dir 25 Streifen aus der Jelly Roll aus (enthält üblicherweise rund 4o Streifen insgesamt). Aus neun dieser Streifen schneidest Du:

–  je zwei Teile mit den Maßen 2.5 Inch (in Anleitungen nur ” für Inch) x 8.5 Inch
– je zwei Teile mit den Maßen 2.5 x 4.5 Inch

Weitere 8 Streifen werden wie folgt zerschnitten:

– je 1 Stück mit den Maßen 2.5 x 13.5 Inch
– aus den Resten jedes Streifens  je 8 Quadrate mit den Maßen 2.5 x 2.5 Inch zuschneiden

Wieder 8 der Jelly Roll Streifen werden zerschnitten in

– Je ein Streifen mit den Maßen 2.5 x 10.5 Inch
– aus den Resten jeweils 8 Quadrate mit den Maßen 2.5 x 2.5 Inch.

Der Hintergrundstoff wird wie folgt zugeschnitten:

…jetzt ist das Prinzip klar, oder?

Nachdem ich das irgendwann verstanden, alles zugeschnitten und gemäß der Anleitung die Blöcke genäht hatte, habe ich den entscheidenden Fehler gemacht, der dazu geführt hat, dass ich die halbfertige Decke für 2 1/2 Jahre in die Ecke geworfen und mich furchtbar über sie oder vielmehr über mich geärgert habe: Das kleine Sätzchen “Trim your Blocks” habe ich ignoriert. Auf deutsch heißt das: Den fertigen Block am Ende Korrektur schneiden.
Rückseite Quilt Noteworthy Sweetwater
Jaaaa, ihr habt richtig gelesen: Diese Decke war für über 2 Jahre ein UFO (sprich, ein “unfertiges Objekt”) in meinem Nähzimmer. Und als ich mit Grete im letzten Sommer für eine Woche nach Holland zum exessiven Nähen gefahren bin, habe ich alle meine UFO’s mitgenommen um sie endlich fertig zu nähen.
Quilt wieder auseinanderne
Als ich Grete kurz geschildert habe, wie lange und warum dies halbfertige Decke in der Ecke lag (ich musste alles wieder auseinandernehmen, schneiden und neu zusammensetzen – eine sau-blöde und langwierige Arbeit), war ihre Antwort ein herzliches Lachen und ein “Aber, Schätzchen: Das weiß man doch!”.
Oh Pinwheels Quilt Noteworthy Sweetwater
Jaaaa, heute weiß ich das, aber das ist doch kein Wissen, dass einem mit der Muttermilch mitgegeben wird! Da nimmt einen doch keiner am Schulhof zur Seite, schaut verschwörerisch von links und rechts und erklärt einem dann frei heraus in ein paar knappen, dahingemurmelten Sätzen, was beim Patchworken unerlässlich ist! Nix tun die am Schulhof, gar nix! Und noch nicht Mal Arte hat sich bisher zu einem Themenabend hinreißen lassen. Woher soll man das also bitte ganz selbstverständlich wissen???

Sonderlich logisch ist es jedenfalls nicht, dass man mit einem Patchworklineal maximal akkurat zugeschnittenen und nachweißlich gerade genähten Stoffstücke noch einmal Korrektur schneiden muss. Man sollte meinen, dass jetzt immer noch alles gerade ist. Das ist aber mitnichten so. Heute weiß ich das. Gerade durch das anschließende (und unerlässliche!) Bügeln der Nähte ergeben sich zwar keine Zentimeter, aber immerhin Verschiebungen in Millimeterbereich. Und wenn eine Decke nicht nur aus einfachen, großen Quadraten besteht, wo eine solche Differenz sicher wenig auffällt, dann ergibt die Summe vieler kleiner Teile mit vielen Millimetern Längen- und Höhenunterschied unschöne Übergänge und so gar nichts will mehr so richtig zusammenpassen.
Binding Quilt2
Quilts mit richtigen Mustern werden deshalb in Blöcken genäht und als Schritt in der Anleitung steht als letztes “Trim”. Und damit ist das Korrekturschneiden des Blocks auf ein einheitliches Maß gemeint. Und ich kann nur empfehlen diesen Schritt nicht und niemals leichtfertig zu überspringen. Diese Ungenauigkeiten kann man im Nachgang mit nichts mehr retten.
Ecken Pinwheels Noteworthy Sweetwater Dank der Auftrenn und-neu zusammensetz-Aktion passt der Rahmen rundherum farblich nicht mehr. Ein blauer Randblock unter einem blauen Quiltblock ist nun wirklich nicht optimal, aber es hilft ja nix, die Decke sollte endlich fertig werden.

Oh Pinwheels Quilt Noteworthy Sweetwater4

Ein bisschen habe ich doch geschlampt und darauf verzichtet, die vielen Windräder wieder auseinanderzubauen. Damit passt das Muster nicht hundertprozentig aber dafür haben wir jetzt endlich eine Decke. Gedacht für die vielen Nächte in denen ein kleines Mädchen Durst, Bauchweh oder einfach nur keine Lust auf Durchschlafen hat und die Mutter beim in-den-Schlaf-schuckeln nicht erfrieren will.

Dafür kam sie jetzt leider, dank meiner unschönen Angewohnheit meinen UFO’s erst einmal eine angemessen lange Zeit böse zu sein, ein wenig zu spät. Aber jetzt werden mit der Decke Höhlen gebaut, Umhänge gebastelt, Puppen zugedeckt und beide Mädels darunter gekuschelt während wir allabendliche Bilderbücher anschauen.
Bücherecke
Die finalen Maße der Decke sind übrigens 140 x 165cm. Das Binding habe ich auf der Rückseite mit der Hand angenäht. Das sieht einfach schöner aus und ist eine wirklich entspannende Tätigkeit vor dem Fernseher oder auf langen Autofahrten.

Die Kissen dazu sind schon seit Jahren fertig. Über das Cathedral Window-Kissen habe ich hier schon mal geschrieben.
Cathedral Window Pillow Noteworthy Detail Cathedral Window Kissen
Dank der sehr langen Fertigstellungszeit kann ich Euch leider keine Bezugsquelle mehr für den Stoff nennen.  Was ich noch sagen kann, ist, dass der cremefarbende Kombistoff auf der Vor-und Rückseite Moda Bella Solid Porcelain ist und die passende Garnfarbe fürs Quilten Aurifil #2026.

Mein bevorzugtes Batting, also die Volumeneinlage, ist ein reines Wollvlies ohne Synthetik. Ich mag dieses Vlies für Decken am liebsten, weil es dank der 100% Wolle schön warm ist. Ich finde wärmer als Polyesterwolle obwohl es viel dünner ist. Außerdem ist das Vlies sehr flach und lässt sich damit sehr gut quilten. Dieses Vlies gibt es in einer Breite von 2,40 oder  3,00 Meter und wird im gewünschten Maß von der Rolle geschnitten. Für das Quilten ist es wichtig, dass der Rückseitenstoff und das Vlies ca. 10cm breiter sind als die Vorderseite. Am Ende wird dann Korrektur geschnitten.
Quilt gefaltet
Apropos quilten. Schwieriges Thema. Bei dieser Decke wollte ich alles richtig machen, habe mir extra parallel Gretes Makerist-Lehrvideo zum Quilten-lernen angeschaut um dann ganze vier Mal meine Handschuhe mit anzunähen.
Binding Quilt
Das Mäander-Muster ist zwar insofern geglückt, wenn man dabei bedenkt, dass die einzige Regeln lauten:

1. Baue keine Ecken ein
2. Verteile die Kurven gleichmäßig auf der Decke
3. Achte darauf, dass Du nicht in der Größe variierst (zum Beispiel zum Ende hin immer kleiner werdend)
4. Nähe von Anfang bis Ende durch. Kein sichtbarer Anfang und kein Ende.

Quilting Noteworthy Quilt
Soweit habe ich es auch diesmal geschafft. Aber wenn ich auf diese Decke schaue, dann ist sie für mich eine Hommage an die männlichen Geschlechtsteile. Ich fürchte, ich bin talentfrei.

Sei’s drum. Wie immer im Leben: Alles ist schwer, bevor es einfach wird. Irgendwann lerne sogar ich das noch. Hoffe ich.

Kommt gut durch die Woche!
Liebe Grüße

Barbara

P:S: Huch, so gerade eben noch Dienstag! Also auf zum Creadienstag!

||||| 37 I Like It! |||||