Eine Bernina B330 für meine Freundin Anna

Bernina B330_Bedienung
Ein paar Sätze vorab: Ich habe eine klare Haltung zum Thema Blog-Sponsoring. Hier in meinem Blog schreibe ich ausschließlich über Dinge, die ich zuerst persönlich getestet, in aller Regel mit meinem eigenen Geld bezahlt und für gut befunden habe. Meine Meinung zu einem Produkt ist nicht käuflich. Ich finde es völlig okay wenn andere es anders handhaben, sogar hauptberuflich bloggen und mit ihrem Blog auch Geld verdienen solange Posts in denen im Auftrag für ein Produkt geworben wird, als solche gekennzeichnet sind.

Für mich aber ist mein Blog ein Hobby. Hier schreibe ich vorrangig übers Nähen und über die Dinge, die ich selbst gut finde. Über Nähtechniken, Schnittmuster, Stoffgeschäfte und Produkte, die ich meinen besten Freundinnen empfehlen würde. Ich selbst habe viel von anderen Bloggern gelernt und sie haben mir mit ihren Tipps so soviel mühsames und teures Rumtesten erspart, dass ich die Dinge, mit denen ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe, auch gerne empfehle. Zu Eurem Nutzen und nicht vorrangig zu meinem eigenen.
Bernina B330_Bedienfeld
Glücklicherweise haben einige Freundinnen von mir in den letzten Jahren mit dem Nähen angefangen. Das muss ansteckend sein und gemeinsame Nähstunden oder -Urlaube sind was Herrliches! Das Thema “Wie finde ich die passende Nähmaschine?” begleitet mich also nicht nur hier im Blog. Die Nähmaschinen-Frage ist eine sehr häufig gestellte und mein Post dazu ist bis heute einer der meist gelesenen hier.

Meine Freundin Anna hat glaube ich eine recht gängige Nähmaschinenlaufbahn hinter sich. Angefangen hat sie auf einem alten Möhrchen, dass sie von irgendwo geschenkt bekommen hat. Weiter ging es dann mit einer geliehenen, besseren Maschine, die eine Freundin eine Weile entbehren konnte. Und als das Nähfieber sie vollends gepackt hat war der Wunsch nach einer eigenen Maschine da, die den Ansprüchen an ein gutes Nähergebnis genügt.
Bernina B330_Bedienung2
Ich bekomme so viele liebe Komplimente von Euch für meine Nähergebnisse. So oft ist da von “so ordentlich”, “genau” oder “akkurat” die Rede. Und ich freue mich immer sehr darüber.  Ich habe in der Tat einen hohen Anspruch an meine Nähergebnisse. Ich möchte das man sie, die Qualität betreffend, möglichst nicht von einem gekauften Teil unterscheiden kann.
Bernina B330_gemeinsames Nähen
Einen ganz wesentlichen Anteil daran, dass mir das manchmal gelingt, hat die Qualität meiner Nähmaschine. Wir alle nähen meistens nicht mit der Hand sondern mit einer Maschine und so frustrierend das für alle ist, die mit einer suboptimalen Nähmaschine (vorerst) klarkommen müssen: Wo immer man mit technischem Gerät arbeitet hat die jeweilige Maschine gewaltigen Einfluss auf das Ergebnis. Denn ob auch mehrere Lagen noch sauber aufeinander vernäht werden, ein Knopfloch richtig gut aussieht und das Stichbild sauber ist, das kann ich als Näher, egal wie viel Mühe ich mir gebe, nur teilweise beeinflussen. Deshalb würde ich immer wieder empfehlen lieber ein bisschen länger zu sparen und dann eine Maschine zu kaufen, die Jahre und Jahrzehnte in toller Qualität näht.
Bernina B330
Also habe ich Anna eine Bernina empfohlen. Und gemeinsam haben wir an einem Nähnachmittag ihre Bernina B330 in Funktion genommen. Wie aufregend! Wir haben Kinderröcke genäht und uns fröhlich durch die Funktionen getestet. Und da das Thema Nähmaschinen-Auswahl Euch scheinbar auch interessiert schreibe ich Euch kurz, was mir an der Maschine besonders gut gefällt.
Bernina B330_Anschiebetisch
Ganz vorneweg: Die Nähergebnisse sind außerordentlich gut. Ein sehr ordentliches Stichbild und auch bei mehreren Lagen Stoff hat die Maschine keine Probleme. Für mich ist das der wichtigste Punkt bei der Nähmaschinenauswahl. Und da ich mich bei meiner Empfehlung für Anna auch auf die Aussage von Frau Neuhierl, meiner Lieblings-Nähmaschinen-Fachkraft vom Nähpark Diermeier, verlassen habe, war ich an dem Punkt schon mal sehr beruhigt.
Bernina B330_CB Greifer
Im Gegensatz zu vielen anderen Maschinen wird bei dieser Bernina genau wie bei meiner Bernina B780 die Spule von vorne eingesetzt und nicht von oben. Das sog. CB-Greifer-System, das den Einsatz von vorne notwendig macht, führt zu dem so sauberen Stichbild das die Bernina-Maschinen auszeichnet.
Bernina B330_Display
Das Display ist übersichtlich und die Nutzung der Maschine komplett intuitiv. Ich mochte auch bei meinen beiden bisherigen Maschinen die Verstellmöglichkeit der Nähnadel nach links und rechts in mehreren Schritten. Das nutze ich im Grunde jeden Tag. Das bietet auch die B330.

Ich mag die schwere Qualität der Maschine, den großen Anschiebetisch und den Platz rechts der Nadel. Damit ist die Nähmaschine für alles geeignet, was ich gerne nähe. Bekleidung, Taschen aber eben auch Patchworkdecken.
Bernina B330_Fadenabschneider
Dazu angenehme Extras wie das LED-Licht, den Fadenabschneider und den Einfädler. Auch wenn er leider immer noch nicht so schön einfach zu bedienen ist wie der von Brother. Dem trauere ich immer noch ein bisschen nach.
Bernina B330_zubehör
Ein paar Nähfüsse sind von Haus aus dabei. Apropos Nähfüsse: Nicht zuletzt die riesige Nähfusssortiment wird mich für ewig und immer an Bernina binden. Was man damit nicht alles anstellen kann! Ich habe Anna meine Favoriten ausgeliehen und auch sie war sofort angetan. Das hat mich dazu inspiriert hier auf dem Blog eine kleine Serie zum Thema Nähfüsse zu starten. Ich werde Euch meine fünf Lieblings-Nähfüsse und die Einsatzmöglichkeiten vorstellen. Ich hoffe auch das ist was für Euch.
Bernina B330_Sondernähfuss
Viele Grüße
Barbara

15 thoughts on “Eine Bernina B330 für meine Freundin Anna

  1. 1
    Petra says:

    Liebe Barbara,
    ich bin vor einiger Zeit zufällig über Deinen tollen Blog “gestolpert” und möchte mich hier einmal einfach nur bei Dir bedanken: für die Texte und super Fotos, von denen auch ich als mittlerweile nicht mehr ganz unerfahrene Näherin immer wieder neue Anregungen bekomme. Leider gibt es in meiner Nähe weit und breit keine andere mit diesem Hobby. Übrigens: zu Deiner im letzten Post ausgedrückten Haltung zu Werbung beim bloggen kann ich nur zustimmen.
    Ich freue mich weiter über Deine Beiträge, aus denen immer Deine Nähbegeisterung hervorstrahlt. Danke!
    Petra

  2. 2
    Judith says:

    Liebe Barbara,

    mit diesem Post kommst du mir gerade recht. Ich bin mit meiner Brother was grundsätzlich zufrieden doch das Probenähen auf einer B330 auf der Nadelwelt in Karlsruhe war schon ganz eindeutig was anderes und so wird wohl im kommenden Jahr so ein Bernina- Schätzchen einziehen. Da freue ich mich sehr in den kommenden Wochen bei dir mehr über die tolle Nähfußchenauswahl zu lesen.

    Liebe Grüße

    Judith

  3. 3
    SaSa says:

    Danke für Deine informativen Posts! Ich habe auch eine ältere Bernina und bin sehr zufrieden damit. Ich nutze auch sehr gerne die Füße und bin sehr auf Deine Vorstellung gespannt. Liebe Grüße, SaSa

  4. 4
    Heike says:

    Liebe Barbara,
    als langer stiller Mitleser Deines Blog kann ich Dir zu Bernina nur recht geben! Sie ist auch mein Favorit! Und dies seid nun 30 Jahren, erst auf einer geerbten, dann gebrauchten und jetzt mit meiner 580 und Stickteil.
    Es macht einfach Spass damit zu nähen.
    Es macht auch immer Freude was neues auf Deinem Blog zu lesen! Mach bitte weiter so!
    Viele Grüße aus Bayern und somit nur 1 Std Fahrzeit weg vom Nähpark 😉 – ok, Du bist dafür näher beim Stoffsalat
    Heike

  5. 5

    Liebe Barbara, ich schaue mich gerade nach einer neuen, besseren Nähmaschine für mich um und dein Post kommt da wie gerufen! Vielen Dank dafür. Liebe Grüße, Alex

  6. 6
    bine says:

    Danke. Der Beitrag spricht mir aus der Seele =)

  7. 7
    Claudia says:

    Ohhh Barbara, das ist fantastisch! Ich bin schon ganz gespannt auf die Vorstellung Deiner Top 5 Nähfüße und werde sicher wieder einiges von Dir lernen! Das ist wirklich ein heiß geliebtes Thema!
    Danke auch für den tollen und absolut nachvollziehbaren Einstieg in diesen Post.
    Bitte, bitte, mach einfach weiter so.
    Liebe Grüße, Claudia

  8. 8
    Angela says:

    Liebe Barbara,

    durch Dich und Grete bin ich auf meine Bernina 750 gekommen (auch wenn Ihr das nächst höhere Modell habt) und lliebe sie nun nach anfänglichem Eingewöhnen (hatte davor eine Bernina Aurora und hing sehr an ihr). Und ich muss Dir recht geben: Man kann nicht besser nähen als es die Maschine hergibt.

    Das Thema Nähfüßchen würde mich brennend interessieren. Ich finde, da wird von Bernina viel zu wenig drüber geschrieben, was man mit einem speziellen Nähfuß alles anstellen kann. Deine Lieblingsnähfüße kennenzulernen wird mir eine riesige Freude sein!

    Danke für Deine Inspirationen und Deine Zeit, die Du dafür entbehrst.

    Liebe Grüße,
    Angela

  9. 9

    Wow die Maschine klingt ja super :). Ich nähe auch mit einer Bernina, aber einem etwas älteren Modell Activa 125. Sie scheint aber etwa das gleiche zu können wie die B330, nur ist sie etwas weniger stabil (so sieht es jedenfalls auf den Bildern aus). Die B330 könnte durchaus meine Nachfolgemaschine werden, denn mehr als meine muss sie eigentlich nicht können. Sie dürfte etwas ruhiger und gleichmässiger laufen, aber ansonsten bin ich sehr zufrieden und sie macht alles mit.
    Anna wünsche ich viel Freude mit ihrem Nähmaschinenschätzchen und viele schöne Nähergebnisse.

  10. 10

    Mir geht es genauso! Wie oft jammern viele Näher/innen…eine gute Maschinen e ist eben Gold wert. Es gab auch schon mal Probleme -da wurde mir aber geholfen.
    Ich nähe und sticke mit der B780….u d eben gerade die grosse Nähfuss -Auswahl begeistert mich sehr!

  11. 11
    Marlies says:

    Ein Bravo für die Bernina, ich bin in der Nähe wohnhaft von Bernina die in Steckborn beheimatet ist. Es freut mich sehr, dass es noch ein Schweizer Produkt gibt, das über all die Jahre einen festen Stand im Nähen hat. Viele Firmen wurden ins Ausland verkauft, nicht Bernina. Ich besitze ein 1260er nicht mehr das neueste Modell doch bis jetzt genügte sie mir. Meine Tochter hat noch die von meiner Mutter und die läuft immer noch sehr gut. Ich blinzle jetzt so für etwas zum sticken, frage mich allerdings ob ich das wirklich brauche. Am besten ich setze mich nicht an dieses Teil wo ihr beide liebe Barbara ausprobiert habt. Sonst gefällt mir meine wohl nicht mehr! 😡
    Wieder einmal ein grosses Kompliment an dich Barbara wie du dein Wissen weiter gibst. Schön, dass es dich gibt. Liebe Grüsse Marlies

  12. 12

    Ich kann dir voll zustimmen, ich sage auch meinen Kundinnen, wenn ihr beim Nähen bleiben wollt, spart auf ein teureres Modell es zahlt sich aus und ich denke je länger man näht desto höher werden auch die Ansprüche…
    Ich bin mit Bernina aufgewachsen und bin absolut zufrieden…für mich ist es auch noch wichtig, dass ich ein Geschäft in der Nähe habe, wo ich die Maschine schnell vorbeibringen kann…
    liebe Grüsse
    Angy

  13. 13
    *nane says:

    sehr interessant……ich nähe zwar unheimlich gerne mit meiner “alten” Pfaffi 360, die wirklich auch ein tolles Ergebnis zaubert und überaus zuverlässig ist, trotzdem interessiere ich mich natürlich auch für neuere Modelle, den die können einfach mehr und vielleicht gibt es dann hier mal noch ein weiteres Modell was mich beglückt 🙂

    Deine Blogposts sind wirklich immer sehr informativ und alles ist genau beschrieben. Ebenso die Fotos !
    Ich lese sehr gerne bei Dir, auch wenn ich nicht immer die Zeit finde zu kommentieren.
    Vielen Dank, dass Du uns an Deinen Erfahrungen und Deinem Wissen teilhaben lässt !

    Liebe Grüße
    Nane

  14. 14
    Andrea says:

    Ein wirklich informativer Blogpost, den du da geschrieben hast und ich kann dir nur beipflichten, die Bernina 330 ist eine wirklich tolle Nähmaschine!
    Wenn ich nach einem Tipp zum Kauf einer Nähmaschine gefragt werde, dann sage ich immer, das die Maschine robust und gut bedienbar sein sollte. Man sollte zu einem Händler gehen, der möglichst viel verschiedene Hersteller im Sortiment hat und alles verfügbare (im gesteckten Preisrahmen) ausprobiern und sich vom Händler erklären lassen. Außerdem sollte man sich vorher überlegen, was die Maschine alles können sollte – nur nähen? oder auch 200 Zierstiche? und vielleicht auch noch ein Stickmodul? Nicht jede Nähmaschine / Hersteller passt zu einem, das kann man nur durch selber ausprobierne herausbekommen.
    Aber wenn ich direkt nach einer Meinung / Ratschlag für den Kauf gefragt werde, dann nenne ich die Bernina 330. Sie ist ein Modell, das alle wesentlichen und wichtigen Elemente einer Nähmaschine beinhaltet – und sie ist robust und man hat die nächsten vielen Jahre seine Freude dran 🙂

  15. 15
    NadelEule says:

    Liebe Barbara,
    irgendwie kommentiere ich im Moment nur deine “älteren” Posts *grins*. Vielleicht, weil ich in den letzten Wochen/Monaten selbst nur wenig Zeit zum Lesen und Schreiben hatte.

    Da das Thema “Maschinenwechsel” bei mir tatsächlich immer akuter wird – Emma macht mich eben doch nur noch in Teilen glücklich), lese ich deine Beiträge zu dem Thema und die Seite vom Nähpark in fröhlichem Wechsel.
    Im Rennen waren in letzter Zeit immer unangefochten die Berninas (irgendwo zwischen 330 und 530) – seit Neuestem drängelt sich noch die Janome MC 8200 dazwischen. (Siehe deine Empfehlung vom Nähpark…)
    Ich bin sehr verwirrt, aber wenn ich deine Beiträge nicht hätte, wäre ich noch verwirrter!
    Eigentlich will ich doch nur möglichst lange möglichst ansprechend nähen 🙂

    Liebe Grüße, Yvi

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