02/17/17

Zen Chic Inspired Blog Hop – eine Buchvorstellung


In den letzten Jahren habe ich immer häufiger Quilts genäht – große und kleine und das mit zunehmender Freude. Mir macht es einfach wahnsinnig viel Spaß mich da kreativ ausleben. Allgemein gilt Patchworken und Quilten aber als ein ganz schön altbackenes Hobby. Dabei ist die Gruppe der Frauen und Männer beachtlich groß geworden, die sich für dieses Thema begeistern können, es aber moderner umsetzen. Wie immer in der Stoffwelt ging die Entwicklung Richtung moderner Stoffserien vor mehreren Jahren in den USA los, dem Mutterland des Quiltens.

Und die Stoffindustrie hat sich inzwischen bestens auf die modernen Quilter eingestellt und füttert uns Monat für Monat mit mehr Stoffserien und neuen Schnitten, als man überhaupt kaufen, geschweige denn vernähen kann. Ein sehr komfortabler Zustand wie ich finde.

Eine, die diese Entwicklung maßgeblich prägte, ist Brigitte Heitland. Die einzige deutsche Stoffdesignerin, die bisher mit ihrem Label “Zen Chic” den internationalen Durchbruch geschafft hat. Ihre inzwischen 14 Stoffkollektionen für das große Stoffhaus “Moda” stehen für den modernen Stil und sind echte Kassenschlager.

Ich habe Brigitte bisher drei Mal treffen dürfen. Während beider Besuche auf dem Quiltmarket in Houston/Texas (von dort stammen auch die oberen Fotos. Im Herbst 2015 hat sie dort ihre Serie “Flow” und passende Schnittmuster vorgestellt) und einmal in den Niederlanden bei einem Workshop. Und ich bin nicht nur ein großer Fan ihrer Designs, sondern vielleicht noch ein bisschen mehr von der Person dahinter.

Hier ist das Wort “Stoffdesigner” gut aufgehoben. Jede Kollektion ist anders aber immer auf den Punkt. Da steckt schon viel Können in jedem Entwurf. Hier habe ich bereits vor Jahren über Brigitte einen Blogbeitrag geschrieben.

Zum Glück hat Brigitte neben Stoff auch immer Schnittmuster entworfen damit der moderne Quilter auch mit passenden Umsetzungsideen versorgt ist. Auch hier: So ganz anders als alle anderen. Und so schön. Decken, die in ein modernes Zuhause passen. Alle Schnittmuster gibt es als pdf in Ihrem Webshop.

Und endlich gibt es ein Buch dazu: “Zen Chic inspired – A Guide to modern Quilt Design” – ein Quiltbuch der ganz anderen Art. Eines, dass eine Lücke schließt, die trotz der vielen Bücher und Bildbände auf dem Markt ganz klar da war: Ein Buch nämlich mit wertvoller Hilfestellung, wie jeder ein stimmiges Design für seinen eigenen Wohnstil finden kann.

Ich hab das Thema für mich noch nicht so gut im Griff. Wir leben in einem modernen und hellen Zuhause. Ruhige Farben, Holz und viel Licht. Ich will es nicht anders haben. So fühlt es sich für mich richtig an.

Gleichzeitig aber ziehen mich so viele verschiedene Stoffe an und ich nähe etwas daraus. Damit sind die entstandenen Decken vielleicht in sich stimmig, aber für unser Wohn- oder Schlafzimmer sind sie nichts. Sie passen einfach nicht dazu. Deshalb steht auf meiner To-Do-Liste für dieses Jahr noch eine Decke, die sich einfügt, zurücknimmt und damit dauerhaft ein Bleiberecht auf unserer Couch hat.

Dem Buch  “Zen Chic Inspired” merkt man ganz deutlich an, dass hier jemand schreibt, der sich mit Textildesign auskennt. Im ausführlichen ersten Teil geht es darum zu erkennen, welchen Stil und welche Farben einen Raum prägen. Eine kleine Schulung in Sachen Wohnraumgestaltung. Als Erstes gilt es die Farben auszumachen, die in dem Raum zu finden sind um sie (ggf. in Teilen) im eigenen Entwurf wieder aufzunehmen.

Eine riesen Hilfe ist dabei ein sog. “Palette Builder”. Das ist ein Tool, das ein Foto in seine Farbbestandteile zerlegt. So etwas gibt es zum Beispiel auf der Internetseite von Moda. Dort lädt man kostenlos sein Foto des entsprechenden Zimmers hoch und erhält eine Übersicht, welche Farben aus der Moda-Uniserie zu den gefundenen Farben im Bild passen.

Das musste ich natürlich gleich mal mit einem Fotoausschnitt aus unserem Wohnzimmer ausprobieren und das ist das Ergebnis:

Ja, ganz gut getroffen denke ich. Das sind unsere Wohnzimmerfarben.

Die passenden Unis werden sofort zugeordnet. Je nach Bildausschnitt werden die Farben leicht unterschiedlich ausgeworfen, aber dieses Tool hilft ungemein die vorhandenen Farben zu erkennen, oder?

Im zweiten Teil des Buches werden einer Wohnsituation Designvorschläge zugeordnet. So lässt sich gut erkennen welches Quilt-Design einen Wohnstil unterstützt. Hier ein Beispiel aus dem Buch:

Die Nähanleitungen der 12 vorgestellten Entwürfe sind natürlich ebenfalls im Buch enthalten.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sowohl das Moda-Internettool, aber vor allem Brigittes Buch auch Euch eine große Hilfe sein kann ein bißchen genauer zu erforschen, welcher Stil und welche Farben in Euer zu Hause passen. Mir hat es jedenfalls wahnsinnig Spaß gemacht, Quilts mal aus einer ganz anderen Richtung zu planen.

Das Buch “Zen Chic Inspired” durfte ich Euch im Rahmen des Blog-Hops vorstellen. Es wurde mit vom Martingale-Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Wer jetzt Interesse an dem Thema gefunden hat ist herzlich eingeladen, sich bei meinen Mitstreiterinnen, die bereits darüber geschrieben haben, umzuschauen:

15. Februar —> Julia of fine fabric
18. Februar —> Grete von Stoffsalat

19. Februar —> Brigitte, Zen Chic

Das Buch führt mittlerweile in den USA die Amazon-Bestsellerliste für diesen Themenbereich an (völlig zurecht natürlich) und kann in Deutschland vorbestellt werden. Es erscheint in englischer Sprache. Von mir eine klare Kaufempfehlung. Mir gefällt das Buch und vor allem die Idee dahinter wahnsinnig gut! Alternativ kann das Buch natürlich auch beim Buchhändler vor Ort gekauft werden. Grete von Stoffsalat, die morgen ebenfalls teil der Blogtour sein wird, bietet sogar signierte Bücher in ihrem Laden an.

Spannend fand ich im Übrigen auch, das im Buch so gut wie nur mit Uni-Stoffen gearbeitet wird. Denn mit diesem Thema geht es dann ganz bald hier im Blog weiter. Der Sommer steht an! Jedenfalls, was mein Jahreszeitenprojekt angeht.

Kommt gut ins Wochenende!

Viele Grüße
Barbara

12/20/16

10 Tipps zur Overlock, die mir geholfen haben & Gewinnerin der Overlock

10-tipps-overlockAls ich mich dafür entschieden habe den Dezember der Verlosungen zu starten, war ich voller Vorfreude. Schließlich darf ich die Glücksfee sein und Euch ein paar wirklich tolle Weihnachtsgeschenke machen!

Mir war nicht bewusst, dass es da auch eine Schattenseite gibt. Am Ende dieses Blogposts steht die Gewinnerin der Bernina Overlock L450, gesponsert vom Nähpark, die ich hier verlosen durfte. Mr. Random hat gewählt, aus tausenden Einträgen hier auf dem Blog, auf Facebook und Instagram.

Ich habe in den letzten Tagen alle Einträge und Kommentare gelesen, mit denen Ihr teilgenommen hat. Das war so schön und spannend! Ich danke Euch dafür! Und jetzt gibt es also eine Glückliche und tausende lange Gesichter. Und das bedrückt mich irgendwie schon. Ich bin offensichtlich emotional nicht stabil genug für Verlosungen.

Also habe ich mir überlegt, dass ich all den anderen, die heute ohne Overlock wieder weiterziehen müssen, auch etwas dalassen möchte.

Für das kommende Jahr ist eine Blogreihe geplant, die “10 Tipps, die mir geholfen haben” heißt. Dort findet Ihr dann komprimiert zu den verschiedensten Themen wie “Nähen mit Leder”, “Taschen nähen” oder “Nähen mit Jersey” Tipps, die ich irgendwo aufgeschnappt und für hilfreich befunden habe. Mein Nähen hat sich damit konsequent verbessert.  Diese Tipps möchte ich über das kommende Jahr hinweg mit Euch teilen.

Aus gegebenem Anlass werde ich also schon heute damit starten und zwar mit dem Thema Overlock.

Zwei wesentliche Erkenntnisse habe ich zudem aus Euren vielen Kommentaren zum Blogpost “Wie finde ich die richtige Overlock” mitgenommen:

a) Discountermaschinen sind Geldverschwendung. Hunderte Male habe gelesen, wie unzufrieden Ihr seid und dringend auf eine hochwertigere Maschine umsteigen wollt. Das ist so frustrierend! Das hart verdiente und gesparte Geld in etwas investiert zu haben, was einfach zu keinen guten Ergebnissen führt und dann in der Ecke steht oder mit großem Wertverlust wieder verkauft wird. Das hat mich in meiner Empfehlung bestärkt, lieber noch länger zu warten bis das Wunschmodell zusammengespart ist oder auf ein gebrauchtes Markengerät zu setzen.

b) Viele meiner Leser haben gerade erst mit dem Overlocken angefangen oder tragen sich mit dem Gedanken einzusteigen. Für Euch sollen diese 10 Tipps sein.

1. Stecken: Das Wichtigste zuerst: Keine Stecknadeln in die Nähe der Messer kommen lassen.
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Es wird viel davor gewarnt und ich habe einmal in einem Nähkurs mitbekommen, was passiert, wenn das Messer einer Overlock bei voller Geschwindigkeit auf eine Nadel trifft: Die abgetrennte Nadel ist ein Katapult, dass mit voller Wucht in das Gesicht der darüber gebeugten Näherin geflogen ist. Aua. Das kann im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen. Zudem nimmt in jedem Fall das Messer Schaden. Deshalb: Nie, nie, niemals, nicht: nah an der Kante Stecknadeln platzieren. Es passiert so schnell, dass man eine vergisst oder sie sich unter dem Stoff versteckt.
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Besser: Clover-Clips verwenden oder längst mit deutlichem Abstand zur Kante stecken.

2. Auftrennen: Eine Overlock näht mit 4 Fäden damit die Naht stabil ist. Das macht das Auftrennen einer Naht aber auch gleichzeitig zu einer sehr aufwändigen Prozedur. Es gibt da einen Trick. Wie es geht, siehst Du in diesem You Tube-Video und in diesem.

3. Nähte sichern: Eine Overlock verriegelt eine Naht nicht. Damit hat man am Anfang und Ende einer Naht Fadenschwänze. Wenn man sie abschneidet, ist die Naht nicht gesichert und ribbelt wieder auf. Kein Problem, wenn man mit einer gekreuzten Naht darüber geht, ansonsten muss das Ende zur Sicherung per Hand mit einer (Stopf-)Nadel reingezogen werden. Auch die Fangnadel von Prym vereinfacht das Durchziehen des Fadenschwanzes.  Alternativ kann man den Anfang sichern, in  dem man über den Fadenschwanz näht (wie das geht siehst Du hier).

4. Wellige Nähte: Schnell kommt es beim Overlocken zu welligen Nähten.
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Dieses Problem kann vorrangig mit dem Verstellen des Differenzials behoben werden. Pauschal lässt sich sagen, dass ein höherer Wert Wellen verhindert und ein Minuswert einkräuselt. Oft hilft aber auch schon ein ordentliches Bügeln mit viel Dampf, damit sich die Nähte setzen. Denn auch die Nähte an elastischen Kleidungsstücken sollten vorsichtig gebügelt werden, damit sie sich setzen. Und zwar bevor eine weitere Naht kreuzt.

5. Garn: Eine Overlock arbeitet mit jedem Nähgarn. Meist werden aber diese großen Konen verwendet.
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Auch wenn die Maschinen jede Garnqualität verarbeiten, führen die Knötchen in minderwertigem Garn vom Discounter oder Stoffmarkt zu gerissenen Fäden auf Höhe der Nadeln weil der Knoten nicht durchs Nadelöhr passt. Ärgerlich.
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Lieber wenigstens von den Hauptfarben schwarz, dunkelblau, grau, beige und weiß Markenkonen kaufen.

Zugegeben, ich habe mehr Farben als die oben benannten und auch Stoffmarkt-Konen. Fakt ist aber auch: Ich brauche die restlichen Farben kaum. Meine meist genutzten Farben sind grau, weiß und beige. Sie passen zu fast allem.

Die verschiedenen Spulen werden unterschiedlich stark beansprucht. Die linken beiden verbrauchen viel weniger als die rechten. Deshalb immer wieder mal tauschen, damit sich alle vier Farben gleichmäßig verbrauchen.

Sollte von der passenden Farbe nur die Nähgarnrolle da sein: Damit am besten die linke Nadel füttern. Nur dieser Faden ist beim Dehnen der Naht von außen sichtbar. Aller übrigen Fäden liegen auf der Innenseite des Kleidungsstücks. Da können dann z.B. drei verschiedene Nuancen der selben Farbe gemischt werden.

Wenn zwei verschiedene Farben aufeinandertreffen kann die dritte Spule von links mit der Farbe der Oberseite gefüttert werden. So sieht es von beiden Seiten unauffällig aus.
verschiedene-farben-fadeln verschiedene-farben-fadeln2(Fotos: Petra Neuhierl)

Damit sich die Konen nicht selbst abrollen, hilft ein kleiner Einschnitt mit einem Teppichmesser, am besten am Boden der Kone, um die Enden festzuhalten.

6. Nadeln: Die Maschinen der Marken Brother, Bernina, Janome und Juki arbeiten mit ganz normalen Universalnadeln.
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Die Modelle der Hersteller Pfaff, Babylock, Husquana und Singer benötigen spezielle ELX Nadeln.

In jedem Fall Qualitäts- und Markennadeln verwenden. Bei günstigen Alternativen können die Nadeln in sich oder das Nadelöhr schief sein. Das führt zu Problemen beim Nähen und kann an der Maschine zu Schäden führen.

7. Reinigen: Overlocken macht durch das Abschneiden des Stoffes viel Dreck, auch in der Maschine. Deshalb ist es ganz wichtig sie regelmäßig zu reinigen.
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Der mitgelieferte Pinsel ist dafür nicht wirklich geeignet. Ich verwende einen größeren aus dem Baumarkt. Auch Kosmetikpinsel funktionieren gut.
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Das mitgelieferte Öl mit Hilfe eines Q-Tipps auf alle Teile geben, die sich bewegen, wenn man das Handrad dreht.
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Druckluftsprays sind zum Reinigen keine gute Idee. Sie pusten den feinen Schmutz in das Maschineninnere wo er noch mehr Schaden anrichtet.

Ein feiner Staubsaugeraufsatz ist viel besser geeignet, denn er zieht den Schmutz raus und bläst nichts rein. Alternativ kann ein Baby-Strohhalm aus dem Drogeriemarkt auf den Staubsauger aufgesetzt werden und saugt in Sekunden die Overlock wieder sauber. Wie es funktioniert ist hier erklärt.

8. Musterbuch: Bei einer Overlockmaschine muss die Fadenspanung von 4 Fäden berücksichtigt werden, dazu der Nähfussandruck, die Stichlänge und Stichbreite. Eine gute Übersicht der verschiedenen Stiche gibt es auf dem Bernina Blog.
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Bei jedem Materialwechsel müssen Einstellungen geändert werden. Das ist am Anfang eine kleine Herausforderung. Eine riesen Hilfe ist es, dafür ein Musterbuch anzulegen. Hier notierst Du Dir gemeinsam mit einem eingeklebten Musterstück, welche Einstellungen Du z.B für Jersey (dick und dünn), Frottee, Walkstoff oder einem Rollsaum auf Seide verwendet hast.Auf dieses Musterbuch wirst Du am Anfang sicher oft zurückgreifen, später wahrscheinlich nur noch bei Stoffen, die Du selten verwendest. Grundsätzliche Hilfe beim Einstellen der verschiedenen Fäden bietet Tobi in seinem wunderbar erklärten You Tube Video.

9. Pinzette: Falls bei Deiner Maschine keine gute Pinzette dabei war: Gönn Dir eine. Spitz, lang und scharf.
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Sonst wird das Einfädeln wirklich zur Quälerei.
bernina-overlock-einfadeln Richtig gute Pinzetten gibt es von Bernina. Als Ersatzteil kann man sie auch einzeln bestellen.
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Ich bewahre meine Pinzette immer griffbereit oben an der Maschine auf. Da stört sie nicht und ich habe sie ohne Suchen immer zur Hand.

10. Fadenriss: Wenn ein Faden gerissen ist, reicht oft das wieder einfädeln des gerissenen Fadens nicht aus um das Problem zu beheben. Er reißt direkt wieder. Das passiert, weil die Fäden jetzt nicht richtig verschlingen. Um den Fehler zu beheben am besten die oberen Fäden aus dem Nadelöhr nehmen, die unteren Greiferfäden wieder einfädeln einmal das Handrad drehen und die oberen Fäden wieder in die Nadel fädeln. Und schon läuft es wieder.

Buchempfehlungen zum Thema:
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An sich ist Overlocken total einfach. Solange die Maschine für das Projekt richtig eingestellt ist. Wie man die richtige Einstellung findet und Probleme im Stichbild behebt ist wichtiges Wissen, das so manche Maschine vor dem Wurf aus dem Fenster bewahrt hätte. Aber es gibt ja Fachliteratur:

Overlock, die ersten Stiche von Gaby Seeberg-Wilhelm

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Ist ein Klassiker, der oft gemeinsam mit der Overlock ins Haus kommt. Das war auch bei mir so. Der erste Teil des Buchs ist durchaus hilfreich. Z.B. wird Bild für Bild erklärt, wie eine (Bernina 1150 MDA) Overlock eingefädelt wird.
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Wie praktisch, das ist ja meine Maschine! Der zweite Teil des Buchs befasst sich mit Nähprojekten, die mit der Maschine vertraut machen sollen.

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Der Praxis Ratgeber “Richtig nähen mit Overlock- und Coverlockmaschinen” von Christelle Beneytout und Sandra Guernier ist mein persönlicher Favorit.
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Es ist ein echtes Nachschlagewerk mit vielen Praxistipps und noch dazu eines der wenigen Bücher auf dem Markt, dass sich auch mit der Coverlock beschäftigt.

Über beide Bücher habe ich hier schon einmal ausführlich geschrieben.

Online-Kurse:

Ich habe bisher drei Online-Kurse zu dem Thema belegt:

Zum einen auf deutsch bei Makerist die Kurse
“Grundkurs: Verlockende Overlock” und “Aufbaukurs: Overlock und Coverlock”.

Zum anderen auf Englisch einen Craftsy Kurs namens “Beginner Sergering” von Amy Alan. Er hat mir persönlich besser gefallen, sofern man mit der englischen Sprache gut zurecht kommt.

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Jetzt aber endlich zur Gewinnerin! Mr. Random hat eine Nummer ausgespuckt und es ist….Trommelwirbel….. Ein Kommentar hier aus dem Blog, von Evgenia Trenkle.

Kommentar 634 schrieb:

So viele Ideen! Der Overlock darf dabei einfach nicht fehlen. Ich versuche auch mein Glück 📍
LG an alle

Herzlichen Glückwunsch, Evgenia! Ich freue mich mit Dir! Du bekommst zeitnah eine Email.

Allen anderen schöne und möglichst stressfreie Vorweihnachtstage!
Barbara

P.S. Und auch die Gewinnerin des Fat Quarter Pakets “Wanderlust”, gesponsert von der Eulenmeisterei, darf ich verkünden! Es ist ein Facebook-Kommentar und zwar von Mandy Geierhos. Ich werde Dich über Facebook kontaktieren, Mandy! Herzlichen Glückwunsch!

06/25/16

Happy Birthday, liebe Schwester & ein Giveaway!

Ziemlich genau zur selben Zeit im Frühjahr 2013 kamen meine Schwester Veronika und ich völlig unabhängig von einander auf die Idee einen Blog zu starten. Die Themen unserer Blogs sind allerdings sehr unterschiedlich: Während ich mich voll und ganz dem Nähen verschrieben habe, schlägt ihr Herz für die gesunde und leckere Küche. Wer hier schon länger mitliest kennt ihren Blog  “Carrots for Claire” vielleicht schon, denn ich habe ihn hier und hier bereits vorgestellt.
V und B
Für vieles bewundere ich meine Schwester. Sie steckt voller Talente, Kreativität, Einfühlungsvermögen und hat ein riesengroßes Herz. Für sie stand von Anfang an fest, dass ihr Thema Kochen sie durch ihr weiteres Berufsleben begleiten soll. Und nichts und niemand konnte sie von dieser Idee wieder abbringen. Zum Glück. Zum Glück für sie und zum Glück für uns, die seitdem in den Genuss Ihrer Ideen und großartigen Rezepte gekommen sind.
Gesund Kochen ist Liebe
Ich bewundere sie so sehr für ihre Unerschrockenheit und Hartnäckigkeit, mit der sie ihre Ziele und Ideen in allen Lebensbereichen verfolgt. Ich wünschte, sie könnte nur ein kleines bisschen davon in meine Richtung schicken und in mich einimpfen.
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Copyright ZS Verlag/Irene Neumann

Dabei liegt es doch auf der Hand, dass eine gute Idee, gepaart mit Talent, Begeisterung und Fleiß, am Ende immer belohnt wird. Ich bin so stolz, wie eine große Schwester nur sein kann auf meine Veronika, die seit dem Herbst 2013 so viel erreicht hat.

Da wäre zum Beispiel der gewonnene Food-Blog-Award, mit dem alles begonnen hat. Das ist ein wirklich großer und vielbeachteter Preis, den sie 2014 für das Rezept einer Gemüse-Lasagne bekommen hat (völlig zurecht übrigens, ich liebe diese Lasagne).

Oder der Auftritt in einer Kochsendung. Gebannt saßen wir mit der ganzen Familie vorm Fernseher und schauten ihr beim Schnippeln zu, bis sich meine große Tochter Theresa entgeistert zu mir umdrehte und meine ” Mama, die wollen jetzt Schalotten schneiden!” Ihre kleine Schwester Charlotte war an dieser Stelle ebenfalls etwas irritiert.
Torte
Danach kamen die Verlage in Scharen, um mit ihr ein Kochbuch auf den Markt zu bringen. Und sie hat sehr genau abgewogen, welcher Verlag der beste für ihr Thema und ihre eigenen Vorstellungen von einem guten Kochbuch ist. Im letzten Herbst kam nach langen Monaten der Rezepte-Entwicklung und vielen Tagen und Nächten der Schreiberei gemeinsam mit dem renommierten ZS-Verlag ihr erstes Buch auf den Markt: “Gesund Kochen ist Liebe“.

Man beachte bitte, dass sie auch alle Fotos für das Buch selbst gemacht hat. Kaum zu glauben, oder? Denn auch in diesem Bereich hat sie sich seit Beginn des Bloggens zum Profi entwickelt.

Cover gesund Kochen ist Liebe

Copyright ZS Verlag/Veronika Pachala

Die Veröffentlichung haben wir im vergangenen Herbst mit einer tollen Buchparty gefeiert und alle fest gehofft, dass es viele Leser findet. Jetzt, 9 Monate später, sind über 25.000 Bücher von “Gesund Kochen ist Liebe” verkauft und das Buch führt seit Wochen die Verkaufsliste der gesunden Kochbücher bei Amazon an. Meine Schwester ist damit eine offizielle Bestseller-Autorin.

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Mein Beitrag an diesem Buch ist natürlich relativ gering. Meine Aufgaben während der Schreibphase waren in erster Linie Motivationstelefonate nach viel zu kurzen Nächten und das Beisteuern von Stoffen und Küchenzubehör für die Fotos.

Aber ich bitte um erhöhte Aufmerksamkeit für die Pistazie unten links auf dem Coverfoto. Die Diskussion über den richtigen Grünton dieser einsamen, kleinen Steinfrucht (ich hab’s gegoogelt, ich wollte eigentlich Nuss schreiben aber das ist die Pistazie im botanischen Sinne nicht)  hat mich einen kompletten Abend gekostet.

Jetzt haben wir also eine Bestseller-Autorin in der Familie. WOW! Ich kann Euch gar nicht beschreiben, wie es sich anfühlt eine “InStyle” oder “Freundin” aufzuschlagen und darin ihre Fotos zu entdecken!

InStyle Kochbücher
Mit ihrem Buch gibt Veronika all diejenigen Inspiration und Anleitung, die gerne bewusster und gesund essen wollen oder aufgrund von Allergien und Unverträglichkeiten auf Lebensmittel wie Kuhmilch oder Weizen verzichten müssen. Denn gesund geht auch richtig lecker und alltagstauglich, ohne das man dafür jedes Mal Stunden in der Küche verbringen zu muss.

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Zu Beginn werden die Lebensmittel vorgestellt, die in den Rezepten zum Einsatz kommen. Da ist sicherlich einiges dabei, was in einem herkömmlichen Haushalt nicht standardmäßig vorhanden ist aber ich kann Euch versichern, es lohnt die Anschaffung denn so manches ist, zumindest aus meiner Küche, heute nicht mehr wegzudenken.

Zum Beispiel Ahornsirup. Aromatischer als Zucker und man braucht viel weniger davon! Oder Teffmehl. Oder Schafsjogurt in frischen Waffeln. So lecker und fluffig! Lucumapulver und Maulbeeren im Müsli – sagenhaft! Und die Liste ist noch längst nicht zu Ende.
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Copyright: ZS Verlag/Veronika Pachala

Die insgesamt 80 Rezepte sind unterteilt in Smoothies, Drinks und Frühstück, Salate, Suppen und kleine Gerichte, Hauptgerichte und zum Schluss Süßes und Gebäck. Da ist für alle Tageszeiten und Gelüste etwas dabei.

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Copyright: ZS Verlag/ Veronika Pachala

Meine Favoriten aus dem Buch ist übrigens der Blaubeer-Hirse-Auflauf mit karamellisierten Walnüssen. Ein Gedicht.

Und ich erinnere mich mit einem Schmunzeln an einen Abend, an dem es bei uns als Beilage die Pommes aus Süßkartoffeln und Rote Beete gab. Wie so oft ein Abend in großer Runde weil die Männer gemeinsam etwas auf dem Hof repariert haben und mit Bärenhunger danach am Tisch saßen. Beim Kochen habe ich im Vorbeigehen die Bitte bekommen, auch normale Kartoffeln zu kochen damit es für die Männer auch eine “gescheite Beilage zum Fleisch gäbe”. Dreimal dürft ihr raten, wer den Kindern und mir am Ende die Gemüse-Pommes bis zum letzten Krümel weggefuttert und die Schüssel mit Hanfsamen-Tsatsiki noch ausgekratzt hat? Yepp, eine Horde Fleischfresser und Fast-Food-Junkies.

Gesund kochen ist eben nicht nur Liebe, sondern vor allem auch sehr lecker. Und ich persönlich mag lecker am liebsten.

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Copyright: Veronika Pachala

Und weil heute Veronikas Geburtstag ist (wenn das kein Grund ist sie gebührend zu feiern!) verlosen der ZS- Verlag und ich drei Exemplare ihres Buches.

Teilnehmen könnt Ihr mit einem Kommentar unter diesem Post bis Sonntag, den 03. Juli 2016 um 24:00 Uhr. Die Gewinner sucht wie immer Mr. Random aus und sie werden im Nachgang per Email informiert.

Viel Glück!

Veronika und Barbara

Und Dir, meine fantastische und inspirierende Schwester: Alles Gute zum Geburtstag. So schön, dass Du geboren bist. Ich habe Dich wahnsinnig lieb.

Alles Liebe Barbara

Dieser Post enthält Werbung. Die Bücher, inklusive meinem Exemplar, wurden mir vom ZS Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Aber unter uns: Ich hätte auch jeden Preis dafür bezahlt.

 

03/13/16

Pattydoo-Taschenlieblinge-Blogtour. Heute: Die Retro-Bag & ein Giveaway!

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In der deutschsprachigen Nähwelt ist Ina, gelernte Schneiderin aus Berlin, und ihr Label „Pattydoo“ vielen ein Begriff. Vor ein paar Jahren hat sie damit begonnen Schnittmuster zu entwerfen. In erster Linie geht es dabei um Kleidung für Frauen, Männer und Kinder aber auch viele Accessoires und Taschen kann man nach Ihren Anleitungen nähen.
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(Foto: Ina mit Ihrer Retro Bag in ihren aktuellen Buch, “Taschenlieblinge selber nähen” erschienen im Christophorus Verlag)

Ina versteht Ihr Handwerk ganz exzellent. Die Schnitte sind immer ausgereift und professionell erstellt. Aber das Besondere am Pattydoo-Konzept ist, dass dem Näher alles per Video erklärt wird. Und damit meine ich nicht ein verwackeltes, unscharfes Handyvideo sondern richtig professionell erstellte Videos, die auch einen Anfänger fachkundig von Anfang bis zum Ende durch den Entstehungsprozess leiten. Der Erfolg dieser Idee ließ nicht lange auf sich warten und so nimmt Ina heute Tausende ans virtuelle Händchen und verhilft Ihnen zu ersten Näherfolgen. Aber nicht nur Anfänger werden hier fündig. Das Angebot an Schnitten ist mittlerweile ziemlich groß.

Als Ina mich fragte, ob ich bei Ihrer Blogtour zum ersten Pattydoo-Buch „Taschenlieblinge selber nähen“ dabei sein möchte, habe ich keine Sekunde gezögert. Denn dieses Buch ist etwas ganz Besonderes: Viele verschiedene Taschenstile mit wunderbar erklärten Anleitungen und auch hier gibt es jede Menge Videos zur weiteren Erläuterung. Du willst wissen wie man eine Innentasche einnäht? –Dann schau Dir das Video dazu an. Unsicher wie ein Reißverschluss eingenäht wird? Auch dazu gibt es ein Video. Eine ganz besondere Buchidee und eine klare Kaufempfehlung für alle die Freude am Taschennähen haben oder es einmal unter fachkundiger Leitung ausprobieren wollen.

Das Erscheinen des Buchs wurde mit einer rauschenden Party in Berlin gefeiert (hier gibt es ein Video dazu. Ganz am Anfang bin ich übrigens zu sehen. Ein bisschen viele Glückwünsche auf einmal, ich weiß, aber was raus muss, muss raus!) Bei der Gelegenheit habe ich alle für das Buch genähten Exemplare schon live bewundern können.
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(Foto: Retro-Bag aus “Taschenlieblinge selber nähen”, erschienen im Christophorus Verlag)

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Für die Blogtour habe ich mir die Retro-Bag ausgesucht. An sich bin ich überhaupt kein Retro-Typ aber die Taschenform hat mir vom ersten Anblick an gefallen. Um dem Retro-Stil treu zu bleiben habe ich mir für meine Tasche Stoffe in petrol und orange ausgesucht und mit hellbraunem Veloursleder kombiniert.
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In ein paar Punkten bin ich, wie könnte es auch anders sein, von Pattydoos Anleitung abgewichen:

Meine Retro-Bag ist mit Soft &Stable statt herkömmlicher Vlieseline gefüttert. Ich finde eine Tasche sollte aus sich selbst heraus stehen und formstabil sein. Auf allen Fotos seht Ihr die Tasche ungefüllt. Sie bleibt einfach so stehen, ist aber gleichzeitig weich und lässt sich biegen und sogar zusammenknüllen. Für mich ist und bleibt Soft & Stable das perfekte Taschenvlies. Es ist vielmehr ein beschichteter Schaumstoff. Ich nähe keine Taschen und Täschchen mehr mit einer anderen Einlage. Wer Soft &Stable noch nicht kennt , findet hier eine Beschreibung. Kaufen kann man es z.B. bei Stoffsalat. Pattydoo stellt es im Buch ebenfalls vor, allerdings für ein anderes Projekt.

Ich habe den Bodenstoff der Tasche entgegen der Anleitung nicht gequiltet. Durch das Soft & Stable braucht die Tasche es für den Stand nicht und optisch gefällt es mir so besser.

Der Schnitt sieht für die Tasche eigentlich einen zusätzlichen Trageriemen vor. Da ich meine Taschen am liebsten am oder unterm Arm trage habe ich darauf verzichtet.

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Für die Tasche sind im Buch verschiedene Variationen konzipiert und auch erklärt. Eine Außentasche kann eingenäht werden (ich habe darauf verzichtet um das großflächige Muster im Außenstoff nicht zu zerschneiden). Es wird neben dem Anbringen fertiger Henkel auch eine Variante mit selbstgenähten Henkeln erklärt und es gibt einen Hinweis auf eine Innentasche mit Reißverschluss.
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Ich habe innen eine einfache aufgesetzte Tasche fürs Handy aufgenäht und mit einer knallorangen Paspel aufgehübscht. Die Tasche ist ja kein riesen Beutel und es besteht auch ohne vielen Innentaschen eine realistische Chance alles Gesuchte in – sagen wir mal – unter 2 ½ Minuten zu finden.

Wie man hier sieht sind nur die Seitenteile und der Boden mit Soft& Stable verstärkt. Vielleicht hätte ich das mit dem Stoff rund um den Reißverschluss auch mal besser machen sollen.
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Der Außenstoff ist ein gehütetes Stoffschätzchen von Amy Butler. Es ist ausnahmsweise ein fester Home Dekor-Stoff und damit absolut für Taschen gedacht. Ich neige ja sonst dazu alles Mögliche zum Taschenstoff umzufunktionieren.
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Und ich muss schon sagen: Die hellseherischen Fähigkeiten der guten Amy Butler sind schon beeindruckend! Als sie sich das Stoffdesign überlegt hat muss sie geahnt haben, dass sich genau an der Stelle mal ein dekorativer Kringel außerordentlich gut machen würde. Genau da und genau in der richtigen Größe, wo Barbara später mal ihre Taschenhenkel anbringen will. Tja, die Amy. Die denkt wirklich mit. So ein Schatz!

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Der Reißverschluss ist etwas breiter als üblicher Endlosreißverschluss und in Metalloptik. Er ist aus Kunststoff, lässt sich mit einer normalen Schere zuschneiden und man kann mit der Nähmaschine einfach darüber nähen. Optisch ist er kaum von einem Metallreißverschluss zu unterscheiden. Diese hochwertigen Reißverschlüsse haben es mir echt angetan. Sie sind in großer Farbauswahl als Meterware hier erhältlich.
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Noch mal kurz zusammengefasst:

Außenstoff: Amy Butler Cotton Sateen, gekauft bei Stoffsalat (in grün noch erhältlich), in türkis/petrol hier
Innenstoffe: Joel Dewberry, Modern Meadow Achorn Chain und Herringone
Paspel innen: Selbstgemacht aus Art Gallery Pure Elements in „Burnt Orange“, z.B. bei Lalala Patchwork (dort sind alle Pure Elements Unis vorrätig)
Paspel außen: als petrolfarbendes Schrägband gekauft, keine Ahnung wo
Taschengriffe: schon vor einer Weile beim DaWanda-Shop  “Florale Rose” gekauft. Das Sortiment wechselt hier oft. In jedem Fall eine super Quelle für hochwertige Echtleder-Taschengriffe
Einlage: Soft & Stable über Stoffsalat
Ziegenvelours: Alfatex
extrabreiter Reißverschluss in Metalloptik: Machwerk-Shop
Lederlabel: Sirogane Leather Works über Etsy (hier habe ich schon einmal darüber geschrieben)
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Und jetzt zum spannenden Teil: Ich darf ein Exemplar von Pattydoos Buch „Lieblingstaschen selber nähen“ verlosen! Wer hat es noch nicht, würde aber gern?

Jeder Kommentar unter diesem Blogpost nimmt automatisch an der Verlosung teil. Wer „Das mach ich nachts“ per Bloglovin, Feedly, als E-Mail-Abonnent, per Instagram oder Facebook folgt vervielfacht seine Gewinnchancen. Bitte gebt im Kommentar an auf welchem Weg Ihr meinem Blog folgt. Jeder Weg wird als einzelne Gewinnchance gezählt.

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Wie immer entscheidet Mr. Random über den Gewinner. Die Verlosung endet am Sonntag, den 20.03.2016 und wird danach hier im Blog bekannt gegeben.

EDIT: Vielen Dank für Eure rege Teilnahme! Die Gewinnerin steht nun fest und heißt Renate W. Herzlichen Glückwunsch, Renate! Ich habe Dir bereits eine Email geschrieben!

Jetzt bleibt mir nur noch, Euch die Pattydoo-Blogtour mit vielen tollen Blogs und Taschen ans Herz zu legen. Im Anschluss an die Blogtour wird es bei Pattydoo eine große Linkparty mit tollen Gewinnen geben. Dort könnt Ihr dann Euren genähten Taschenliebling zeigen.
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Ich habe noch eine weitere Tasche aus dem „Taschenlieblinge“-Buch genäht. Die zeige ich Euch dann im Laufe der Woche.

Habt einen schönen Sonntag! Morgen geht es dann bei der Blogtour bei Steffi von tausendbunt mit der Blogtour weiter. Da bin ich schon sehr gespannt!

Viele Grüße
Barbara

10/4/15

Messetage und eine Buchempfehlung

Messe Osnabrück1
Im Frühsommer und Herbst begleite ich nun schon im zweiten Jahr meine liebe Freundin Grete und Ihr Stoffsalat-Team zu Messen. Immer im Mai/Juni geht es zur “Nadelwelt” nach Karlsruhe
Messe Karlsruhe
und im Herbst nach Osnabrück zur “Nadel und Faden”.

Auch wenn so ein Messewochenende immer wuselig und arbeitsreich ist, habe ich wahnsinnig viel Spaß, nicht zuletzt weil es eine wunderbare Gelegenheit ist, Euch, meine lieben Leserinnen, persönlich kennenzulernen und ein bisschen mit Euch zu plauschen.

Was mir an diesen Wochenenden so richtig, richtig viel Spaß macht, ist das gemeinsame Zusammenstellen von Stoffen für ein Patchworkprojekt. Das könnte ich den ganzen Tag tun. Jeden Tag. Und ganz oft geht es dabei um eine allererste Decke für die Tochter, das Enkelkind oder einen Überwurf fürs eigene Bett. Also eher große Vorhaben und wahre Herzensprojekte. Da will man ja nix versauen.

In dem Zusammenhang kommen immer viele Fragen auf. Das geht los mit einer stimmigen Farbzusammenstellung und der Frage, wie viele verschiedene Stoffe denn eine Decke braucht, über die Berechnung der richtigen Stoffmenge aber auch ganz handfeste Fragen zum Nähen selbst. Die beantworte ich dann immer so gut und ausführlich ich eben kann, verweise auf gute Anleitungen aus dem Internet und helfe beim Ausrechnen des Stoffverbrauchs.

Aber was machen denn bitte diejenigen, die niemanden im Umfeld haben, der weiterhelfen kann? Da bleibt nur das Internet und Fachliteratur.
Burke_Quiltessantial
Als mich der Haupt-Verlag vor ein paar Wochen fragte, ob ich Interesse an einem Rezensionsexemplar ihres neuen Buchs zu diesem Thema hätte, war ich wirklich gespannt, ob dieses angekündigte Grundlagenwerk wirklich hält was es verspricht.

Ihr kennt mich glaube ich gut genug um zu wissen: Wäre das Buch käse, würde ich darüber nicht schreiben. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Ich hoffe jedenfalls, ihr wisst das.

Ein bisschen schmunzeln musste ich schon als “Quiltessential” von Erin Burke Harris bei mir eingetrudelt ist. Warum fragt der Verlag dazu gerade mich?

Ich bin kein versierter Quilter. Ich nähe von allem ein bisschen und eben auch Decken. Und streng genommen nähe ich vorrangig die Quilttops, also die Patchwork-Vorderseite. Während ich hier schreibe liegen in meinem Rücken 6 fertige Tops, die auf Vollendung warten. Es fehlt jeweils noch das grässliche Basting (also das Zusammenfügen des Sandwichs bestehend aus der Vorderseite, dem Vlies in der Mitte und der Deckenrückseite), das anschließende Quilten (das Vernähen der Schichten, damit sich auch nach x-maligem Waschen nichts verschiebt) und dann, zu guter Letzt, das Binding (das Einfassen der Decke mit Maschine und/oder Hand). All das dauert je nach Herangehensweise genauso lange wie das Quilt-Top selbst und ist der für mich eher unattraktive Teil der Veranstaltung. Mich als passionierten Quilter zu bezeichnen wäre also weit weg der Realität.

Aber nichts desto trotz habe ich schon so manche Decke genäht, einige sogar fertig, und ich habe einmal bei Null angefangen. Und ich habe mich durch viele Fehler gearbeitet bis ich halbwegs den Dreh raushatte. Und selbstverständlich (jeder, der mich kennt, hätte drauf kommen können) habe ich mir einige Bücher zugelegt um mir das magische Wissen möglichst schnell und möglichst umfassend anzueignen.

Wäre mir das Buch “Quiltessential” auf meinem Weg eine Hilfe gewesen? Durchaus. Dieses Buch befasst sich mit den Grundlagen und manövriert den Neu-Patchworker und Quilter einmal durch den ganzen Prozess.
Decke B & C
Der größte Vorteil dieses Buchs: Es ist herrlich praxisnah und greift alle Fragen auf, die jemanden bewegen, der über keine eigene Erfahrung verfügt. Los geht es in Teil 1 mit der Auswahl des richtigen Stoffs und im zweiten Teil mit einer Anleitung zur stimmigen Farbzusammenstellung. Das ist nämlich gar nicht mal so einfach! Eine in sich harmonische Kombination aus großen und kleinen Mustern bei Verwendung einer gleichzeitig lebendigen und harmonischen Farbpalette ist eine wahre Kunst.
Decke Eckblöcke
Es wird die Idee des Farbkreises aufgegriffen und verschiedene Pre-Cuts, also bereits vorgeschnittene Stoffpakete und ihre Verwendungsmöglichkeit, vorgestellt. Besonders gefällt mir die anschauliche Darstellungsweise, wie die richtige Stoffmenge für ein Muster und für die gewünschte Deckengröße errechnet wird. Das hilft wirklich weiter.
Gitterstreifen
Der Buchteil 3 widmet sich ganz den gängigsten Quiltmustern und bietet viele Anregungen und Anleitung zur Kombination verschiedener Muster.
Gitterstreifen-2
Der abschließende vierte Teil widmet sich den von mir ungeliebten Themen der Fertigstellung. Es werden die gängigsten Vorgehensweisen Bild für Bild vorgestellt.
Quiltmethoden
Wem würde ich dieses Buch empfehlen?

Ganz klar allen, die in Sachen Patchworken und Quilten gerade erst Feuer gefangen haben und nun an die Hand genommen werden wollen. Als Anleitung für die erste Decke und vielleicht auch die Zweite, Dritte oder Vierte, bei der nicht mehr nur einfach Quadrate aneinander genäht werden sollen.
Quiltdetail
Ich kenne kein vergleichbares Buch für den Anfänger. Die meisten Quilt- und Patchworkbücher richten sich an die Spezialisten, zeigen unzählige Muster auf und setzen Grundwissen voraus. Oder Sitzfleisch. Damit sind sie für einen Neuling eher abschreckend. Dieses hier ganz klar nicht. Allerdings beinhaltet es keine Schnittmuster oder ähnliches.

Qualität der Texte und Bilder:

Alle Grafiken und Anleitungen fand ich durchweg nachvollziehbar und auf den Punkt. Die Texte sind, für ein Fachbuch dieser Art sicherlich nicht ungewöhnlich, sehr sachlich und klar.
Paper Piecing
Was hat mir besonders gut gefallen?

Die konsequente Begleitung von A bis Z durch den Herstellungsprozess einer Decke. Aufgelockert wird das Buch durch viele Inspirationsbilder verschiedener Stilarten und ein paar Künsterportraits wie Anna Maria Horner oder Angela Walters.

Was hat mir nicht gefallen?

Aus meiner Sicht hat sich die Autorin hier und da in dem Bemühen um Vollständigkeit in Details verloren. So wird zum Beispiel im Kapitel 1 intensiv auf das Patchworken mit Materialien wie Nessel, Kaliko, Cordsamt und Denim eingegangen. Ich kann mich nicht entsinnen jemals einen Quilt daraus gesehen zu haben. Hingegen wird das Thema Baumwolle, das zu 99% gewählte Material für Quilts, eher knapp abgearbeitet.

Auch im Teil Quiltentwurf geht es seitenweise um Techniken wie Hawaiianische Quilts oder Japanische Techniken. Ich hätte es besser gefunden hätte die Autorin sich auch hier an die gängigen aber unerwähnten Techniken gehalten und eine noch breitere Palette der Standards dargelegt.
Decke blau
Das Buch “Quiltessential, Patchwork- und Quilt- die Grundlagen” von Erin Burke Harris ist schon vor geraumer Zeit in den USA erschienen und nun über den Haupt Verlag in deutscher Sprache erhältlich.

Jede Menge Einschätzungen (und viele schöne Blogs zum Thema) findet ihr im Rahmen einer Blog-Tour zum Buch hier:

01. Okt 15 http://aylin-nilya.blogspot.com/
02. Okt 15 http://nadel-garn-tee.blogspot.com/
03. Okt 15 http://allie-and-me-design.blogspot.com/
04. Okt 15 http://das-mach-ich-nachts.com/
05. Okt 15 http://sternwerfer.blogspot.com/
06. Okt 15 http://zeit-fuer-patchwork.blogspot.com/
07. Okt 15 http://reginasquiltblog.blogspot.com/
08. Okt 15 http://quiltsundmehr.blogspot.com/
09. Okt 15 http://nahtzugabe.blogspot.com/
10. Okt 15 http://blog.stoffbreite.de/
11. Okt 15 http://sunset-sewing.blogspot.com/
12. Okt 15 http://hansundgrete.blogspot.com/
13. Okt 15 http://capricornquilts.blogspot.com/
14. Okt 15 http://nanasnw.blogspot.com/
15. Okt 15 http://.quiltecke.blogspot.com/
16. Okt 15 http://quiltmanufaktur.blogspot.com/
17. Okt 15 http://machenundtun.blogspot.com/
18. Okt 15 http://www.ellisandhiggs.com/
19. Okt 15 http://kingaisabellaquilts.blogspot.com/
20. Okt 15 http://quilt-virus.com/
21. Okt 15 https://venividivicky.wordpress.com/
22. Okt 15 http://patchworkangela.blogspot.com/
23. Okt 15 http://durbanvilledesign.blogspot.com/
24. Okt 15 http://tagfuertag.typepad.com/weblog

Zusätzlich verlost der Haupt Verlag 10 Exemplare für interessierte Leser. Alles Weitere dazu hier.

Viele Grüße
Barbara