06/25/16

Happy Birthday, liebe Schwester & ein Giveaway!

Ziemlich genau zur selben Zeit im Frühjahr 2013 kamen meine Schwester Veronika und ich völlig unabhängig von einander auf die Idee einen Blog zu starten. Die Themen unserer Blogs sind allerdings sehr unterschiedlich: Während ich mich voll und ganz dem Nähen verschrieben habe, schlägt ihr Herz für die gesunde und leckere Küche. Wer hier schon länger mitliest kennt ihren Blog  “Carrots for Claire” vielleicht schon, denn ich habe ihn hier und hier bereits vorgestellt.
V und B
Für vieles bewundere ich meine Schwester. Sie steckt voller Talente, Kreativität, Einfühlungsvermögen und hat ein riesengroßes Herz. Für sie stand von Anfang an fest, dass ihr Thema Kochen sie durch ihr weiteres Berufsleben begleiten soll. Und nichts und niemand konnte sie von dieser Idee wieder abbringen. Zum Glück. Zum Glück für sie und zum Glück für uns, die seitdem in den Genuss Ihrer Ideen und großartigen Rezepte gekommen sind.
Gesund Kochen ist Liebe
Ich bewundere sie so sehr für ihre Unerschrockenheit und Hartnäckigkeit, mit der sie ihre Ziele und Ideen in allen Lebensbereichen verfolgt. Ich wünschte, sie könnte nur ein kleines bisschen davon in meine Richtung schicken und in mich einimpfen.
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Copyright ZS Verlag/Irene Neumann

Dabei liegt es doch auf der Hand, dass eine gute Idee, gepaart mit Talent, Begeisterung und Fleiß, am Ende immer belohnt wird. Ich bin so stolz, wie eine große Schwester nur sein kann auf meine Veronika, die seit dem Herbst 2013 so viel erreicht hat.

Da wäre zum Beispiel der gewonnene Food-Blog-Award, mit dem alles begonnen hat. Das ist ein wirklich großer und vielbeachteter Preis, den sie 2014 für das Rezept einer Gemüse-Lasagne bekommen hat (völlig zurecht übrigens, ich liebe diese Lasagne).

Oder der Auftritt in einer Kochsendung. Gebannt saßen wir mit der ganzen Familie vorm Fernseher und schauten ihr beim Schnippeln zu, bis sich meine große Tochter Theresa entgeistert zu mir umdrehte und meine ” Mama, die wollen jetzt Schalotten schneiden!” Ihre kleine Schwester Charlotte war an dieser Stelle ebenfalls etwas irritiert.
Torte
Danach kamen die Verlage in Scharen, um mit ihr ein Kochbuch auf den Markt zu bringen. Und sie hat sehr genau abgewogen, welcher Verlag der beste für ihr Thema und ihre eigenen Vorstellungen von einem guten Kochbuch ist. Im letzten Herbst kam nach langen Monaten der Rezepte-Entwicklung und vielen Tagen und Nächten der Schreiberei gemeinsam mit dem renommierten ZS-Verlag ihr erstes Buch auf den Markt: “Gesund Kochen ist Liebe“.

Man beachte bitte, dass sie auch alle Fotos für das Buch selbst gemacht hat. Kaum zu glauben, oder? Denn auch in diesem Bereich hat sie sich seit Beginn des Bloggens zum Profi entwickelt.

Cover gesund Kochen ist Liebe

Copyright ZS Verlag/Veronika Pachala

Die Veröffentlichung haben wir im vergangenen Herbst mit einer tollen Buchparty gefeiert und alle fest gehofft, dass es viele Leser findet. Jetzt, 9 Monate später, sind über 25.000 Bücher von “Gesund Kochen ist Liebe” verkauft und das Buch führt seit Wochen die Verkaufsliste der gesunden Kochbücher bei Amazon an. Meine Schwester ist damit eine offizielle Bestseller-Autorin.

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Mein Beitrag an diesem Buch ist natürlich relativ gering. Meine Aufgaben während der Schreibphase waren in erster Linie Motivationstelefonate nach viel zu kurzen Nächten und das Beisteuern von Stoffen und Küchenzubehör für die Fotos.

Aber ich bitte um erhöhte Aufmerksamkeit für die Pistazie unten links auf dem Coverfoto. Die Diskussion über den richtigen Grünton dieser einsamen, kleinen Steinfrucht (ich hab’s gegoogelt, ich wollte eigentlich Nuss schreiben aber das ist die Pistazie im botanischen Sinne nicht)  hat mich einen kompletten Abend gekostet.

Jetzt haben wir also eine Bestseller-Autorin in der Familie. WOW! Ich kann Euch gar nicht beschreiben, wie es sich anfühlt eine “InStyle” oder “Freundin” aufzuschlagen und darin ihre Fotos zu entdecken!

InStyle Kochbücher
Mit ihrem Buch gibt Veronika all diejenigen Inspiration und Anleitung, die gerne bewusster und gesund essen wollen oder aufgrund von Allergien und Unverträglichkeiten auf Lebensmittel wie Kuhmilch oder Weizen verzichten müssen. Denn gesund geht auch richtig lecker und alltagstauglich, ohne das man dafür jedes Mal Stunden in der Küche verbringen zu muss.

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Zu Beginn werden die Lebensmittel vorgestellt, die in den Rezepten zum Einsatz kommen. Da ist sicherlich einiges dabei, was in einem herkömmlichen Haushalt nicht standardmäßig vorhanden ist aber ich kann Euch versichern, es lohnt die Anschaffung denn so manches ist, zumindest aus meiner Küche, heute nicht mehr wegzudenken.

Zum Beispiel Ahornsirup. Aromatischer als Zucker und man braucht viel weniger davon! Oder Teffmehl. Oder Schafsjogurt in frischen Waffeln. So lecker und fluffig! Lucumapulver und Maulbeeren im Müsli – sagenhaft! Und die Liste ist noch längst nicht zu Ende.
Schokokuchen

Copyright: ZS Verlag/Veronika Pachala

Die insgesamt 80 Rezepte sind unterteilt in Smoothies, Drinks und Frühstück, Salate, Suppen und kleine Gerichte, Hauptgerichte und zum Schluss Süßes und Gebäck. Da ist für alle Tageszeiten und Gelüste etwas dabei.

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Copyright: ZS Verlag/ Veronika Pachala

Meine Favoriten aus dem Buch ist übrigens der Blaubeer-Hirse-Auflauf mit karamellisierten Walnüssen. Ein Gedicht.

Und ich erinnere mich mit einem Schmunzeln an einen Abend, an dem es bei uns als Beilage die Pommes aus Süßkartoffeln und Rote Beete gab. Wie so oft ein Abend in großer Runde weil die Männer gemeinsam etwas auf dem Hof repariert haben und mit Bärenhunger danach am Tisch saßen. Beim Kochen habe ich im Vorbeigehen die Bitte bekommen, auch normale Kartoffeln zu kochen damit es für die Männer auch eine “gescheite Beilage zum Fleisch gäbe”. Dreimal dürft ihr raten, wer den Kindern und mir am Ende die Gemüse-Pommes bis zum letzten Krümel weggefuttert und die Schüssel mit Hanfsamen-Tsatsiki noch ausgekratzt hat? Yepp, eine Horde Fleischfresser und Fast-Food-Junkies.

Gesund kochen ist eben nicht nur Liebe, sondern vor allem auch sehr lecker. Und ich persönlich mag lecker am liebsten.

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Copyright: Veronika Pachala

Und weil heute Veronikas Geburtstag ist (wenn das kein Grund ist sie gebührend zu feiern!) verlosen der ZS- Verlag und ich drei Exemplare ihres Buches.

Teilnehmen könnt Ihr mit einem Kommentar unter diesem Post bis Sonntag, den 03. Juli 2016 um 24:00 Uhr. Die Gewinner sucht wie immer Mr. Random aus und sie werden im Nachgang per Email informiert.

Viel Glück!

Veronika und Barbara

Und Dir, meine fantastische und inspirierende Schwester: Alles Gute zum Geburtstag. So schön, dass Du geboren bist. Ich habe Dich wahnsinnig lieb.

Alles Liebe Barbara

Dieser Post enthält Werbung. Die Bücher, inklusive meinem Exemplar, wurden mir vom ZS Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Aber unter uns: Ich hätte auch jeden Preis dafür bezahlt.

 

04/21/14

Erdbeer-Tiramisu…mhhhhh…

Oben in meiner Blogleiste, eher rechts, gibt es von Beginn des Blogs an den Reiter “Rezepte”. Zwischenzeitlich habe ich schon darüber nachgedacht ihn wieder zu entfernen denn eingestellt habe ich in dieser Rubrik bisher noch nichts.

Das liegt mitnichten daran, dass es hier nicht gelegentlich richtig leckere Sachen gäbe sondern vielmehr an meinen lausigen Kenntnissen im Bereich der Food-Fotografie. Es ist nämlich gar nicht so einfach etwas so zu fotografieren, damit es auch lecker aussieht!

Erdbeertiramisu

Aber dieses Rezept KANN ich Euch nicht weiter vorenthalten, Fotomaterial hin oder her. Erdbeer-Tiramisu ist bei uns seit vielen Jahren gern gemacht und noch viel lieber gegessen. Und es geht so:

Zutaten:

750g TK-Erdbeeren (die sind meist deutlich aromatischer)
250g frische Erdbeeren
160g Puderzucker
200g Vollmilchjogurt
1 Bio-Zitrone
500g Mascarpone
200g Schlagsahne
6 EL Orangenlikor, alternativ Amaretto oder Orangensaft
250g Löffelbiskuits

Für die Dekoration ggf. Pistazien oder Krokant

Die tiefgekühlten Erdbeeren auftauen lassen. Von der halben Zitrone die Schale abreiben, danach den Saft der Zitrone pressen und gemeinsam mit der geriebenen Zitronenschale zu den TK-Erdbeeren geben. Dazu 60g Puderzucker und 4EL Orangenlikör/Amaretto/Orangensaft mischen und alles pürieren.

Erbeeren pürieren

In einer weiteren Schüssel Mascarpone, Jogurt und 100g Puderzucker mischen und die restlichen 2 Löffel Orangelikör/Amaretto/Orangensaft dazugeben. Sahne steif schlagen und unter die Mascarponecreme heben.

Mascarpone

Die frischen Erdbeeren werden nun in Scheiben geschnitten (vorher ein paar Erdbeeren für die Dekoration beiseite legen).

Jetzt wird geschichtet:

Löffelbiskuit

Zuerst Löffelbiskuit

zweite Schicht Erdbeeren

Darüber das Erdbeermousse

dritte Schicht Mascarpone

Anschließend eine Schicht Sahne-Mascarponecreme.

Schicht frische Erdbeerscheiben

und darauf die Erdbeerscheiben. Wenn Eure Schale tief genug ist passt noch eine weitere Lage in selber Reihenfolge darauf.

Erdbeeren

Erdbeeren verstreichen - Kopie

Mascarpone oben

Ferig für den Kühlschrank

Jetzt mit Frischhaltefolie einpacken und für mindestens ein paar Stunden, besser noch für einen Tag in den Kühlschrank stellen damit das Löffelbiskuit das Erdbeermousse aufsaugen kann.

Erdbeertiramisu-fertig

Anschließend mit den restlichen Erdbeeren und ggf. mit Pistazien oder Krokant dekorieren. Fertig!

So einfach und so lecker! Wir machen fast immer die Variante ohne Alkohol denn die Kinder sind bei jedem Fest und jeder Grillparty völlig wild darauf. Genau wie meine liebe Freundin Sonja 🙂

Euch allen noch einen schönen Ostermontag!

Alles Liebe, Barbara

 

01/19/14

Carrots for Claire und ein Geheimnis, das es zu entdecken lohnt

Ich habe 3 Schwestern. Drei ganz wunderbare, wunderschöne, bezaubernde Schwestern. Wir kennen uns in und auswendig – das dachte ich jedenfalls bis zu diesem Frühjahr.

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Meine jüngste Schwester Veronika ist vor zwei Jahren Mutter von einer süßen Maus geworden, die von früh an mit ein paar Lebensmittelallergien zu kämpfen hatte. In dem Zusammenhang musste sie sich zwangsläufig mit Kinderernährung intensiv auseinander setzen. Aber sie hat das gut in den Griff bekommen und der Kleinen geht es bestens.

Weihnachtskekse

Über den ganzen Stress (so dachte ich jedenfalls) ist sie dünner und dünner geworden. Das komische war nur, dass sie, wann immer wir uns gesehen haben, Berge von Keksen dabei hatte oder am Telefon genüsslich kauend von einer neuen Kaiserschmarrn-Variation geschwärmt hat. Ein Dauerbrenner-Thema bei uns Exil-Österreichern. Und auch ihr Mann, bekennender Fast-Food-Junkie, schwärmte von Muffins, Palatschinken und Co.

Rotkohlsalat

Bei einem Treffen im Sommer (uns trennen leider 2 Stunden Autofahrt, deshalb sehen wir uns viel seltener als gewünscht) schwebte sie mir modelgleich und gertenschlank entgegen und ich dachte so bei mir: Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen! Da hatte sie, die auch vorher nie dick und noch nicht mal pummelig war, glatte 12 Kilo abgenommen und das innerhalb eines knappen Jahres.

Nach ein bisschen bohren lüftete sie dann ihr kleines Geheimnis: Sie hatte sich während der Ernährungsumstellung ihrer Tochter sehr intensiv mit Nahrungsmitteln auseinandergesetzt und beschlossen, alle Gerichte, die sie gerne mochte, daraufhin zu testen, wo man ungesundes mindestens reduzieren oder ganz durch hochwertigere Lebensmittel ersetzen kann ohne auf guten Geschmack verzichten zu müssen. Das Ergebnis spricht für sich.

Salat

Wir haben sie natürlich gelöchert was genau zu tun ist, genau wie ihr Freundes- und Bekanntenkreis. Und da Kochen mittlerweile eh zu ihrem großen Hobby geworden ist war der Weg zu einem Food Blog zu diesem Thema nicht mehr weit. Damit steht so manches Geheimnis schon jetzt für alle von uns auf www.carrotsforclaire.com zum Nachlesen und -Kochen bereit. Neben den Rezepten selbst gibt es jede Menge über Lebensmittel und adäquaten Ersatz von Zucker und Weizenmehl, den Hauptfeinden der Gazellen-gleichen Figur, zu lernen.

Im Gegensatz zu mir, die immer 30 Sachen gleichzeitig macht, widmet sich meine Schwester den Dingen mit absoluter Gründlichkeit. Keinen, der sie kennt, wird es deshalb wundern, dass es ein ausnehmend schöner Blog mit großartigen Fotos geworden ist, die immer Lust auf Nachkochen machen.

Veronika bei der Arbeit

Ich hab bei Carrots vor Claire schon viel gelernt und reichlich Appetit aufs Nachkochen bekommen. Ich werde versuchen die Gerichte, die mir besonders gut schmecken, Bestandteil unserer alltäglichen Ernährung werden zu lassen. Denn eins hab ich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gelernt: Im Grunde gibt es keine ideale Diät. Hätte sie einer gefunden gab es nicht tausend Verschiedene sondern eben nur die Eine, die wirklich zu etwas führt. Wer schlank und gesund leben will muss sein Essverhalten ändern und zwar für immer.

Aber mal ganz ehrlich: Bei diesen Bildern von Kaiserschmarrn und anderen Köstlichkeiten – da gibt es Schlimmeres als sich für den Rest der Tage so zu ernähren, oder? Da haltet doch mal bei nächster Gelegenheit eine noch eingeschweißte Tiefkühlpizza dagegen und überlegt was Euch jetzt mehr anlacht. Und? Eben. Kaiserschmarrn

Ich kann Euch also aufs Wärmste empfehlen mal vorbeizuschauen und Euch inspirieren zu lassen (Klick). Und keine Sorge: Kochprofi muss man fürs Nachmachen nicht sein. Es sind in aller Regel ganz alltägliche Gerichte, die schnell und ohne viel Tam-Tam zuzubereiten sind. Ein paar Dinge wir helles Dinkelmehl, Chia Samen oder Ahornsirup werden in Euer Leben treten aber dann – mhhhhhhh…

Lasst es Euch schmecken! Mir ist jetzt irgendwie nach Kaiserschmarrn…

Liebe Grüße Barbara