12/6/16

Wie finde ich die richtige Overlock & großes Gewinnspiel

bernina-l450-32-zu-gewinnenWer auf der Suche nach einer Nähmaschine, einer Over- oder Coverlockmaschine ist, hat es nicht ganz einfach ein für die eigenen Anforderungen und das Budget passende Maschine zu finden. Wer sich an einen Pfaff-Händler wendet geht mit einer Pfaff nach Hause, beim Bernina-Händler wird es eine Bernina sein. Und auch wer die Nähbegeisterten im Umfeld fragt wird da eine sehr subjektive Empfehlung bekommen.

Auch wenn ich den lokalen Einzelhandel sehr schätze und versuche mit Käufen zu unterstützen hat sich das bei mir beim Maschinenkauf nicht bewährt. Kein Händler vor Ort hat eine wirklich große Auswahl über alle Hersteller hinweg. Da wird das Modell empfohlen das eben da ist. Aus kaufmännischer Sicht ist das nachvollziehbar aber es gehört schon ein bisschen Glück dazu auf dem Weg zur passenden Maschine zu kommen.

Vor gut zwei Jahren habe ich einen Blogpost zum Nähmaschinenkauf geschrieben. Die Idee dazu kam mir, weil mir die Frage nach einem passenden Modell immer wieder gestellt wurde. Und das es nicht das eine, einzige passende Nähmaschinenmodell für alle Näher (innen) da draußen gibt, habe ich mich mit Petra Neuhierl vom Nähpark Diermeier zusammengetan, um in verschiedenen Preisklassen und über alle Hersteller hinweg gute Maschinen und ihre individuellen Vorteile aufzuzeigen.

Beim Nähpark habe ich meine dritte Maschine gekauft und damals eine Einweisung in meine neue Maschine bekommen, die ihres gleichen sucht. Hier habe ich ausführlich darüber geschrieben.

Wo findet man schon eine herstellerneutrale Beratung von jemandem, der tatsächlich auf jedem einzelnen Modell schon genäht hat und deshalb aus eigener Erfahrung Maschinen bewerten kann?

Nachdem der Blogpost zum Nähmaschinenkauf ein bis heute sehr beliebter ist, habe ich mich wieder mit Petra Neuhierl zusammengetan um allen, die zur Weihnachtszeit auf der Suche nach einer Overlock sind, einen Überblick über die aktuell besten Modelle zu verschaffen.
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Ein verrücktes Volk, diese Näherinnen. Alles beginnt mit einer Nähmaschine und kaum ist dieser Wunsch erfüllt, kreisen die Gedanken schon um die nächste große Anschaffung:  eine Overlock. Aber wofür braucht man denn überhaupt eine?

Wenn man sich ein gekauftes T-Shirt gegenüber einem selbst mit der Nähmaschine genähten einmal genauer anschaut, sind die größten Unterschiede innen zu finden: Die Versäuberung eines gekauften T-Shirts sieht nämlich so aus:
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Selbst die beste aller Nähmaschinen kann diese elastischen Nähte nicht erzeugen. Dafür braucht man eine Overlockmaschine. Sie näht und versäubert die Nähte in einem Arbeitsgang indem sie den Überstand gerade abschneidet und mit einer vierfädrigen, elastischen Versäuberungsnaht einfasst. Diese Naht macht das Kleidungsstück deutlich stabiler, ist gleichzeitig dehnbar und verhindert das Ausfransen. Zudem arbeitet sie so schnell, dass die Zeit der reinen Versäuberung mit einer Nähmaschine länger dauert als das Nähen des kompletten Kleidungsstücks mit einer Overlock.
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Kleidungsstücke aller Materialen werden so professionell versäubert. Besonders elastische Stoffe brauchen eine elastische Naht um nicht beim An- und Ausziehen zu reißen. Nicht nur Bekleidung, sondern auch Sofakissen, Bettwäsche und Quilts (bevor das Binding, also die Einfassung aufgenäht wird), werden so für viele Waschgänge und jahrelange Nutzung stabilisiert.
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Über Kurz oder lang landet jeder ambitionierter Näher bei einer Overlock. Aber welche ist die Richtige? Die Preisspanne ist schließlich groß. Discountermaschinen bekommt man schon für 130 Euro und auch für 2.000 Euro kann man noch eine Overlock kaufen.

Ganz grundsätzlich kann jede Overlock das gleiche. Warum also diese gewaltige Preisspanne? Die wesentlichen Unterschiede liegen in

–          der Nähqualität
–          der Nahtqualität
–          dem Bedienkomfort
–          der technischen Qualität
–          und der Lautstärke.

Wie auch bei der Betrachtung der Nähmaschinen klammere ich die Maschinen der Discounter mangels eigener Erfahrung aus. Grundsätzlich kann man hier sagen, dass sich diese Maschinen in allen Bereichen am untersten Ende der oben genannten Punkte bewegen. Gerade für Anfänger, die sich mit den Einstellungen und dem Einfädeln noch schwer tun, sind sie mühsam in der Handhabung.
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Apropos einfädeln: Viele schreckt beim ersten Kontakt mit einer Overlock das Thema einfädeln ab. Es wird mit 4 Fäden genäht und deshalb müssen 4 Fäden durch die Maschine gefädelt werden. So mancher hat davor großen Respekt (ich hatte es jedenfalls). Im Alltag ist das aber keine große Sache. Bei den meisten Maschinen ist der Weg des Einfädelns genau aufgezeichnet und farblich markiert.
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Am Anfang dauert das länger, nach ein paar Mal kann man das im Halbschlaf. Zudem kann man beim Tausch der Spule einfach den Faden über der Spulenkone abschneiden und mit dem neuen Faden verknoten. Damit ist der Fadenwechsel in Windeseile erledigt. Wenn die Maschinen aber zu eng gebaut sind wird es schon sehr fummelig.

Die Einstiegsmodelle

Im Fachhandel kostet ein Einstiegsmodell zwischen 250-450 Euro. Sie tun allesamt ihre Arbeit, sind aber verhältnismäßig laut und laufen gegenüber den hochwertigeren Maschinen nicht ganz so rund. Die meisten Stoffe verarbeiten sie jedoch problemlos. Im Wesentlichen sind es diese 5 Modelle, die sich bewährt haben:

Die Bernette Overlock 610D sowie die Brother 1034 und 2104 sind gern empfohlene Modelle. Besonders die Brother 2104 besticht hier mit einer deutlich komfortableren Einfädelung.
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Die Janome 8002D ist für alle eine gute Empfehlung, die nur mit Jersey arbeiten. Ihr Nahtbild ist besonders schön, allerdings ist sie wenig komfortabel beim Einfädeln und bei der Umstellung auf Rollsaum. Wer das selten braucht hat in der Janome 8002D eine gute Maschine gefunden.

Neu auf dem Markt sind die Maschinen von Juki, die in der Vergangenheit Overlockmaschinen für Bernina gebaut haben und über viel Erfahrung verfügen. Das Modell MO50 hat einen im Vergleich hohen Bedienkomfort, näht sehr exakt und auch das Einfädeln und Umstellen ist hier angenehm. Zudem verfügt die Maschine in dieser Preisklasse über die größte Laufruhe. Wer gerne abends in Hörweite der Familie oder kleiner Kinder näht wird das zu schätzen wissen.
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Fazit: Aktuell bietet die Juki MO-50 in dieser Preisklasse das Meiste fürs Geld.

Die gehobene Mittelklasse

Das Mittelfeld bestimmen aktuell eine neue Maschine von Bernina und drei Modelle aus dem Hause Juki.

Die Klassiker unter den Overlockmaschinen, die Bernina-Modelle 700D, 800D, 1100D und 1150 MDA sind allesamt Auslaufmodelle, die durch eine komplett überarbeitete Baureihe abgelöst werden. Sie gelten als wahre Arbeitstiere, die „über Stock und Stein“ nähen und sind jetzt als Auslaufmodelle günstig zu bekommen.

Die Juki MO-114D ist baugleich mit der Bernina 800D und weiterhin erhältlich. Die Juki MO-654 ist optisch nicht so ansprechend, ist aber zuverlässig und angenehm zu bedienen. Auch das Nahtbild ist wirklich schön.

Das Juki-Modell MO-734 ist vergleichbar mit der Bernina 1150MDA. Wer die Bernina 1150MDA liebt (so wie ich, es ist meine eigene Maschine), hat hier einen Nachfolger gefunden. Das Nahtbild ist spitze und die Laufruhe ist sehr angenehm. Die MTC-Funktion der Bernina, mit der die Fadenspannung noch genauer justiert werden kann, ist an dieser Maschine allerdings nicht zu finden. Diese Technik ist ein Patent von Bernina.
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Das Modell Brother 4234 bietet viel Bedienkomfort, ist allerdings deutlich lauter als die übrigen Maschinen.

Auch die Pfaff Hobbylock 2.5 kann mit den übrigen Maschinen nicht mithalten. Sie ist sehr eng gebaut und damit ist alles schlecht erreichbar. Das rächt sich beim Einfädeln, Säubern und Nadel wechseln.  Diese Problematik besteht auch bei den Maschinen von Husqvana und Singer.

Bernina  hat mit der L450 eine komplett überarbeitete Overlockmaschine eingeführt. Die Bedienung ist noch komfortabler, sie ist einfach und schnell einzufädeln und die Laufruhe ist sensationell. Die Messerführung erfolgt zum ersten Mal von unten und funktioniert trotzdem für alle Materialien in der gewohnten Bernina-Qualität.
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Die oben schon benannte MTC-Funktion, zur optimalen Einstellung der Kantenverschlingung, ist ebenfalls eingebaut.
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Diese Maschine durfte ich ausführlich testen und bin begeistert! Eine riesige Entwicklung zu den Vorgängermodellen. Besonders das Messer von unten und den damit gewonnenen Platz rechts der Nadel begeistern mich. Und diese Laufruhe! Kein Vergleich zu bisherigen Overlockmaschinen.
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Fazit: Das neue Bernina-Modell ist damit für Frau Neuhierl und mich die Top-Empfehlung in diesem Preissegment. Und zudem darf ich eine Maschine unter meinen Lesern verlosen! Mehr dazu am Ende des Blogposts.

Die hochwertigen Overlock-Maschinen

Für alle, die gerne mit hohem Komfort nähen oder ihre Maschine sehr häufig nutzen sind die Modelle von Baby-Lock und die Top Modelle von Juki und Bernina die richtigen Kandidaten.
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Baby-Lock gilt als Porsche unter den Over- und Coverlockmaschinen. Mit dem Air-Jet-System, das per Luftdruck und damit maximal komfortabel das Einfädeln übernimmt ist sie erklärter Favorit all derjenigen, die viel Respekt vor der Fädelei haben. Zudem sind viele Einstellungen einfach bzw. automatisch gehalten. Das macht den Start einfach, nimmt dem Näher aber gleichzeitig die Möglichkeit eigene Einstellungen zu finden oder andere Garne als den Standard zu verwenden. Bauschgarn z.B. kann das Air-Jet-System nicht verarbeiten, bzw. ist nur mit Trickserei möglich.

Neben all den Vorteilen gelten diese Maschinen was die Lautstärke betrifft als wahre Traktoren. Damit sind sie für mich persönlich bei meiner Anschaffungsüberlegung ausgeschieden. Von anderen Nähbegeisterten wurde mir berichtet, dass der Fussanlasser zudem gewöhnungsbedürftig sei. Er kann stehen oder rasen, dazwischen gibt es nichts. Mit einfachen Griffen kann man ihn aber aufschrauben und manipulieren (zu Beachten ist hierbei aber ggf. der Verlust der Garantie).

Abgesehen davon haben die Maschinen aber definitiv ihre Berechtigung im Hochpreissektor und zu recht viele Käufer.
juki-mo-2000-exportIm Hochpreissegment hat Juki ein Modell eingeführt, dass ebenfalls über eine Lufteinfädelung und über ein Display verfügt. Hier werden zu jedem Stoff Einstellungsempfehlungen und Stichbreiten empfohlen. Damit ist die Juki MO-2000 sicherlich eines der komfortabelsten Modelle auf dem Markt und für unerfahrende Overlocker eine riesen Hilfe.

Die Profi-Overlocker spricht Bernina mit der neuen L460 an. Mit 1.500 Stichen pro Minute näht sie wahnsinnig schnell.  Ein Vorteil für alle, die lange Bahnen zu versäubern haben. Auch sie verfügt wie die L450 über das MTC-System und eine tolle Laufruhe.
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Viele neue Funktionen dieser Maschine kommen aus dem Nähmaschinenbereich. Sie verfügt über eine Nadel-Stopp-Funktion. Damit befinden sich Nadel und Greifer immer in der richtigen Position. Die Maschine kann komplett über den Fußanlasser gesteuert werden. Die Geschwindigkeit lässt sich darüber sehr fein steuern. Der Griff zum Handrad erübrigt sich.

Zum ersten Mal verfügt eine Overlock über einen Kniehebel. Die Hände bleiben damit am Stoff. Gerade Rechtshänder müssen bei einer Overlock sonst zum Absenken des Nähfußes einmal um die Maschine greifen. So bleiben beide Hände am Stoff und der Kniehebel lässt den Fuß runter. Zusätzlich ist ein Anschiebetisch als Zubehör inklusive.

Fazit: Kaufempfehlung in dieser Klasse ist die Juki MO-2000. Sie überzeugt durch maximalen Komfort bei hoher Laufruhe und tollem Stichbild. Für den Profi sind die aus dem Nähmaschinenbereich stammenden Innovationen der Bernina L460 eine enorme Arbeitserleichterung.
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Verlosung: BEENDET

Was für ein Geschenk vom Nähpark an meine Leser! Ich darf eine nagelneue Bernina L450 im Wert von 799 Euro unter Euch verlosen!

Teilnehmen könnt Ihr wie immer mit einem Kommentar hier im Blog. Eine zusätzliche Gewinnchance gibt es über Instagram und Facebook (die Bedingungen sind dort beschrieben).

Teilnahmeschluss ist Mittwoch, der 14. Dezember, 24:00 Uhr. Der Gewinner wird hier bekanntgegeben und von mir kontaktiert.

Teilnahmeberechtigt sind Leser und Leserinnen aus Deutschland und Österreich. Die Auszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen.
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Ich drücke jedem von Euch fest die Daumen!

Viele Grüße
Barbara

P.S: Dieser Blogpost ist in Zusammenarbeit mit dem Nähpark Diermeier entstanden. Die Modellfotos habe ich ebenfalls von dort erhalten. Zu Fotozwecken wurde mir eine Bernina L450 zur Verfügung gestellt, die auch ausführlich testen durfte und nun zurückgesandt habe. Der Gewinner erhält selbstverständlich eine nagelneue und originalverpackte Maschine direkt vom Nähpark.

Meine Meinung über ein Produkt ist nicht käuflich. Ich habe den Nähpark aktiv um Mithilfe an diesem Blogpost gebeten. Mit diesem Blogpost habe ich versucht meinen Leserinnen und Lesern einen möglichst neutralen Blick auf die verschiedenen Modelle zu gewähren den ich alleine so nicht hätte liefern können.

12/2/16

Zurück im Bloggerland, eine Shop-Vorstellung und eine tolle Verlosung für Euch!

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Es gibt so Tage, an denen läuft alles anders als gedacht. Und aus solchen Tagen werden manchmal Wochen und aus Wochen Monate. Der Alltag findet gar nicht mehr in den gewohnten Rhythmus. Ich persönlich mag das nicht besonders. Mir ist planbar lieber. Für uns als Familie war 2016 eine emotionale Achterbahnfahrt. Und mein kleines Hobby, dieser Blog, ist dabei völlig unter die Räder gekommen.

Der Dezember und ich haben nun beschlossen, dass ein versöhnliches und ruhiges Jahresende die einzige Chance sind dieses Jahr doch noch in guter Erinnerung zu behalten. Langsam kommt der Alltag zurück und so möchte ich auch den Blog wieder aufleben lassen. Ich freue mich auf ruhigere Zeiten bis zum Jahresende und werde mich endlich dem Umbau meines neuen Nähzimmers widmen. Ich nähe nun schon seit Monaten in einem Provisorium ohne Heizung. Das war im August noch kein Problem, so langsam vergeht mir aber der Spaß. Für morgen ist die Lieferung der neuen Heizung geplant. Hurra! Ich hoffe es wird am Ende so schön, wie ich es mir vorstelle. Sobald es fertig ist (was noch ein Weilchen dauern kann, je nachdem wann der Tischler sich berufen fühlt vorbeizuschauen) zeige ich es Euch, versprochen. Mein persönliches (zugegeben, sehr großes) Weihnachtsgeschenk.

Aber auch Euch möchte ich beschenken, die ihr mir trotz monatelanger Funkstille treu geblieben seid.

Gemeinsam mit meinen Blogpartnern dem Nähpark, Bernina, der Eulenmeisterei und dem Stoffsalat will ich Euch ein paar wirklich großartige Weihnachtsgeschenke unter den Baum legen. Dazu noch Bücher und etwas von mir für Euch – hach, wir werden es uns hier so richtig nett machen.

Auch wenn ich die Eulenmeisterei schon seit langem auf meinem Blog empfehle, habe ich Euch den Shop bisher nie vorgestellt. Es ist an der Zeit das endlich mal nachzuholen.
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Viele von Euch kennen die Eulenmeisterei wahrscheinlich längst. Entweder, weil ihr selbst schon einmal im Online-Shop nach qualitativ hochwertigen Biostoffen Ausschau gehalten habt oder auch, weil das Logo seit einer ganzen Weile oben rechts hier im Blog zu finden ist. Denn seit meiner ersten Bestellung dort empfehle ich diesen Online-Shop gerne weiter.
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(Foto: Bio-Fat Quarter von Birch Mod Basics “Firefly Dots”)

Was mir am Sortiment der Eulenmeisterei so gut gefällt? Silvia kauft für Ihren Laden konsequent Bio-Stoffe namhafter Hersteller ein. Sie hat wirklich ein Händchen für Schönes und so ist ihr Shop immer meine erste Anlaufadresse für zeitlose Canvasstoffe für z.B. Taschen. Cloud 9, Monaluna und Birch produzieren nämlich nicht nur Bio-Baumwollstoffe in höchster Qualität, sondern haben tolle Designer, die mit eher erwachsenen Mustern daherkommen. Genau mein Ding. Auch die deutschen Firmen Albstoffe und C.Pauli kann ich nur empfehlen. Tolle Qualität und mit wirklich schönem Design.
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(Foto: Bio-Canvas/Barkcloth “Time Wrap” von Jessica Jones für Cloud9)

Ganz generell wird das Sortiment der Stoffe für Selbermacher immer breiter. Vor ein paar Jahren noch gab es das Lager der Baumwollnäher und der Jerseyfreunde. Mittlerweile gesellen sich so viele weitere Stoffe wie Voile, Fleece– und Wollstoffe dazu. Alles in toller Qualität und farblich aufeinander abgestimmt. Ich persönlich habe mich in den letzten Jahren durch die Baumwoll-, Interlock-, Voile-, Canvas-, Fleece- und Double Gauze-Abteilung von Birch und Monaluna getestet und war von der Qualität der Stoffe jedes Mal begeistert.
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(Foto: Bio-Jersey Interlock “Sommerblumentraum” von C. Pauli)

Und nicht nur für Bekleidungsnäher ist es einen Versuch wert mit diesen Materialien zu arbeiten. Patchworkdecken aus Voile: Ein butterzarter Traum! Babydecken mit einer Rückseite aus Fleece oder Nicki? Yes, please!  Ich bin ja von jeher dem Flanell verfallen. Eine weichere Deckenunterseite gibt es nicht.
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Im Shop der Eulenmeisterei habe ich im letzten Jahr auch das erste Mal ein Schnittmuster von Compagnie M., einer belgischen Firma, gefunden und bestellt.

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Auf den Blog hat der Rock “Lotta” es leider noch nicht geschafft aber es war ein Sommer-Lieblingsteil bei uns.

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Und das Schnittmuster (auch auf deutsch und für Erwachsene erhältlich), war eines der hochwertigsten nach dem ich je genäht habe.

Hier ist auch für fortgeschrittene Anfänger alles erklärt: Wie nähe ich einen Unterrock ein, wie einen verdeckten Reißverschluss und dazu einen verstellbaren Gummizug in den Bund. Das Ergebnis ist innen und außen ein sehr professionelles Kleidungsstück. Ein echter Klassiker, der je nach Material mal lässig sommerlich, mal festlich daherkommt.

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Sogar ein schickes Label ist bei dem Schnittmuster dabei!

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Das Material bis hin zum Knopf hat sich Theresa für diesen Rock selber ausgesucht. Der Rock nähe ich ganz sicher noch einmal. Vielleicht erst einmal eine Winterversion aus Cord oder Samt.

Das waren meine Lieblinge aus dem Eulenmeisterei-Shop. Mich interessiert nun, welches Produkt Euch am besten gefällt!
aneela-hoey(Foto: Foxglove Fat Quarter Set von Aneela Hoey für Cloud9)
wanderlust-2(Foto: Wanderlust Fat Quarter Set von Monaluna)

Verlosung:

Gemeinsam mit der Eulenmeisterei darf ich unter meinen Leserinnen ein Fat Quarter Paket der aktuellen “Wanderlust”-Kollektion verlosen. Enthalten sind 8 Fat Quarter (das sind Stoffstücke mit den Maßen 50x55cm, also zusammen rund 2 Meter Stoff) die zusammen eine wunderschöne Decke oder viele schöne Kissen, Taschen und Täschchen ergeben.

Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen können alle Leser und Leserinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem Kommentar unter diesem Blogpost bis Freitag, den 09.12.2016, 24:00 Uhr.

Wer seine Chancen auf den Gewinn erhöhen will ist herzlich eingeladen bei Fascebook oder Instagram ebenfalls teilzunehmen. Die Teilnahmebedingungen sind dort beschrieben.

Die Auszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird hier im Blog bekannt gegeben und per Email benachrichtigt.

Ich drücke schon einmal die Daumen!
Bis bald & viele Grüße

Barbara

P.S: Im Online-Shop gibt es gerade ein Weihnachts-Special mit 15% auf alles!

03/13/16

Pattydoo-Taschenlieblinge-Blogtour. Heute: Die Retro-Bag & ein Giveaway!

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In der deutschsprachigen Nähwelt ist Ina, gelernte Schneiderin aus Berlin, und ihr Label „Pattydoo“ vielen ein Begriff. Vor ein paar Jahren hat sie damit begonnen Schnittmuster zu entwerfen. In erster Linie geht es dabei um Kleidung für Frauen, Männer und Kinder aber auch viele Accessoires und Taschen kann man nach Ihren Anleitungen nähen.
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(Foto: Ina mit Ihrer Retro Bag in ihren aktuellen Buch, “Taschenlieblinge selber nähen” erschienen im Christophorus Verlag)

Ina versteht Ihr Handwerk ganz exzellent. Die Schnitte sind immer ausgereift und professionell erstellt. Aber das Besondere am Pattydoo-Konzept ist, dass dem Näher alles per Video erklärt wird. Und damit meine ich nicht ein verwackeltes, unscharfes Handyvideo sondern richtig professionell erstellte Videos, die auch einen Anfänger fachkundig von Anfang bis zum Ende durch den Entstehungsprozess leiten. Der Erfolg dieser Idee ließ nicht lange auf sich warten und so nimmt Ina heute Tausende ans virtuelle Händchen und verhilft Ihnen zu ersten Näherfolgen. Aber nicht nur Anfänger werden hier fündig. Das Angebot an Schnitten ist mittlerweile ziemlich groß.

Als Ina mich fragte, ob ich bei Ihrer Blogtour zum ersten Pattydoo-Buch „Taschenlieblinge selber nähen“ dabei sein möchte, habe ich keine Sekunde gezögert. Denn dieses Buch ist etwas ganz Besonderes: Viele verschiedene Taschenstile mit wunderbar erklärten Anleitungen und auch hier gibt es jede Menge Videos zur weiteren Erläuterung. Du willst wissen wie man eine Innentasche einnäht? –Dann schau Dir das Video dazu an. Unsicher wie ein Reißverschluss eingenäht wird? Auch dazu gibt es ein Video. Eine ganz besondere Buchidee und eine klare Kaufempfehlung für alle die Freude am Taschennähen haben oder es einmal unter fachkundiger Leitung ausprobieren wollen.

Das Erscheinen des Buchs wurde mit einer rauschenden Party in Berlin gefeiert (hier gibt es ein Video dazu. Ganz am Anfang bin ich übrigens zu sehen. Ein bisschen viele Glückwünsche auf einmal, ich weiß, aber was raus muss, muss raus!) Bei der Gelegenheit habe ich alle für das Buch genähten Exemplare schon live bewundern können.
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(Foto: Retro-Bag aus “Taschenlieblinge selber nähen”, erschienen im Christophorus Verlag)

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Für die Blogtour habe ich mir die Retro-Bag ausgesucht. An sich bin ich überhaupt kein Retro-Typ aber die Taschenform hat mir vom ersten Anblick an gefallen. Um dem Retro-Stil treu zu bleiben habe ich mir für meine Tasche Stoffe in petrol und orange ausgesucht und mit hellbraunem Veloursleder kombiniert.
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In ein paar Punkten bin ich, wie könnte es auch anders sein, von Pattydoos Anleitung abgewichen:

Meine Retro-Bag ist mit Soft &Stable statt herkömmlicher Vlieseline gefüttert. Ich finde eine Tasche sollte aus sich selbst heraus stehen und formstabil sein. Auf allen Fotos seht Ihr die Tasche ungefüllt. Sie bleibt einfach so stehen, ist aber gleichzeitig weich und lässt sich biegen und sogar zusammenknüllen. Für mich ist und bleibt Soft & Stable das perfekte Taschenvlies. Es ist vielmehr ein beschichteter Schaumstoff. Ich nähe keine Taschen und Täschchen mehr mit einer anderen Einlage. Wer Soft &Stable noch nicht kennt , findet hier eine Beschreibung. Kaufen kann man es z.B. bei Stoffsalat. Pattydoo stellt es im Buch ebenfalls vor, allerdings für ein anderes Projekt.

Ich habe den Bodenstoff der Tasche entgegen der Anleitung nicht gequiltet. Durch das Soft & Stable braucht die Tasche es für den Stand nicht und optisch gefällt es mir so besser.

Der Schnitt sieht für die Tasche eigentlich einen zusätzlichen Trageriemen vor. Da ich meine Taschen am liebsten am oder unterm Arm trage habe ich darauf verzichtet.

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Für die Tasche sind im Buch verschiedene Variationen konzipiert und auch erklärt. Eine Außentasche kann eingenäht werden (ich habe darauf verzichtet um das großflächige Muster im Außenstoff nicht zu zerschneiden). Es wird neben dem Anbringen fertiger Henkel auch eine Variante mit selbstgenähten Henkeln erklärt und es gibt einen Hinweis auf eine Innentasche mit Reißverschluss.
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Ich habe innen eine einfache aufgesetzte Tasche fürs Handy aufgenäht und mit einer knallorangen Paspel aufgehübscht. Die Tasche ist ja kein riesen Beutel und es besteht auch ohne vielen Innentaschen eine realistische Chance alles Gesuchte in – sagen wir mal – unter 2 ½ Minuten zu finden.

Wie man hier sieht sind nur die Seitenteile und der Boden mit Soft& Stable verstärkt. Vielleicht hätte ich das mit dem Stoff rund um den Reißverschluss auch mal besser machen sollen.
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Der Außenstoff ist ein gehütetes Stoffschätzchen von Amy Butler. Es ist ausnahmsweise ein fester Home Dekor-Stoff und damit absolut für Taschen gedacht. Ich neige ja sonst dazu alles Mögliche zum Taschenstoff umzufunktionieren.
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Und ich muss schon sagen: Die hellseherischen Fähigkeiten der guten Amy Butler sind schon beeindruckend! Als sie sich das Stoffdesign überlegt hat muss sie geahnt haben, dass sich genau an der Stelle mal ein dekorativer Kringel außerordentlich gut machen würde. Genau da und genau in der richtigen Größe, wo Barbara später mal ihre Taschenhenkel anbringen will. Tja, die Amy. Die denkt wirklich mit. So ein Schatz!

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Der Reißverschluss ist etwas breiter als üblicher Endlosreißverschluss und in Metalloptik. Er ist aus Kunststoff, lässt sich mit einer normalen Schere zuschneiden und man kann mit der Nähmaschine einfach darüber nähen. Optisch ist er kaum von einem Metallreißverschluss zu unterscheiden. Diese hochwertigen Reißverschlüsse haben es mir echt angetan. Sie sind in großer Farbauswahl als Meterware hier erhältlich.
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Noch mal kurz zusammengefasst:

Außenstoff: Amy Butler Cotton Sateen, gekauft bei Stoffsalat (in grün noch erhältlich), in türkis/petrol hier
Innenstoffe: Joel Dewberry, Modern Meadow Achorn Chain und Herringone
Paspel innen: Selbstgemacht aus Art Gallery Pure Elements in „Burnt Orange“, z.B. bei Lalala Patchwork (dort sind alle Pure Elements Unis vorrätig)
Paspel außen: als petrolfarbendes Schrägband gekauft, keine Ahnung wo
Taschengriffe: schon vor einer Weile beim DaWanda-Shop  “Florale Rose” gekauft. Das Sortiment wechselt hier oft. In jedem Fall eine super Quelle für hochwertige Echtleder-Taschengriffe
Einlage: Soft & Stable über Stoffsalat
Ziegenvelours: Alfatex
extrabreiter Reißverschluss in Metalloptik: Machwerk-Shop
Lederlabel: Sirogane Leather Works über Etsy (hier habe ich schon einmal darüber geschrieben)
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Und jetzt zum spannenden Teil: Ich darf ein Exemplar von Pattydoos Buch „Lieblingstaschen selber nähen“ verlosen! Wer hat es noch nicht, würde aber gern?

Jeder Kommentar unter diesem Blogpost nimmt automatisch an der Verlosung teil. Wer „Das mach ich nachts“ per Bloglovin, Feedly, als E-Mail-Abonnent, per Instagram oder Facebook folgt vervielfacht seine Gewinnchancen. Bitte gebt im Kommentar an auf welchem Weg Ihr meinem Blog folgt. Jeder Weg wird als einzelne Gewinnchance gezählt.

____ Verlosung beendet___________________________________________________

Wie immer entscheidet Mr. Random über den Gewinner. Die Verlosung endet am Sonntag, den 20.03.2016 und wird danach hier im Blog bekannt gegeben.

EDIT: Vielen Dank für Eure rege Teilnahme! Die Gewinnerin steht nun fest und heißt Renate W. Herzlichen Glückwunsch, Renate! Ich habe Dir bereits eine Email geschrieben!

Jetzt bleibt mir nur noch, Euch die Pattydoo-Blogtour mit vielen tollen Blogs und Taschen ans Herz zu legen. Im Anschluss an die Blogtour wird es bei Pattydoo eine große Linkparty mit tollen Gewinnen geben. Dort könnt Ihr dann Euren genähten Taschenliebling zeigen.
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Ich habe noch eine weitere Tasche aus dem „Taschenlieblinge“-Buch genäht. Die zeige ich Euch dann im Laufe der Woche.

Habt einen schönen Sonntag! Morgen geht es dann bei der Blogtour bei Steffi von tausendbunt mit der Blogtour weiter. Da bin ich schon sehr gespannt!

Viele Grüße
Barbara

10/18/15

Gewinner (heute gleich in der Mehrzahl)

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Meine Lieben,

entschuldigt bitte die verspätete Bekanntgabe der Bernina-Nähfuß-Aktions-Gewinner (na das ist jetzt mal ein Wort!) Manchmal kommt mir einfach das Leben dazwischen.

Unsere Herbstferien hier in NRW gehen gerade zu Ende und wir sind spontan in den Urlaub gefahren. Schön war es! Und somit bin ich blogtechnisch mit so manchem in Rückstand aber bald schon geht es weiter mit den vierten und damit vorletzten Nähfuß aus meiner Top-5-Hitliste der Nähfüße. Und alle, die noch auf eine Antwort auf eine Frage oder eine Email warten: Bitte habt etwas Geduld mit mir. Ich hinke noch etwas hinterher.

In jedem Fall freue mich sehr, dass so viele von Euch mit der Vorstellung der Nähfüße etwas anfangen können. Danke für die vielen unglaublich lieben Kommentare, die Ihr dazu hier hinterlassen habt. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut.

Aber jetzt, ohne viel Brimborium, gibt es den Gewinner meines Lieblings-Nähfußes, der #10.
Mr. Random findet, er sollte hier ein neues Zuhause finden:

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Die Nummer 90 ist Regina und sie schrieb:

Vielen Dank für die detaillierte Vorstellung des Füsschens. Ich hatte schon von # 10 viel positives gehört, aber die guten Bilder hier sprechen noch einmal für sich.
Jetzt lese ich mir noch die anderen Beiträge durch😉
VG Regina

Über das Pärchen bestehend aus dem Nähfuß #95C und dem Bandeinfasser #87 oder wahlweise #88 freut sich hoffentlich

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Kommentar Nummer 192 war dieser:

Bei meiner Maschine waren ja wirklich einige Nähfüße dabei, aber der Bandeinfasser eben nicht. Und der würde bei mir bestimmt ziemlich oft zum Einsatz kommen.
Vielen Dank für die ausführliche Vorstellung der Nähfüße. Ich finde es sehr interessant zu sehen, was man alles damit anstellen kann.
Liebe Grüße (und ein schönes WE)
Nannette

Ich schicke Euch Gewinnern parallel eine Email.

Alle, die diesmal leer ausgegangen sind: Nicht traurig sein. Zwei Füße und eine Menge mehr steht noch zur Verlosung und auch wenn es schon rein rechnerisch nicht möglich ist Euch alle mit einem Päckchen zu beglücken so hoffe ich doch, dass sich noch weitere glückliche Gewinner finden lassen.

Den beiden Gewinnern von heute herzlichen Glückwunsch und Euch allen einen guten Start in die Woche!

Liebe Grüße
Barbara

09/23/15

Bernina-Nähfuß-Serie: Der Bandeinfasser Nr. 87, auch als GIVEAWAY!

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Schrägband und ich – ein nicht ganz einfaches Verhältnis. Das Problem dabei ist: Ich liebe Schrägband. Ich kann und will nicht ohne. Es aber über mehrere Lagen Stoff, Ecken und Kurven hinweg sauber anzubringen ist eine Kunst.

Schrägband ist an unzähligen Stellen die der perfekte Kantenabschluss.  Bei manchen Projekten ist es auch schlichtweg auf anderem Weg gar nicht möglich eine Kante ordentlich zu versäubern. Oft ist das Schrägband auch nur ein kleines Detail, dass ein ganzes Nähprojekt aufwertet oder sogar den entscheidenden Farbakzent einbringt.
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Im Grunde also eine Technik, der wir alle früher oder später begegnen und in unser Repertoire aufnehmen.

Was genau ist Schrägband? Es ist ein Streifen Stoff, der diagonal zugeschnitten wird. Damit hat er ein anderes Dehnungsverhalten als ein Streifen, der einfach der Länge nach zugeschnitten ist. Und dank der besseren Dehnbarkeit legt sich Schrägband wunderbar um jede Kurve und wirft keine Falten. Zudem ist es zur Mitte hin eingeschlagen und gepfalzt. Damit gibt es beim Annähen keine offenen sondern sauber vorgeformte Kanten.
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Im Handel gibt es Schrägband in verschiedensten Designs und Breiten. Gängig sind die Maße 18mm (hier das hellblau Gestreifte links im Bild) und 20 -25mm (die Drei in der Mitte). Das Ankerschrägband hat eine Breite von 28mm, das Petrolfarbende sogar 30mm. Die vorderen Schrägbänder sind aus Voile hergestellt und damit eher für Bekleidung aus zarten Stoffen geeignet. Die Liberty-Schrägbänder auf der Rolle sind nur 15mm breit und für Bluseneinfassungen gedacht. Das Sternenband ist ebenfalls aus einem zarten Voile geschnitten und ein schönes Detail an zarten Kleidungsstücken. Das mintfarbende Schrägband ganz rechts hingegen ist selbstgemacht.

Schrägband kann mit den verschiedensten Methoden selbst hergestellt werden. Eine Möglichkeit hat Susanne von Hamburger Liebe hier wunderbar erklärt. Wer keinen Schrägbandformer hat wie Susanne ihn in der Anleitung benutzt, kann dafür auch auf eine Papiervorlage zurückgreifen wie z.B. diese hier für 2,5cm breites Schrägband.

Und warum hat die Barbara jetzt bitte ein problematisches Verhältnis zu Schrägband? Nun ja, es ist gar nicht so einfach Schrägband so gleichmäßig anzubringen, dass es wirklich sauber verarbeitet aussieht. Vor allem auf der Vorder-und Rückseite gleich schön. Und wenn es einem dann noch als Farbakzent ins Auge springt fällt leider auch genauso schnell auf, wenn es nicht ordentlich angebracht ist. Und damit habe ich bekanntlich große Probleme. Ein Tick von mir, ich weiß. Ich kann gar nicht zählen wie viele Meter ich schon wieder aufgetrennt habe, weil die Rückseite krumm und schief geworden ist während ich mich beim Nähen an der akkurat angenähten Vorderseite erfreut habe.

Das Internet ist voll mit unzähligen Tricks zum sauberen Annähen von Schrägband, z.B. hier und hier kann man Genaueres nachlesen. Aber selbst wenn man diese Technik irgendwann beherrscht (nur nicht stressen lassen, es ist wie so vieles eine reine Übungssache), dann muss man es der gängigen Technik nach immer noch in zwei Arbeitsgängen anbringen. Und das kann bei einem umfangreicheren Schrägbandeinsatz, wie z.B. dem Einfassen eines Kinderbadehandtuchs mit Kapuze, eine ganze Menge Zeit beanspruchen. Was also tun?
Verpackung BandeinfasserBernina Bandeinfasser
Für das Anbringen von Schrägband gibt es von Bernina spezielle Nähfüsse. Und die funktionieren ganz hervorragend! Wie genau zeige ich Euch an einem kleinen Taschendetail.Tasche innen
Die Innentasche von Theresas neuer Musikschultasche hängt nur lose in der Tasche selbst und wurde einfach oben mit eingefasst. Links, rechts und am oberen Innentaschenrand habe ich sie mit pinkem Schrägband eingefasst.

Nähfuss #87

Dafür wird der Nähfuß und die Vorrichtung für das Zuführen des Schrägbands gemäß der Anleitung montiert. Wie das genau funktioniert, sehr Ihr in diesem Bernina-Video. Es geht in jedem Fall ruck-zuck.
Nähfuss #87_

Durch die Führung wird nun das passende Schrägband (in diesem Falle ein Gekauftes) dem Nähfuß zugeführt.
Schrägnband
Die gebogene Führung sorgt dafür, dass das Schrägband genau in der Mitte gefaltet wird. Jetzt können Stichlänge und Nadelposition individuell eingestellt und ggf. ein Zierstich ausgewählt werden. Ab jetzt ist alles ein Kinderspiel. Einfach los nähen und den Stoff mit einlegen. Dabei darauf achten, dass der Stoff ganz nah am Schrägband geführt wird. Ich helfe da mit einem Nahtauftrenner und schiebe beim Nähen den Stoff immer wieder nach ganz rechts.
Bernina Bandeinfasser Anwendung
Es kann sowohl nur eine Schicht Stoff eingefasst werden als auch mehrere Lagen. Auch ein Sandwich aus Stoff, einer Einlage und wieder Stoff funktioniert wunderbar.
Bernina Bandeinfasser mehrere Schichten
Allerdings bietet es sich dann an die Kante zuerst mit einem Zick-Zack-Stich oder einer Overlock zu versäubern. Damit ist sichergestellt, dass sich die einzelnen Lagen beim Nähen nicht verschieben. Hier habe ich ein nicht versäubertes Stück Soft und Stable mit eingefasst. Es funktioniert, die Naht ist gerade, aber wäre die Kante versäubert gewesen, hätte ich sie leichter bis ganz oben schieben können. Der Zwischenschritt des Versäuberns der Kante ist einfach eine Arbeitserleichterung.
mit Soft and Stable
Das Ergebnis ist in jedem Fall eine wunderbar gerade Naht
Bernina Bandeinfasser Ergebnis vorne
und die Rückseite ist exakt genauso schön.
Bernina Bandeinfasser Ergebnis hinten2
Und auch wenn die Vorteile dieses Nähfußes absolut auf der Hand liegen habe ich bei diesem Nähfuß lange gezögert, ob ich ihn mir zulege. Genau genommen braucht man dafür nämlich zwei.
Nähfuss #95C
Die Nummer 95 als leicht modifizierter Standartnähfuß  (kostet rund 40 Euro, er ist rechts ein bisschen schmaler als der Standardnähfuß #1)
Fussvergleich
und den Aufsatz selbst, der das Schrägband der Nadel zuführt. Und hier muss man sich vorher auch noch entscheiden, welche Breite man verarbeiten will und ob es bereits vorgepfalztes Schrägband (selbst hergestellt oder gekauft) oder doch lieber ein einfacher Stoffstreifen sein soll, der erst beim Annähen umgelegt wird. Also nix für einen Spontankauf.

Der Nähfuß #87 (Achtung, an dieser Stelle bitte einmal kurz den Kaffee abstellen – kleine Vorsichtsmaßnahme, so ein Computer ist schließlich auch nicht ganz billig) kostet rund 155 Euro und ist für bereits gepfalzte Schrägbänder gedacht und in der Breite 13mm, 20mm oder 25mm erhältlich. Ich habe mich für 25mm entschieden. Die meisten im Handel erhältlichen Schrägbänder haben eine Breite von rund 25mmIMG_0529
Der Nähfuß #88 kann einfache Stoffstreifen, die schräg zugeschnitten sind, verarbeiten. Es muss also nicht erst Schrägband geformt werden. Er kostet rund 175 Euro und ist in der Breite 28mm (ergibt eine Breite von 7mm erhältlich), 32mm (ergibt eine Breite von 8,5mm) und 38mm (ergibt eine Breite von 10,5mm) zu haben.
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Wann lohnt sich ein solcher Nähfuß? Ich würde sagen jeder, der nur gelegentlich Schrägband vernäht, kann es ohne Probleme auf herkömmliche Weise in zwei Arbeitsschritten anbringen.
Einfassung Frotee
Für mich aber gehört der Nähfuß #87 in meine Top-Five der Nähfüße, denn er erledigt diesen Schritt einfach um ein Vielfaches sauberer und ist eine große Zeitersparnis wenn es an die Sachen geht, die in jedem Kinderhaushalt nützlich sind: Wickelunterlagen, Badehandtücher, Lätzchen und Co.
Einfassen von Nähten

Fotorechte: Go to sew

Und auch für leidenschaftliche Bekleidungsnäher ist er eine tolle Hilfe beim Versäubern und Einfassen von offenen Kanten.
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Zugbänder lassen sich übrigens auch ganz einfach aus zusammengenähten Schrägbändern herstellen.
SIXTA_Matchbeutel10

Im Bernina-Video zu diesem Fuß wird zudem gezeigt, wie man damit perfekte Ecken näht. Sehr gelungen, muss ich sagen. Das habe ich bisher aber noch nicht selbst ausprobiert.

Und alle Bernina-Näherinnen, die beim Preis ordentlich gezuckt aber den Vorteil für sich klar erkannt haben: Auch diese beiden Nähfüße (#95 + alternativ #87 oder #88) gibt es dank Bernina in dieser Woche zu gewinnen, und zwar in der zur eigenen Maschine passenden und persönlich favorisierten Variante! In dieser Woche hat der Preis also einen Wert von über 200 Euro!

Die Teilnahmebedingungen:

Jeder Kommentar unter diesem Post nimmt automatisch an der Verlosung teil, außer es ist explizit vermerkt, dass eine Teilnahme nicht gewünscht ist (an der Stelle sei noch einmal erwähnt: Ich freue mich ausdrücklich über jeden Kommentar!). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und jeder Teilnehmer im deutschsprachigen Raum willkommen.

Teilnahmeschluss ist Freitag, der 02. Oktober, 24:00 Uhr. Den Gewinner sucht der unbestechliche Mr. Random, also ein Zufallsgenerator, aus. Der Gewinner wird hier auf dem Blog bekannt gegeben und zusätzlich per Email angeschrieben.

Die fertige Musikschultasche sieht übrigens so aus:
Musikschultasche2
Der Schnitt stammt aus Amy Sinibaldis Buch “Sweetly Stitched Handmades“.
Sweetly Stitched Handmades Sweetly Stitched Handmades ABC Tote Bag
Die Vorlage aus dem Buch war Theresa zu kindlich. Aber ohne die kleine Vordertasche und mit modernen Stoffen entpuppte es sich als ein moderner, schnell genähter Shopper, der es mit einigen Büchern und einem Notenständer aufnehmen kann.
Tasche innen
Detail Tasche Henkel
Verwendete Stoffe: alle von Cotton & Steel (außen Mochi in Gamaguchi Mint , pinker Boden: Sprinkles in Petal, Einfassung und Innentasche innen Sprinkles in Turquoise, Futterstoff: XOXO On the Rocks, Tasche innen: Backgammonish in mint), gefüttert ist die Tasche mit einer Lage Soft& Stable.
Euch allen viel Glück und eine gute Woche!

Liebe Grüße
Barbara

P.S: Den Gewinner des Schalkantfußes #10 reiche ich ganz bald nach…