03/4/17

Meine liebsten Pure Elements für den Sommer und Gretes Kissen dazu

Ihr Lieben,

zugegeben, die 4-Jahreszeiten-Aktion zieht sich hier etwas in die Länge, aber immerhin machen es die ersten warmen Sonnenstrahlen heute etwas leichter, sich in den Sommer reinzufühlen.
Sommer. Für so viele die schönste Jahreszeit. Ich kann mich gar nicht so richtig entscheiden. Gerade beim Erstellen der Collagen ist mir wieder bewußt geworden wie gerne ich an einem Ort lebe, der 4 Jahreszeiten im Programm hat. Jede für sich so schön und besonders.

Der Sommer spricht besonders mein emotionales Gedächtnis an: Die Abendsonne im Gesicht, der Duft der abgemähten Felder, die frische Luft am frühen Morgen. Und besonders Kindheitserinnerungen werden wach. Ich habe meine Kindheit mit meinen Geschwistern wo immer es ging draußen verbracht. Unser Haus war das letzte in der Straße, zu zwei Seiten umgeben von Wald. Ich erinnere mich wie ich selbst als recht kleines Kind die letzten Minuten am Abend, bevor zum Abendessen gerufen wurde, auf der Wiese liegend verbracht habe. Augen zu, den Geruch von frischem, warmen Gras in der Nase. Als Jugendliche dann mit den Pferden über die abgemähten Felder galoppieren – das war das Größte. Und Sommerurlaube vorrangig am Wasser in wärmeren Gefilden.

Die Farben, die für mich zu dieser Jahreszeit gehören, sind frisch, klar und warm. Gelb gehört natürlich dazu. Das warme Gelb der Sonne, der Weizenfelder, Sonnenblumen und Früchte. Türkis und Mint als Erinnerung an Wasser und Meer. Grün für das Gras und die Blumenpracht im Garten. Und auch ein kräftiges Pink darf nicht fehlen. Denn jetzt darf es farblich mal so richtig knallen.

Die Fotos meiner Collagen habe ich auch diesmal wieder in einem Pinterest-Board abgelegt. Hier findet Ihr die Originale, noch mehr Sommerbilder und den Verweis zur Ursprungsquelle der Bilder.

Wie ja schon im Frühlings-Blogpost angekündigt, haben Grete und ich uns das Vernähen der vier Jahreszeitenpakete geteilt. Frühling und Sommer stammen von ihr. Ist das Sommerkissen nicht toll geworden? Es wird während der warmen Jahreszeit ganz sicher meinen Leseplatz verschönen.

Die Farben meines Sommers sind:

Art Gallery Pure Elements (von links nach rechts) Banana Cream (gelb), Dark Citron (grün), Sweet Mint, Rasperry Rose (Pink), White Linen (helles Cremeweiß) und Cozumel Blue (türkis).


Im Kontrast zum Frühlingskissen ist dieses nur ganz zurückhaltend im Nahtschatten gequiltet. Nur das Kreuz in der Mitte ist zu sehen.
(Schuhe: Boden direct)

Ich freue mich jetzt schon aufs Barfußlaufen und die offenen Sommerschuhe. Ich hab die Socken-Saison so satt. Ein paar Grad wird es wohl noch brauchen, aber dann…

Und? Welche sind Eure Sommerfarben und warum? Erzählt mir doch davon!

Liebe Grüße
Barbara

P.S: Wer neu im Blog ist (ganz kurz vorab: Ein herzliches Willkommen! Schön, dass Du da bist!), findet hier meine Winter– und Frühlingsfarben und Kisseninspiration dazu.

P.P.S: Parallel zu meiner Jahreszeitenaktion haben Julia von Fine Fabric und Judith von Septembers Quiltdelight eine tolle Aktion und Linkparty ins Leben gerufen, die sich das ganze Jahr über mit Farben und ihrer Wirkung auseinandersetzt. Schaut doch mal vorbei!

02/3/17

Frühling lässt sein blaues Band…. oder meine liebsten Frühlingsfarben vereint in einem Kissen


Wie in meinem letzten Blogpost schon erzählt habe, durfte ich mir ein Fat Quarter Paket mit 24 wunderschönen Unis  von Art Gallery zusammenstellen. Dieses Paket habe ich wiederum in 4 Jahreszeiten unterteilt und gemeinsam mit Grete für jede Jahreszeit Kissen daraus genäht. Wenn wir Euch alle Kissen vorgestellt haben wird es das komplette Fat Quarter Paket für Euch zu gewinnen geben. Ein riesig toller Gewinn, gesponsert vom Stoffsalat! Dazu mehr, wenn ich Euch den Sommer und Herbst in Kissenform gezeigt habe.

Nachdem ich Euch vor ein paar Tage meine Winterfarben und -Kissen vorgestellt habe (an der Stelle vielen Dank für Eure tollen Kommentare dazu!) ist nun der Frühling dran.

Wenn ich an Frühlingsfarben denke, dann sind es automatisch Pastelltöne. Leuchtende, aber sanfte Farben kommen mir in den Sinn. Und ein kräftiges, strahlendes Grün. Auch hier habe ich mit Moodboards versucht meine Stimmung in Bildern einzufangen. Die Bilder sind alle bei Pinterest auf einem Board abgelegt.

Das Nähen eines Frühlingskissens hat Grete übernommen. Als Meisterin des Freihandquiltens hat ihr Kissen eine wunderschöne Textur erhalten.

Ich wünschte, ich könnte sowas auch einfach so aus dem Handgelenk. Nicht, dass sie nicht schon geduldig versucht hätte es mir beizubringen.

Und auch Ihr Makerist-Kurs dazu ist eine riesen Hilfe für jeden Quilteinsteiger. Denn mit geschickten Übungen (und vor allem regelmäßigem Üben, daran hapert es bei mir) kann das jeder lernen.

Meine 6 Frühjahrsfarben sind also diese hier:
Die Farben heißen (von oben nach unten):

Quartz Pink (rosa), Sweet Mint (ein grünstichiger Mintton), Lemonate (leuchtendes Grün), Coral Reef (ein zartes Korallenrot), Crystal Pink (Babyrosa) und Icy Mint (zartes Eisblau). Der Hintergrungstoff ist Snow (Reinweiß). Besonders Icy Mint und Lemonate verwende ich häufig. Das sind zwei besonders schöne Farbtöne.

In diesen Frühlingsmix passen übrigens wunderbar gelb- und zarte Orangetöne. Mit einer Farbkarte in der Hand lassen sich passende Unis viel besser aussuchen. Eine gute Investition, die vor vielen Fehlkäufen schützt, besonders für Online-Käufer.

Und? Frühlingsgefühle geweckt? Welche sind Eure persönlichen Frühlingsfarben?

Viele Grüße
Barbara

∼ Er ist’s ∼

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike (1804 – 1875)

01/29/17

Vier Jahreszeiten, vier Stoffpakete und zwei Kissen für den Winter

Ende November haben Grete und ich eine Verlosung für Euch ausgeheckt, die eigentlich schon im Dezember über die Bühne gehen sollte. Da sie aber etwas aufwändiger geworden ist startet sie erst heute. Aber im Grunde ist das ja wurscht.

Die (ich kann es nicht oft genug sagen) großartige Grete, hat mir die Wahl eines Gewinns für Euch überlassen. Und die Entscheidung war ruck-zuck getroffen: Meine Lieblingsfarben der so wunderschönen Art Gallery “Pure Elements” in einem Fat Quarter Paket! Seit Kurzem führt der Stoffsalat alle verfügbaren Farben.

Warum gerade diese? Ich liebe Uni-Stoffe. Ich kann es nicht oft genug schreiben. Sie sind das Grundgerüst meines Nähens. Sie lassen andere Stoffe hervortreten, neutralisieren wilde Muster und eine Paspel hier, ein Streifen da, wertet so gut wie jedes Nähprojekt auf. Sie sind sich aber auch selbst genug und reine Uni-Projekte ein riesen Trend in der Patchworkszene. Kurzum: Ich bin davon überzeugt, dass jede von Euch damit etwas anfangen kann.

Warum die “Pure Elements”? Wer schon einmal einen Baumwollstoff von Art Gallery in der Hand hatte weiß, dass sie sich viel feiner und leichter anfühlen als die klassischen Baumwollstoffe für Patchworker. Sie sind allesamt auch für Kleidung geeignet und haben eine sagenhafte Farbtiefe und Leuchtkraft.
(Dieser wunderbar winterliche Apfelkuchen stammt aus dem neuen Buch meiner Schwester “Gesund Backen ist Liebe”, im Buchhandel oder hier erhältlich)

Das Sortiment ist mit knapp über 70 Farben eher klein. Und trotzdem ist es mir schwer gefallen meine 24 Lieblinge zu bestimmen.

Mit so einer Denksportaufgabe habe ich dann ein bisschen zu tun. Ich bin also mal tief in mich gegangen und habe überlegt, welche Farben ich sehr regelmäßig benutze und welche mich immer wieder anziehen. Das Ganze habe ich dann versucht so abzurunden, dass die Stoffe untereinander in sehr vielen Kombinationen zu einander passen.

Zuletzt meinte Grete, wir könnten doch etwas für Euch daraus nähen. Dafür haben wir uns dann extra in ihrem Laden zum Nähen verabredet. Dafür ist mir ja im Grunde jeder Vorwand recht. Und auf dem Weg dahin dachte ich mir: Nee, Barbara, Du würdest für Dich nie so viele unterschiedliche Farben in einem Projekt vernähen.

Und so kamen wir auf das, was es jetzt auf ein paar Blogpost verteilt für Euch zu sehen und später zu gewinnen gibt: Ich habe “mein” Fat Quarter Paket in 4 Pakete zerlegt. Und zwar nach Jahreszeiten.

Die Jahreszeiten haben Grete und ich unter uns aufgeteilt und jeweils Kissen genäht um Euch eine Vorstellung davon zu geben, wie die Farben miteinander aussehen. Ich hatte vorgegeben, dass wir alle Kissen im Format 50x 50cm nähen und nur die Unis aus dem jeweiligen Jahreszeitenpaket verwenden. Wie ihr seht habe ich mich im Gegensatz zu Grete weder an das eine, noch an das andere Vorgabe gehalten. Hoppala.

Jeweils 6 Farben symbolisieren für mich eine Jahreszeit. Los geht es heute mit dem Winter. Damit ihr eine grobe Vorstellung davon bekommt was ich bei der jeweiligen Farbzusammenstellung im Sinn hatte, habe ich sog. Moodboards erstellt. Das sind Collagen mit Bildern, die versuchen mein Gefühl mit Hilfe von Bildern sichtbar zu machen. Für die Links zu den Originalfotos, die ich vorrangig auf Pinterest gefunden habe, habe ich dort Pinnwände angelegt.

Der Winter besteht aus den Monaten Dezember, Januar und Februar. Dezember steht auch bei mir ganz im Zeichen von Weihnachten. Ich mag klassisches Tannengrün, Weiß, kräftiges Rot  – die klassischen Weihnachtsfarben. Aber spätestens nach Silvester wandert die komplette Dekoration wieder in den Keller und auch der Tannenbaum zieht aus. Bleiben noch zwei Monate des Winters über, die auch eine kuschelige Deko verdient haben.

Also habe ich mich an Töne gehalten, die mich auch durch den Januar und Februar begleiten dürfen. Meine Winterfarben.

Genäht habe ich daraus eine Patchwork-Schneeflocke. Genau meine Farben und sehr passend zu den übrigen Textilien meiner Récamière, meinem Leseplatz im Schlafzimmer.

Wie man so ein Kissen näht zeigt Amanda von “Crazy Mom Quilts” sehr ausführlich und gut bebildert auf ihrem Blog. Die Anleitung ist auf englisch und kostenlos.

Wie man ein Kissen mit einem verdeckten Reißverschluss schließt habe ich hier schon einmal gezeigt. Eine weitere Anleitung gibt es auf dem Blog von Martina / Frau Machwerk.

Ich habe das Kissen mit graden Linien außen gequiltet und habe mich innen an den Sternen orientiert. Das Quilten erhöht die Stabilität und gibt dem Stern eine schöne Struktur.

Das zweite Kissen ist nach dem Schnittmuster “Tall Tall Trees” von nanaCompany/ Amy Sinibaldi genäht. Diese Anleitung kann man über etsy als pdf kaufen.

Beim Zusammensetzen der Baumreihe hat sich dann auch gleich gerächt, dass wir dabei die ganze Zeit gequatscht haben. So stehen zwei sehr ähnliche Bäume nebeneinander. Aber das soll’s. Zur Abwechslung habe ich einen Baum in Patchworkstoffen eingestreut und als Binding einen schräg laufenden Streifenstoff verwendet.

Dieser hier ist ein Schatz aus einer alten Bonnie & Camille Kollektion (hat noch jemand was abzugeben? Er fehlt mir jetzt schon. Der Stoff ist aus der “Daysail”-Kollektion und im Handel nicht mehr erhältlich).

In letzter Zeit habe ich alle Quilts und Kissen mit solchen Schrägstreifen eingefasst. Mir gefällt das sehr.

Die 6 Farben meines Winterpakets heißen (von oben nach unten) : Mauvelous (Mauve, helles Flieder), “Spiceberry” (Beere), Snow (Reinweiß), “Mystic Grey” (helles Grau, der Hintergrundstoff des Kissens), “Ash” (dunkles Grau) und “Nocturnal” (Dunkelblau).

Nach dem Winter kommt ja bekanntlich der Frühling. Nähtechnisch hat Grete ihn übernommen. Ihr sagenhaft gequiltetes Kissen seht ihr dann demnächst an dieser Stelle.

Die Verlosung des kompletten 24-teiligen Fat Quarter Pakets folgt dann nachdem ihr alle Jahreszeiten und unsere Kissen dazu gesehen habt.

Und? Wie sieht Euer Winter aus?

Viele Grüße
Barbara

12/6/16

Wie finde ich die richtige Overlock & großes Gewinnspiel

bernina-l450-32-zu-gewinnenWer auf der Suche nach einer Nähmaschine, einer Over- oder Coverlockmaschine ist, hat es nicht ganz einfach ein für die eigenen Anforderungen und das Budget passende Maschine zu finden. Wer sich an einen Pfaff-Händler wendet geht mit einer Pfaff nach Hause, beim Bernina-Händler wird es eine Bernina sein. Und auch wer die Nähbegeisterten im Umfeld fragt wird da eine sehr subjektive Empfehlung bekommen.

Auch wenn ich den lokalen Einzelhandel sehr schätze und versuche mit Käufen zu unterstützen hat sich das bei mir beim Maschinenkauf nicht bewährt. Kein Händler vor Ort hat eine wirklich große Auswahl über alle Hersteller hinweg. Da wird das Modell empfohlen das eben da ist. Aus kaufmännischer Sicht ist das nachvollziehbar aber es gehört schon ein bisschen Glück dazu auf dem Weg zur passenden Maschine zu kommen.

Vor gut zwei Jahren habe ich einen Blogpost zum Nähmaschinenkauf geschrieben. Die Idee dazu kam mir, weil mir die Frage nach einem passenden Modell immer wieder gestellt wurde. Und das es nicht das eine, einzige passende Nähmaschinenmodell für alle Näher (innen) da draußen gibt, habe ich mich mit Petra Neuhierl vom Nähpark Diermeier zusammengetan, um in verschiedenen Preisklassen und über alle Hersteller hinweg gute Maschinen und ihre individuellen Vorteile aufzuzeigen.

Beim Nähpark habe ich meine dritte Maschine gekauft und damals eine Einweisung in meine neue Maschine bekommen, die ihres gleichen sucht. Hier habe ich ausführlich darüber geschrieben.

Wo findet man schon eine herstellerneutrale Beratung von jemandem, der tatsächlich auf jedem einzelnen Modell schon genäht hat und deshalb aus eigener Erfahrung Maschinen bewerten kann?

Nachdem der Blogpost zum Nähmaschinenkauf ein bis heute sehr beliebter ist, habe ich mich wieder mit Petra Neuhierl zusammengetan um allen, die zur Weihnachtszeit auf der Suche nach einer Overlock sind, einen Überblick über die aktuell besten Modelle zu verschaffen.
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Ein verrücktes Volk, diese Näherinnen. Alles beginnt mit einer Nähmaschine und kaum ist dieser Wunsch erfüllt, kreisen die Gedanken schon um die nächste große Anschaffung:  eine Overlock. Aber wofür braucht man denn überhaupt eine?

Wenn man sich ein gekauftes T-Shirt gegenüber einem selbst mit der Nähmaschine genähten einmal genauer anschaut, sind die größten Unterschiede innen zu finden: Die Versäuberung eines gekauften T-Shirts sieht nämlich so aus:
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Selbst die beste aller Nähmaschinen kann diese elastischen Nähte nicht erzeugen. Dafür braucht man eine Overlockmaschine. Sie näht und versäubert die Nähte in einem Arbeitsgang indem sie den Überstand gerade abschneidet und mit einer vierfädrigen, elastischen Versäuberungsnaht einfasst. Diese Naht macht das Kleidungsstück deutlich stabiler, ist gleichzeitig dehnbar und verhindert das Ausfransen. Zudem arbeitet sie so schnell, dass die Zeit der reinen Versäuberung mit einer Nähmaschine länger dauert als das Nähen des kompletten Kleidungsstücks mit einer Overlock.
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Kleidungsstücke aller Materialen werden so professionell versäubert. Besonders elastische Stoffe brauchen eine elastische Naht um nicht beim An- und Ausziehen zu reißen. Nicht nur Bekleidung, sondern auch Sofakissen, Bettwäsche und Quilts (bevor das Binding, also die Einfassung aufgenäht wird), werden so für viele Waschgänge und jahrelange Nutzung stabilisiert.
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Über Kurz oder lang landet jeder ambitionierter Näher bei einer Overlock. Aber welche ist die Richtige? Die Preisspanne ist schließlich groß. Discountermaschinen bekommt man schon für 130 Euro und auch für 2.000 Euro kann man noch eine Overlock kaufen.

Ganz grundsätzlich kann jede Overlock das gleiche. Warum also diese gewaltige Preisspanne? Die wesentlichen Unterschiede liegen in

–          der Nähqualität
–          der Nahtqualität
–          dem Bedienkomfort
–          der technischen Qualität
–          und der Lautstärke.

Wie auch bei der Betrachtung der Nähmaschinen klammere ich die Maschinen der Discounter mangels eigener Erfahrung aus. Grundsätzlich kann man hier sagen, dass sich diese Maschinen in allen Bereichen am untersten Ende der oben genannten Punkte bewegen. Gerade für Anfänger, die sich mit den Einstellungen und dem Einfädeln noch schwer tun, sind sie mühsam in der Handhabung.
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Apropos einfädeln: Viele schreckt beim ersten Kontakt mit einer Overlock das Thema einfädeln ab. Es wird mit 4 Fäden genäht und deshalb müssen 4 Fäden durch die Maschine gefädelt werden. So mancher hat davor großen Respekt (ich hatte es jedenfalls). Im Alltag ist das aber keine große Sache. Bei den meisten Maschinen ist der Weg des Einfädelns genau aufgezeichnet und farblich markiert.
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Am Anfang dauert das länger, nach ein paar Mal kann man das im Halbschlaf. Zudem kann man beim Tausch der Spule einfach den Faden über der Spulenkone abschneiden und mit dem neuen Faden verknoten. Damit ist der Fadenwechsel in Windeseile erledigt. Wenn die Maschinen aber zu eng gebaut sind wird es schon sehr fummelig.

Die Einstiegsmodelle

Im Fachhandel kostet ein Einstiegsmodell zwischen 250-450 Euro. Sie tun allesamt ihre Arbeit, sind aber verhältnismäßig laut und laufen gegenüber den hochwertigeren Maschinen nicht ganz so rund. Die meisten Stoffe verarbeiten sie jedoch problemlos. Im Wesentlichen sind es diese 5 Modelle, die sich bewährt haben:

Die Bernette Overlock 610D sowie die Brother 1034 und 2104 sind gern empfohlene Modelle. Besonders die Brother 2104 besticht hier mit einer deutlich komfortableren Einfädelung.
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Die Janome 8002D ist für alle eine gute Empfehlung, die nur mit Jersey arbeiten. Ihr Nahtbild ist besonders schön, allerdings ist sie wenig komfortabel beim Einfädeln und bei der Umstellung auf Rollsaum. Wer das selten braucht hat in der Janome 8002D eine gute Maschine gefunden.

Neu auf dem Markt sind die Maschinen von Juki, die in der Vergangenheit Overlockmaschinen für Bernina gebaut haben und über viel Erfahrung verfügen. Das Modell MO50 hat einen im Vergleich hohen Bedienkomfort, näht sehr exakt und auch das Einfädeln und Umstellen ist hier angenehm. Zudem verfügt die Maschine in dieser Preisklasse über die größte Laufruhe. Wer gerne abends in Hörweite der Familie oder kleiner Kinder näht wird das zu schätzen wissen.
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Fazit: Aktuell bietet die Juki MO-50 in dieser Preisklasse das Meiste fürs Geld.

Die gehobene Mittelklasse

Das Mittelfeld bestimmen aktuell eine neue Maschine von Bernina und drei Modelle aus dem Hause Juki.

Die Klassiker unter den Overlockmaschinen, die Bernina-Modelle 700D, 800D, 1100D und 1150 MDA sind allesamt Auslaufmodelle, die durch eine komplett überarbeitete Baureihe abgelöst werden. Sie gelten als wahre Arbeitstiere, die „über Stock und Stein“ nähen und sind jetzt als Auslaufmodelle günstig zu bekommen.

Die Juki MO-114D ist baugleich mit der Bernina 800D und weiterhin erhältlich. Die Juki MO-654 ist optisch nicht so ansprechend, ist aber zuverlässig und angenehm zu bedienen. Auch das Nahtbild ist wirklich schön.

Das Juki-Modell MO-734 ist vergleichbar mit der Bernina 1150MDA. Wer die Bernina 1150MDA liebt (so wie ich, es ist meine eigene Maschine), hat hier einen Nachfolger gefunden. Das Nahtbild ist spitze und die Laufruhe ist sehr angenehm. Die MTC-Funktion der Bernina, mit der die Fadenspannung noch genauer justiert werden kann, ist an dieser Maschine allerdings nicht zu finden. Diese Technik ist ein Patent von Bernina.
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Das Modell Brother 4234 bietet viel Bedienkomfort, ist allerdings deutlich lauter als die übrigen Maschinen.

Auch die Pfaff Hobbylock 2.5 kann mit den übrigen Maschinen nicht mithalten. Sie ist sehr eng gebaut und damit ist alles schlecht erreichbar. Das rächt sich beim Einfädeln, Säubern und Nadel wechseln.  Diese Problematik besteht auch bei den Maschinen von Husqvana und Singer.

Bernina  hat mit der L450 eine komplett überarbeitete Overlockmaschine eingeführt. Die Bedienung ist noch komfortabler, sie ist einfach und schnell einzufädeln und die Laufruhe ist sensationell. Die Messerführung erfolgt zum ersten Mal von unten und funktioniert trotzdem für alle Materialien in der gewohnten Bernina-Qualität.
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Die oben schon benannte MTC-Funktion, zur optimalen Einstellung der Kantenverschlingung, ist ebenfalls eingebaut.
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Diese Maschine durfte ich ausführlich testen und bin begeistert! Eine riesige Entwicklung zu den Vorgängermodellen. Besonders das Messer von unten und den damit gewonnenen Platz rechts der Nadel begeistern mich. Und diese Laufruhe! Kein Vergleich zu bisherigen Overlockmaschinen.
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Fazit: Das neue Bernina-Modell ist damit für Frau Neuhierl und mich die Top-Empfehlung in diesem Preissegment. Und zudem darf ich eine Maschine unter meinen Lesern verlosen! Mehr dazu am Ende des Blogposts.

Die hochwertigen Overlock-Maschinen

Für alle, die gerne mit hohem Komfort nähen oder ihre Maschine sehr häufig nutzen sind die Modelle von Baby-Lock und die Top Modelle von Juki und Bernina die richtigen Kandidaten.
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Baby-Lock gilt als Porsche unter den Over- und Coverlockmaschinen. Mit dem Air-Jet-System, das per Luftdruck und damit maximal komfortabel das Einfädeln übernimmt ist sie erklärter Favorit all derjenigen, die viel Respekt vor der Fädelei haben. Zudem sind viele Einstellungen einfach bzw. automatisch gehalten. Das macht den Start einfach, nimmt dem Näher aber gleichzeitig die Möglichkeit eigene Einstellungen zu finden oder andere Garne als den Standard zu verwenden. Bauschgarn z.B. kann das Air-Jet-System nicht verarbeiten, bzw. ist nur mit Trickserei möglich.

Neben all den Vorteilen gelten diese Maschinen was die Lautstärke betrifft als wahre Traktoren. Damit sind sie für mich persönlich bei meiner Anschaffungsüberlegung ausgeschieden. Von anderen Nähbegeisterten wurde mir berichtet, dass der Fussanlasser zudem gewöhnungsbedürftig sei. Er kann stehen oder rasen, dazwischen gibt es nichts. Mit einfachen Griffen kann man ihn aber aufschrauben und manipulieren (zu Beachten ist hierbei aber ggf. der Verlust der Garantie).

Abgesehen davon haben die Maschinen aber definitiv ihre Berechtigung im Hochpreissektor und zu recht viele Käufer.
juki-mo-2000-exportIm Hochpreissegment hat Juki ein Modell eingeführt, dass ebenfalls über eine Lufteinfädelung und über ein Display verfügt. Hier werden zu jedem Stoff Einstellungsempfehlungen und Stichbreiten empfohlen. Damit ist die Juki MO-2000 sicherlich eines der komfortabelsten Modelle auf dem Markt und für unerfahrende Overlocker eine riesen Hilfe.

Die Profi-Overlocker spricht Bernina mit der neuen L460 an. Mit 1.500 Stichen pro Minute näht sie wahnsinnig schnell.  Ein Vorteil für alle, die lange Bahnen zu versäubern haben. Auch sie verfügt wie die L450 über das MTC-System und eine tolle Laufruhe.
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Viele neue Funktionen dieser Maschine kommen aus dem Nähmaschinenbereich. Sie verfügt über eine Nadel-Stopp-Funktion. Damit befinden sich Nadel und Greifer immer in der richtigen Position. Die Maschine kann komplett über den Fußanlasser gesteuert werden. Die Geschwindigkeit lässt sich darüber sehr fein steuern. Der Griff zum Handrad erübrigt sich.

Zum ersten Mal verfügt eine Overlock über einen Kniehebel. Die Hände bleiben damit am Stoff. Gerade Rechtshänder müssen bei einer Overlock sonst zum Absenken des Nähfußes einmal um die Maschine greifen. So bleiben beide Hände am Stoff und der Kniehebel lässt den Fuß runter. Zusätzlich ist ein Anschiebetisch als Zubehör inklusive.

Fazit: Kaufempfehlung in dieser Klasse ist die Juki MO-2000. Sie überzeugt durch maximalen Komfort bei hoher Laufruhe und tollem Stichbild. Für den Profi sind die aus dem Nähmaschinenbereich stammenden Innovationen der Bernina L460 eine enorme Arbeitserleichterung.
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Verlosung: BEENDET

Was für ein Geschenk vom Nähpark an meine Leser! Ich darf eine nagelneue Bernina L450 im Wert von 799 Euro unter Euch verlosen!

Teilnehmen könnt Ihr wie immer mit einem Kommentar hier im Blog. Eine zusätzliche Gewinnchance gibt es über Instagram und Facebook (die Bedingungen sind dort beschrieben).

Teilnahmeschluss ist Mittwoch, der 14. Dezember, 24:00 Uhr. Der Gewinner wird hier bekanntgegeben und von mir kontaktiert.

Teilnahmeberechtigt sind Leser und Leserinnen aus Deutschland und Österreich. Die Auszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen.
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Ich drücke jedem von Euch fest die Daumen!

Viele Grüße
Barbara

P.S: Dieser Blogpost ist in Zusammenarbeit mit dem Nähpark Diermeier entstanden. Die Modellfotos habe ich ebenfalls von dort erhalten. Zu Fotozwecken wurde mir eine Bernina L450 zur Verfügung gestellt, die auch ausführlich testen durfte und nun zurückgesandt habe. Der Gewinner erhält selbstverständlich eine nagelneue und originalverpackte Maschine direkt vom Nähpark.

Meine Meinung über ein Produkt ist nicht käuflich. Ich habe den Nähpark aktiv um Mithilfe an diesem Blogpost gebeten. Mit diesem Blogpost habe ich versucht meinen Leserinnen und Lesern einen möglichst neutralen Blick auf die verschiedenen Modelle zu gewähren den ich alleine so nicht hätte liefern können.

12/2/16

Zurück im Bloggerland, eine Shop-Vorstellung und eine tolle Verlosung für Euch!

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Es gibt so Tage, an denen läuft alles anders als gedacht. Und aus solchen Tagen werden manchmal Wochen und aus Wochen Monate. Der Alltag findet gar nicht mehr in den gewohnten Rhythmus. Ich persönlich mag das nicht besonders. Mir ist planbar lieber. Für uns als Familie war 2016 eine emotionale Achterbahnfahrt. Und mein kleines Hobby, dieser Blog, ist dabei völlig unter die Räder gekommen.

Der Dezember und ich haben nun beschlossen, dass ein versöhnliches und ruhiges Jahresende die einzige Chance sind dieses Jahr doch noch in guter Erinnerung zu behalten. Langsam kommt der Alltag zurück und so möchte ich auch den Blog wieder aufleben lassen. Ich freue mich auf ruhigere Zeiten bis zum Jahresende und werde mich endlich dem Umbau meines neuen Nähzimmers widmen. Ich nähe nun schon seit Monaten in einem Provisorium ohne Heizung. Das war im August noch kein Problem, so langsam vergeht mir aber der Spaß. Für morgen ist die Lieferung der neuen Heizung geplant. Hurra! Ich hoffe es wird am Ende so schön, wie ich es mir vorstelle. Sobald es fertig ist (was noch ein Weilchen dauern kann, je nachdem wann der Tischler sich berufen fühlt vorbeizuschauen) zeige ich es Euch, versprochen. Mein persönliches (zugegeben, sehr großes) Weihnachtsgeschenk.

Aber auch Euch möchte ich beschenken, die ihr mir trotz monatelanger Funkstille treu geblieben seid.

Gemeinsam mit meinen Blogpartnern dem Nähpark, Bernina, der Eulenmeisterei und dem Stoffsalat will ich Euch ein paar wirklich großartige Weihnachtsgeschenke unter den Baum legen. Dazu noch Bücher und etwas von mir für Euch – hach, wir werden es uns hier so richtig nett machen.

Auch wenn ich die Eulenmeisterei schon seit langem auf meinem Blog empfehle, habe ich Euch den Shop bisher nie vorgestellt. Es ist an der Zeit das endlich mal nachzuholen.
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Viele von Euch kennen die Eulenmeisterei wahrscheinlich längst. Entweder, weil ihr selbst schon einmal im Online-Shop nach qualitativ hochwertigen Biostoffen Ausschau gehalten habt oder auch, weil das Logo seit einer ganzen Weile oben rechts hier im Blog zu finden ist. Denn seit meiner ersten Bestellung dort empfehle ich diesen Online-Shop gerne weiter.
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(Foto: Bio-Fat Quarter von Birch Mod Basics “Firefly Dots”)

Was mir am Sortiment der Eulenmeisterei so gut gefällt? Silvia kauft für Ihren Laden konsequent Bio-Stoffe namhafter Hersteller ein. Sie hat wirklich ein Händchen für Schönes und so ist ihr Shop immer meine erste Anlaufadresse für zeitlose Canvasstoffe für z.B. Taschen. Cloud 9, Monaluna und Birch produzieren nämlich nicht nur Bio-Baumwollstoffe in höchster Qualität, sondern haben tolle Designer, die mit eher erwachsenen Mustern daherkommen. Genau mein Ding. Auch die deutschen Firmen Albstoffe und C.Pauli kann ich nur empfehlen. Tolle Qualität und mit wirklich schönem Design.
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(Foto: Bio-Canvas/Barkcloth “Time Wrap” von Jessica Jones für Cloud9)

Ganz generell wird das Sortiment der Stoffe für Selbermacher immer breiter. Vor ein paar Jahren noch gab es das Lager der Baumwollnäher und der Jerseyfreunde. Mittlerweile gesellen sich so viele weitere Stoffe wie Voile, Fleece– und Wollstoffe dazu. Alles in toller Qualität und farblich aufeinander abgestimmt. Ich persönlich habe mich in den letzten Jahren durch die Baumwoll-, Interlock-, Voile-, Canvas-, Fleece- und Double Gauze-Abteilung von Birch und Monaluna getestet und war von der Qualität der Stoffe jedes Mal begeistert.
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(Foto: Bio-Jersey Interlock “Sommerblumentraum” von C. Pauli)

Und nicht nur für Bekleidungsnäher ist es einen Versuch wert mit diesen Materialien zu arbeiten. Patchworkdecken aus Voile: Ein butterzarter Traum! Babydecken mit einer Rückseite aus Fleece oder Nicki? Yes, please!  Ich bin ja von jeher dem Flanell verfallen. Eine weichere Deckenunterseite gibt es nicht.
wollfleece(Foto: Bio-Wollfleece aus Schurwolle)

Im Shop der Eulenmeisterei habe ich im letzten Jahr auch das erste Mal ein Schnittmuster von Compagnie M., einer belgischen Firma, gefunden und bestellt.

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Auf den Blog hat der Rock “Lotta” es leider noch nicht geschafft aber es war ein Sommer-Lieblingsteil bei uns.

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Und das Schnittmuster (auch auf deutsch und für Erwachsene erhältlich), war eines der hochwertigsten nach dem ich je genäht habe.

Hier ist auch für fortgeschrittene Anfänger alles erklärt: Wie nähe ich einen Unterrock ein, wie einen verdeckten Reißverschluss und dazu einen verstellbaren Gummizug in den Bund. Das Ergebnis ist innen und außen ein sehr professionelles Kleidungsstück. Ein echter Klassiker, der je nach Material mal lässig sommerlich, mal festlich daherkommt.

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Sogar ein schickes Label ist bei dem Schnittmuster dabei!

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Das Material bis hin zum Knopf hat sich Theresa für diesen Rock selber ausgesucht. Der Rock nähe ich ganz sicher noch einmal. Vielleicht erst einmal eine Winterversion aus Cord oder Samt.

Das waren meine Lieblinge aus dem Eulenmeisterei-Shop. Mich interessiert nun, welches Produkt Euch am besten gefällt!
aneela-hoey(Foto: Foxglove Fat Quarter Set von Aneela Hoey für Cloud9)
wanderlust-2(Foto: Wanderlust Fat Quarter Set von Monaluna)

Verlosung:

Gemeinsam mit der Eulenmeisterei darf ich unter meinen Leserinnen ein Fat Quarter Paket der aktuellen “Wanderlust”-Kollektion verlosen. Enthalten sind 8 Fat Quarter (das sind Stoffstücke mit den Maßen 50x55cm, also zusammen rund 2 Meter Stoff) die zusammen eine wunderschöne Decke oder viele schöne Kissen, Taschen und Täschchen ergeben.

Teilnahmebedingungen:

Teilnehmen können alle Leser und Leserinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem Kommentar unter diesem Blogpost bis Freitag, den 09.12.2016, 24:00 Uhr.

Wer seine Chancen auf den Gewinn erhöhen will ist herzlich eingeladen bei Fascebook oder Instagram ebenfalls teilzunehmen. Die Teilnahmebedingungen sind dort beschrieben.

Die Auszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen. Der Gewinner wird hier im Blog bekannt gegeben und per Email benachrichtigt.

Ich drücke schon einmal die Daumen!
Bis bald & viele Grüße

Barbara

P.S: Im Online-Shop gibt es gerade ein Weihnachts-Special mit 15% auf alles!