12/17/17

Über das Schenken und Beschenkt werden

Kindheitserinnerungen. Der Heilige Abend ist da. Die Aufregung und Vorfreude unter uns sechs Geschwistern kann man fast mit Händen greifen und unterm Baum liegen schön verpackte Geschenke. Für jedes Kind ein kleines Häufchen, sicherheitshalber mit Namensschildchen versehen. Wir stehen vor dem schön geschmückten Baum, bestückt mit vielen Anhängern, die mit Erinnerungen verbunden sind. Alle gemeinsam singen wir “Stille Nacht”. Mit acht Personen kann sich unser kleiner Chor durchaus hören lassen. Ein erster Blick streift über die Geschenke und jedes Kind versucht auszumachen, ob ein Weihnachtswunsch größentechnisch in eines der Geschenke passen könnte. Ja, das längliche Paket könnte es sein. Ein Lächeln huscht über ein Kindergesicht. Ein paar kleine Geschenke kann ich in meiner Ecke nicht zuordnen. Aber das quadratische in Schuhkartongröße, das wird als letztes auspackt. Und zwar genüsslich.

Es ist so liebevoll und schön verpackt und der Handschrift am Anhänger gibt letzte Gewissheit über die Herkunft. Hier ist schon jetzt klar: Da ist etwas besonders Schönes drin. Der Geber hat von jeher das Wesen des Schenkens verstanden: Er macht sich in jedem Jahr Gedanken über ein Geschenk, das Freude macht. Eines, das überrascht und zum Beschenkten passt.

Oh ich hoffe, jeder von Euch hat diesen Moment schon erlebt. Das Auspacken eines besonderen Geschenks. Für mich ist es eine der schönsten Kindheits-Weihnachtserinnerungen und der Grund, warum ich mich auch als Erwachsene weigere auf das Schenken zu verzichten. Und warum ich so gerne Weihnachtsgeschenke hübsch verpacke.

Natürlich kann ich mir was ich brauche auch selbst kaufen. Aber ich kann mir diese Vorfreude beim Auspacken nicht schenken. Das überrascht werden. Die Begeisterung, wenn jemand etwas für mich ausgesucht hat worauf ich gar nicht gekommen wäre und damit dennoch goldrichtig liegt. Dieses Gefühl ist in jedem Alter schön.

Als Grete vom Stoffsalat vor ein paar Monaten die Stoffsalat-Surprise-Box ins Leben gerufen hat, stand genau diese Idee dahinter. Als leidenschaftliche Näherin und Stoffladen-Besitzerin weiß sie schließlich, womit man einer Näh-Komplizin eine Freude machen kann. Viel besser als Ehemann, Tochter oder Mutter, die mit dem Hobby nichts am Hut haben. Und ein Gutschein ist doch irgendwie nicht dasselbe.

Sich überraschen lassen von jemandem, der sehr wahrscheinlich weiß, was besonders schön, nützlich und ein Ausprobieren wert ist. Der Rücklauf zu dieser Idee war überraschend groß. So groß, dass Grete mir am Telefon mal gestanden hat, dass sie den logistischen Aufwand, der hinter einer solchen Box steht, wahrlich unterschätzt hat. Und als sie mir die Logistik dahinter erläutert hat, habe ich ebenfalls geschluckt. Aber nachdem die Box soviel Freude macht, war klar, dass es damit weitergeht und das die Abwicklung kurzerhand auf professionelle Füße gestellt wird.

Seit vier Monaten werden im Stoffsalat nun einmal im Monat unzählige Kartons gepackt. Jedes gleich bestückt. Logistisch ist das ein ziemlicher Akt. Mit einigem Vorlauf muss die richtige Menge brandaktueller Stoff und das Zubehör des Monats in großen Mengen bestellt und rechtzeitig geliefert werden. Dazu werden Anleitungen geschrieben und bebildert. Hunderte davon werden gedruckt, dazu Anhänger liebevoll grafisch gestaltet. Zum Schluss wird alles verpackt und versandt. Und jedem Monat wieder hoffen alle im Stoffsalat, dass der Inhalt Freude macht.

Ich selbst bekomme auch jeden Monat eine Box. Und das Auspacken ist jedes Mal herrlich. Damit all diejenigen, die heute das erste Mal von der Surprise-Box hören, einen Eindruck bekommen was da so drin ist, hier der Inhalt der ersten vier Monate:

Jede Stoffsalat-Box kommt in einem speziellen Karton und ist noch einmal separat als Geschenk eingepackt. Der Inhalt der ersten Box waren 4 Fat Quarter aus Amy Sinibaldis Weihnachtsserie “Little Town” und ein passender Uni-Fat Quarter von Art Gallery. Welche Stoffe enthalten sind steht immer auf dem Anhänger. Dazu eine Anleitung für ein Kissen und eine schicke Vintage-Handarbeitsschere.

Monat 2 bestand aus einer detaillierten Anleitung für einen Baby- oder kleinen Quilt und dem passenden Material. 10 Unis von Art-Gallery in herrlichen Grün- und Blautönen und ein Charm Pack von Riley Blake bestehend aus dezenten Stoffen mit viel Weißanteil. 

Mit jeder Anleitung verfolgt Grete die Idee, den Patchworkanfängern unter den Abonnenten eine neue Technik nahezubringen. In der dritten Box ging es um Hexies. Dieses kleinen Heaxagons näht man mit der Hand auf Papierstücke und verarbeitet sie dann weiter. Das Nähen von Hexies macht absolut süchtig und deshalb ist diese Box glaube ich auch bei den gestandenen Näherinnen gut angekommen. Den Hexi-Klebestift und ein neues Paket Papierschablonen kann man nämlich immer gebrauchen. Und die Stoffe waren diesmal sehr erwachsen. 5 Fat Quarter aus der Heartland-Kollektion von Art Gallery waren dabei.

Der Inhalt der vierten Box war der Applique-Technik gewidmet und enthielt die Anleitung für ein Kissen in dieser Technik und einen Meter eines herrlichen Magnolien-Stoffs aus der Wild Bloom Kollektion von Bari J. Dazu gab es noch einen weißen Charm Pack und eine Rolle Aurifil Garn in Weiß. Nichts, was je in einem Näher-Haushalt schlecht werden würde.

Ich bin schon gespannt wie es im kommenden Monat weitergeht. Auch wenn Grete und ich die Idee zur Surprise-Box gemeinsam hatten, habe ich mit der Bestückung der einzelnen Boxen nichts zu tun. Jede ist auch für mich eine Überraschung.

Wer jetzt Lust bekommen hat sich ein solches Abo zu Weihnachten zu wünschen, selbst zu schenken oder zu verschenken, hier gibt es weitere Infos dazu. Es besteht übrigens keine Pflicht für ein ganzes Jahr teilzunehmen.

Neben der Surprise-Box kam im Herbst eine zweite Idee dazu: Eine Box mit Uni-Stoffen. Ich bin ja bekennender Uni-Stoff-Fan. Was man daraus machen kann habe ich u.a. mit der Kissenaktion gezeigt. Unis alleine sind alles andere als langweilig. Aber auch in Kombination mit Musterstoffen setzen sie Akzente. Von einer schnellen farblichen Paspel an einer Tasche

über eine Kombination mit einem auffälligen Muster an einer Kosmetiktasche (die Anleitung zur Tasche findet Ihr hier im Blog)

bis hin zu Quilts ganz aus Unis oder mit Uni-Akzenten: Ich nutze sie fast in jedem Nähprojekt.

Im Frühjahr habe ich zum Beispiel einen Babyquilt für meinen neugeborenen Neffen Elian genäht. Er bestand größtenteils aus Unis von Art Gallery. Diesmal habe ich keinen weißen, sondern einen hellgrauen Hintergrund verwendet (Moda Bella Solid in “Ash”). So ist die Decke im Alltag etwas robuster und die Farben kommen noch ein bißchen mehr zum Strahlen.

Das eigentlich Erstaunliche dabei ist: Häufig brauche ich im Alltag Farben, die gar nicht zwingend zu meinen Lieblingsfarben gehören. Wenn ich eine Lieblingsfarbe großflächig verwende, dann benötige ich eher eine Komplementärfarbe oder eine, die als kleiner Farbflecks im Hauptstoff auftaucht. Da ist es einfach enorm praktisch, eine große Auswahl zur Hand zu haben.

Damit einen das Vorhaben sich eine schöne Auswahl Unistoffe zuzulegen nicht finanziell einholt, gibt es das Uni-Stoff-Abo. Über ein Jahr kommt jedem Monat ein Päckchen mit 6 Fat Quartern ins Haus.  Jede Kombination als solche ist in sich stimmig. Wer sie aber nicht sofort in Kombination vernähen will oder keine Zeit findet, baut damit schön langsam eine Sammlung aller 79 Art-Gallery-Unistoffe auf. Auf dem Bild oben sind sie abgebildet. Die 6 neuen Farben für 2018 sind auf dem Zettel oben gedruckt zu sehen und werden ebenfalls enthalten sein. Die Unis passen zu den Stoffserien von Art Gallery und sind damit ein ständiger Fundus um einen (zukünftigen)  Stoffkauf farblich zu ergänzen.

Für die Abonnenten fällt eine Startgebühr von 10 Euro an. Damit ist allerdings schon die Farbkarte im Wert von 12,50 Euro bei der ersten Lieferung inklusive. Ab dem 2. Monat ist das Abo monatlich kündbar. Wer bis zum 12. Monat dabei bleibt, erhält mit dem letzten Monat 13 statt der üblichen 6 Fat Quarter und hat damit den kompletten Regenbogen zu Hause. Das Abo kostet monatlich 21,- Euro plus Versandkosten. Im März geht es los. Wer also noch keinen Weihnachtswunsch an seine Lieben übermittelt hat: Das ist die Gelegenheit. Und dafür gibt es dann genau 13x Glücksgefühle: Unterm Baum an Heiligabend und 12 weitere Male wenn das Paket bei Euch eintrudelt. Und wahrscheinlich noch viele Male mehr, wenn ihr überraschend den perfekt passenden Stoff aus dem Stoffstapel zieht.

Ich bin an dem Erfolg der Box nicht, wie ihr nach diesem Post vielleicht vermuten würdet, umsatzbeteiligt. Ich bin einfach nur restlos davon überzeugt, dass es nichts hilfreicheres als eine gut sortierte Uni-Stoff-Abteilung in Eurem Stoffschrank gibt. Die Möglichkeiten sind endlos. Nicht zuletzt könnt Ihr Euch damit auch Eure eigenen Jahreszeiten-Pakete schnüren.

Wer jetzt Interesse hat, kann über Grete (at) stoffsalat.de das Abo bestellen und hier noch einmal die Details genau nachlesen.

So, und jetzt: Trommelwirbel für den Gewinner der Verlosung meiner liebsten 24 Art-Gallery Unis, gesponsert von Grete / Stoffsalat  (noch einmal vielen Dank dafür!):

Die Gewinnerin ist nach Befragung von Mr. Random der Eintrag Nummer 265, hat über Instagram teilgenommen und heißt @Samy58samy. Liebe Bernadette, herzlichen Glückwunsch! Ich habe gerade schon bei Dir im Profil geluschert. Wow, so tolle Bilder! Bei Dir wird der Stoff ganz sicher nicht alt. Viel Freude damit!

Ganz ehrlich: Ich würde gerne wöchentlich, ach was sag ich: Täglich etwas unter Euch verlosen. Nicht nur, weil ich Euch damit beschenken kann und mindestens einer oder eine sich am Ende über einen Gewinn freuen kann, sondern aus ganz egoistischen Gründen. Weil es MICH so glücklich macht. Nicht unbedingt das Schenken an sich (auch wenn das etwas sehr Schönes ist, das muss ich zugeben) sondern weil ich am Ende das Gefühl habe die Beschenkte zu sein.

Rund um jede Verlosung trudeln so viele Kommentare über Facebook, Instagram und hier über den Bog ein und ich lese sie jedes Mal mit einem Lächeln im Gesicht. Nicht nur, weil ihr so wahnsinnig liebe Dinge schreibt, sondern ehrlich gesagt am meisten, weil ihr mir damit so ganz nebenbei etwas von Euch erzählt. Die Kommentare von Euch und hier und da ein persönliches Aufeinandertreffen im echten Leben sind meine einzige Chance über die Zahlen und Statistiken hinaus zu begreifen, wer da eigentlich am anderen Ende des Internets mitliest.

Ich erfahre, dass es eine Annika, eine Susanne, eine Claudia und eine Steffi ist, die sich inspiriert fühlen, gerade im Mutterschutz sind und für das erste Kind nähen wollen oder schon für die Enkel. Ihr erzählt mir etwas von Euch und erst damit kann ich richtig begreifen, dass ich zwar ganz alleine vor meinem Computer sitze und etwas in die Welt hinaus sende, dass wir am Ende aber eine kleine Gemeinschaft sind. Ganz sicher wäre es schöner, könnten wir uns einmal in der Woche um einen Tisch versammeln und bei einer Tasse Kaffee über unser Hobby reden, lachen und Ideen austauschen. Aber auch so habe ich in diesem Momenten das Gefühl meine Begeisterung mit ganz vielen zu teilen. Und dafür bin ich dankbar.

Ich lese jeden Kommentar und jede Nachricht. Ich bin nur leider so schlecht darin auf alle (sofort) zu antworten. Ich komme da zeitlich und organisatorisch an meine Grenzen. Aber ich will Euch versichern ich antworte so gut ich kann. Es ist nur manchmal nicht so einfach z.B. aus dem Kopf auf dem Parkplatz einer Autobahnraststelle auszuhelfen, wenn es um einen Knoten im Kopf eines Lesers geht, der ein Schnittmuster betrifft, das ich nur ein einziges Mal und das vor mehreren Jahren selbst genäht habe. Ich bin im Alltag viel unterwegs. Beruf und Kinder halten ich auf Trab. Und manchmal geht da auch einfach was unter.

Ich weiß, ich erschwere Euch aufgrund der Captcha-Codes das Kommentieren hier im Blog. Und das ist wirklich das Letzte, was ich will. Hier eine bessere Lösung zu finden ist mein einziger Vorsatz für 2018. Denn ich möchte niemanden davon abhalten etwas zu schreiben. Im Zweifel erreicht Ihr ich aber auch immer per Email unter Barbara.Borchert (at) yahoo.com.

Und dann gibt es da noch die ganz besonderen Momente, in denen mich “echte” Post oder sogar ein Geschenk erreicht. In dieser Woche habe ich eine unglaublich liebe Karte von Caroline von @petite_reine_coud bekommen, über die ich mich wahnsinnig gefreut habe. Und dazu gab es handgemachten Christbaumschmuck, der so wunderschön ist, dass es mir fast die Sprache verschlägt. Tausend Dank! Deine Anhänger erhalten an unserem Baum einen Ehrenplatz! Und Du kannst Dir sicher sein, ich werde mich jedes Jahr beim Aufhängen und Anschauen an Dich und Deinen lieben Brief erinnern. 

Ich wünsche Euch schöne Feiertage im Kreise Eurer Lieben! Und wie auch immer Ihr zum Schenken steht, möchte ich Euch wissen lassen: Für mich seit Ihr ein Geschenk. Danke für so liebes Feedback in diesem Jahr. Auf welchem Weg auch immer wir miteinander zu tun hatten.

Eure
Barbara

12/3/17

Die Farbpracht des Herbstes in einem Kissen & Verlosung eines Fat Quarter Pakets mit 24 Pure Elements!

Wie bereits angekündigt zeige ich Euch direkt im Nachgang zu Herbstkissen Nummer Eins meine farbintensive Version. Als ich meinem Mann dieses Kissen unter die Nase hielt und fragte, welcher Jahreszeit er dieses Kissen denn zuordnen würde meinte er: “Frühling. Auf jeden Fall Frühling.” Ist der denn völlig verwirrt?!

Für mich sind es die Eindeutigsten aller möglichen Herbstfarben. Nicht umsonst wird der Herbst der Farbkasten der Natur genannt.  Satte Beerentöne, das Goldgelb der tiefstehenden Sonne und dazu das Blau der der Abenddämmerung. Mehr Herbst geht nicht. Jedenfalls nicht in meinem Kopf.

Ich kann diese starken Farben nicht das ganze Jahr gut ertragen. Jedenfalls nicht jeden Tag um mich herum. Aber im Herbst finde ich sie toll. Saisonal wird dieses Kissen also immer wieder in meine Leseecke einziehen.

Die verwendeten Farben sind (von links nach rechts): Art Gallery Pure Elements in Cabernet (Pflaume/Aubergine), Tile Blue (Petrol), Turmeric (Goldgelb), Mediterraneo (Mittelblau), alle aus dem Herbstpaket, und zusätzlich Dark Citron (grün) aus dem Sommerpaket und Spiceberry (Beerenrot) aus dem Winterpaket.

Meine Idee die Farben nach Jahreszeiten zu vernähen ist nur eine von unzähligen Varianten meine 24 Lieblingsunis zu benutzen. So viele Kombinationen sind denkbar.

Meine Farbauswahl für den Herbst, so stellte sich eher per Zufall heraus, sind gleichzeitig Lieblingsfarben der Designerin Anna Maria Horner. Alle Stoffe, mit denen ich diese sechs Unis kombiniert habe, stammen von ihr. Aus verschiedenen Kollektion der vergangenen Jahre.

Bei IKEA habe ich dazu ein Samtkissen im exakt zu Spiceberry passendem Farbton gefunden. Diese Kissen gibt es auch im passenden Goldgelb und Petrol.


Das Muster des Kissens ist mit Hilfe eines kleinen Lineals entstanden, das eigentlich für einen ganz anderen Zweck gedacht ist: Ist ist ein Mini-Binding Tool.

Dieses kleine Lineal hilft dabei das Bindung so zuzuschneiden, dass die Enden genau aufeinander passen. Wie es funktioniert seht ihr hier. Ich nutze es seit Jahren für alle meine Quilts und habe mir diese Mini-Version vor langem für kleinere Projekte wie Mini-Quilts bestellt. Genutzt habe ich die kleine Version bisher selten. Für die normale Version habe ich definitiv mehr Verwendung. Aber zweckentfremdet hat es mir gute Dienste geleistet.

Indem ich das Lineal nach dem ersten Zuschneiden einfach umgedreht habe, ist diese Dreiecksform entstanden. Diese Schnittteile habe ich dann so ausgelegt, dass immer ein Uni neben dem passenden gemusterten Stoff liegt. Zusammengenäht habe ich sie erst längst und dann die Reihen aneinander gefügt. Dank des exakten Zuschnitts mit Hilfe der Schablone ist es sehr einfach exakt zu nähen.

Wenn ein Kissen aus so vielen Teilen besteht ist es wichtig das fertige Kissenvorderteil auf ein Vlies zu bügeln und zu vernähen. Die Nähte würden sonst das Waschen nicht überstehen und sich wieder auflösen. Damit das Vlies dauerhaft hält, muss es mit der Vorderseite des Kissens vernäht werden (das sog. Quilten). Ich mache das meist so simpel wie möglich. Erstens weil ich es im Gegensatz zu Grete nicht gut kann und wenig Übung habe, zweitens weil es mir oft dezent eingesetzt besser gefällt und drittens weil aufwändiges Quilten schon mal länger dauern kann als das Zusammennähen der Deckenvorderseite. Ein echter Zeitfresser also.

In diesem Fall habe ich füsschenbreit in der Farbe des jeweiligen Dreiecks genäht. Es nicht nimmt sich dadurch optisch sehr zurück. Wichtig ist nur, dass man es der Langlebigkeit zuliebe überhaupt macht.

Für die Rückseite habe ich Art Gallery Pure Elements in der Farbe “Cabernet” (im Herbstpaket enthalten) verwendet. Davon hatte ich noch ein größeres Stück im Schrank und einen exakt passenden Reißverschluss. Grund genug. Wie ich die verdeckten Reissverschlüsse an der Rückseite einnähe habe ich hier erklärt. 

Die 24 Lieblingsfarben kann man noch in unzähligen anderen Kombinationen vernähen. Und eine oder einer von Euch bekommt dank Gretes grosszügigem Giveaway auch die Chance dazu!

Verlosung:

Unter allen Kommentaren hier im Blog, auf Instagram oder Facebook verlose ich gemeinsam mit Stoffsalat ein Fat Quarter Paket meiner 24 Lieblingsunis von Art Gallery Fabrics. Bitte nur einen Kommentar je Teilnehmer! Die Verlosung schließt am 12.12.20017 um 24 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Auszahlung des Gewinns nicht möglich.

Wem es jetzt in den Fingern juckt sofort damit zu nähen, der kann die 4 Jahreszeiten-Pakete auch einfach bei Stoffsalat bestellen. Im Stoffsalat sind alle verfügbaren Art Gallery Pure Elements auf Lager. Wem einzelne Farben besonders gut gefallen haben oder wem ganz andere Farbkombinationen in den Sinn gekommen sind, findet alle Farben hier. Zusätzlich ist eine Farbkarte mit Stoffproben aller verfügbaren Farben erhältlich. So etwas ist sehr praktisch um Zuhause nach der Farbe zu suchen, die zum Projekt passt. Die Abbildungen im Internet sind da oft trügerisch.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr in Euren Kommentaren ein bißchen erzählt welches Jahreszeitenpaket Euch am meisten reizt, welches Kissen Euch am besten gefallen hat (gerne auch warum) oder was ihr mit dem Fat Quarter Paket anstellen würdet. Ich freue mich von Euch zu lesen!

Der Gewinner wird hier im Blog bekannt gegeben und auch per Email angeschrieben.

Hier noch einmal alle Farben auf einen Blick. Danke, liebe Grete, für die schöne Grafik.

Viele Grüße,
Barbara

03/4/17

Meine liebsten Pure Elements für den Sommer und Gretes Kissen dazu

Ihr Lieben,

zugegeben, die 4-Jahreszeiten-Aktion zieht sich hier etwas in die Länge, aber immerhin machen es die ersten warmen Sonnenstrahlen heute etwas leichter, sich in den Sommer reinzufühlen.
Sommer. Für so viele die schönste Jahreszeit. Ich kann mich gar nicht so richtig entscheiden. Gerade beim Erstellen der Collagen ist mir wieder bewußt geworden wie gerne ich an einem Ort lebe, der 4 Jahreszeiten im Programm hat. Jede für sich so schön und besonders.

Der Sommer spricht besonders mein emotionales Gedächtnis an: Die Abendsonne im Gesicht, der Duft der abgemähten Felder, die frische Luft am frühen Morgen. Und besonders Kindheitserinnerungen werden wach. Ich habe meine Kindheit mit meinen Geschwistern wo immer es ging draußen verbracht. Unser Haus war das letzte in der Straße, zu zwei Seiten umgeben von Wald. Ich erinnere mich wie ich selbst als recht kleines Kind die letzten Minuten am Abend, bevor zum Abendessen gerufen wurde, auf der Wiese liegend verbracht habe. Augen zu, den Geruch von frischem, warmen Gras in der Nase. Als Jugendliche dann mit den Pferden über die abgemähten Felder galoppieren – das war das Größte. Und Sommerurlaube vorrangig am Wasser in wärmeren Gefilden.

Die Farben, die für mich zu dieser Jahreszeit gehören, sind frisch, klar und warm. Gelb gehört natürlich dazu. Das warme Gelb der Sonne, der Weizenfelder, Sonnenblumen und Früchte. Türkis und Mint als Erinnerung an Wasser und Meer. Grün für das Gras und die Blumenpracht im Garten. Und auch ein kräftiges Pink darf nicht fehlen. Denn jetzt darf es farblich mal so richtig knallen.

Die Fotos meiner Collagen habe ich auch diesmal wieder in einem Pinterest-Board abgelegt. Hier findet Ihr die Originale, noch mehr Sommerbilder und den Verweis zur Ursprungsquelle der Bilder.

Wie ja schon im Frühlings-Blogpost angekündigt, haben Grete und ich uns das Vernähen der vier Jahreszeitenpakete geteilt. Frühling und Sommer stammen von ihr. Ist das Sommerkissen nicht toll geworden? Es wird während der warmen Jahreszeit ganz sicher meinen Leseplatz verschönen.

Die Farben meines Sommers sind:

Art Gallery Pure Elements (von links nach rechts) Banana Cream (gelb), Dark Citron (grün), Sweet Mint, Rasperry Rose (Pink), White Linen (helles Cremeweiß) und Cozumel Blue (türkis).


Im Kontrast zum Frühlingskissen ist dieses nur ganz zurückhaltend im Nahtschatten gequiltet. Nur das Kreuz in der Mitte ist zu sehen.
(Schuhe: Boden direct)

Ich freue mich jetzt schon aufs Barfußlaufen und die offenen Sommerschuhe. Ich hab die Socken-Saison so satt. Ein paar Grad wird es wohl noch brauchen, aber dann…

Und? Welche sind Eure Sommerfarben und warum? Erzählt mir doch davon!

Liebe Grüße
Barbara

P.S: Wer neu im Blog ist (ganz kurz vorab: Ein herzliches Willkommen! Schön, dass Du da bist!), findet hier meine Winter– und Frühlingsfarben und Kisseninspiration dazu.

P.P.S: Parallel zu meiner Jahreszeitenaktion haben Julia von Fine Fabric und Judith von Septembers Quiltdelight eine tolle Aktion und Linkparty ins Leben gerufen, die sich das ganze Jahr über mit Farben und ihrer Wirkung auseinandersetzt. Schaut doch mal vorbei!