12/1/17

Herbstkissen Nummer Eins aus meinen Lieblings-Unifarben

Ihr Lieben,

für diejenigen, die hier reichlich Geduld und Sitzfleisch an den Tag gelegt haben um ein knappes Jahr auf die Fortsetzung einer Unikissen-Blogaktion zu warten, die schon vor Monaten hätte beendet sein sollen: Sonderapplaus für Euch. Ihr seid wirklich treue Begleiter und ich weiß Euch sehr zu schätzen.

Für alle anderen möchte ich gerne noch einmal kurz erläutern um was es hier eigentlich geht: Vor einem Jahr hat meine liebe Freundin Grete vom Stoffsalat mich gefragt, welche denn meine liebsten Uni-Farben sind. Die ursprüngliche Idee war ein Stoffpaket meiner liebsten und meist genutzten Art Gallery Pure Elements zusammenzustellen und anschießend unter Euch zu verlosen.

Es ist mir gar nicht so schwer gefallen die 24 Lieblingsfarben auszusuchen. Aber die damit einhergehende Idee umzusetzen etwas aus ihnen zu nähen fand ich relativ schwierig. So viele verschiedene Farben nutze ich eigentlich nie in einem Projekt. Und so ist die Idee entstanden aus den 24 Farben vier Pakete mit jeweils 6 Farben zu schnüren, sie den Jahreszeiten zuzuordnen und aus dem Farbmix jeder Jahreszeit ein Kissen zu nähen. Es gibt bereits Kissen und Stoffpakete zum Winter, Frühling, Sommer und ab heute auch endlich zum Herbst.

Wenn ich an den Herbst denke, dann kommen mir automatisch zwei Farbpaletten in den Sinn: Zum einen die ruhigen Braun- und Cremetöne und zum anderen die satten, kräftigen Farben der Blätter, Früchte und Beeren im Herbst. Und nach langem Überlegen habe ich mich dazu entschieden mein Herbstpaket auf zwei Kissen aufzuteilen. Eines für jede Farbpalette in meinem Kopf.

Um es Euch ein bißchen besser nachvollziehbar zu machen warum ich gerade diese Farben der jeweiligen Jahreszeit zugeordnet habe, sind auch für den Herbst wieder sog. Moodboards entstanden. Zusammengestellt habe ich sie mit Hilfe von Pinterest-Bildern, die meine Stimmung, Farben und Motive zur jeweiligen Saison einfangen.

Gerade nachdem ich jetzt stundenlang Bilder gesucht und zusammengestellt habe kann ich sehr gut verstehen, dass der Herbst die Lieblingsjahreszeit so vieler ist. Diese satten Farben! Und gleichzeitig strahlen viele der Bilder eine solche Ruhe aus. Denn auch das ist der Herbst für mich: Zeit zum warm Einkuscheln und Lesen.

Einige Farben, die für mich in den Herbst gehören, habe ich bereits in anderen Monaten verwendet. Und um beiden Vorstellungen von “Herbst” in meinem Kopf gerecht zu werden, gibt es zwei sehr unterschiedliche Vorschläge für Herbstkissen von mir. Das heute gezeigte in ruhigen Farben und ein zweites Kissen in kräftigen und satten Tönen. Diese 6 Herbstfarben runden mein Paket der 24 Lieblings-Unistoffe ab:

 

Die Farben des Pakets von oben nach unten:

Mediterraneo (Mittelblau)Turmeric (warmes Gelb), Sandstone (helles Beige), Macchiato (Milchkaffeebraun), Tile Blue (Petrol) und Cabernet (dunkle Aubergine)

 

Für mein erstes Kissen, das schon vor Monaten entstanden ist und seit Wochen meine Leseecke im Schlafzimmer schmückt, habe ich zu Teilen auf die Farben aus dem Herbstpaket zurückgegriffen, aber auch das Beerenrot und Marineblau aus den Winterfarben und ein Grün sowie das Cremeweiß aus dem Sommerpaket eingestreut.

Wer hier schon länger mitliest kennt meine Liebe zu den Unifarben bereits. Und ich finde gerade dieses Schnittmuster zeigt, wie schön eine Unimischung wirken kann und ein Muster oft viel mehr zur Geltung bringen kann.

Das Schnittmuster heißt Mirth und kann über den Craftsy-Schnittmustershop als pdf gekauft werden. Mirth wird auf Papier genäht damit das Ergebnis möglichst akkurat wird. Das dauert zwar eine Weile, ist aber gleichzeitig sehr meditativ und führt zu guten Ergebnissen. Ich finde, es ist die Mühe wert.

Wer sich noch nie am Paper Piecing versucht hat, dem kann Verena von “einfach bunt” mit ihrer tollen und ausführlichen Anleitung bestimmt weiterhelfen.

Diese Hilfsmittel haben sich bei mir sehr bewährt:

Ein Add-a-Quarter-Lineal. (Affiliate Link was das ist erkläre ich am Ende des Blogposts). Damit ist das ständige Kürzen der Nahtzugabe ganz einfach und immer akkurat. Zusätzlich ein Rollschneider und der Stiletto von by Annie. Die spitze Seite ist dafür gedacht Stoff, zum Beispiel beim Einfassen, ganz nah an der Nadel festzuhalten und ist damit ein Garant für schöne Nähte. Beim Paper Picing kommt aber das hintere Ende des Stilettos zum Einsatz: Diese abschrägte Kante dient dazu Nähte auseinander zu bügeln. Damit ist nicht nach jeder Naht der Gang zum Bügeleisen notwendig. Das ist schon eine enorme Zeitersparnis.

Beim Zurechtschneiden von Quiltblöcken ist eine rotierende Schneidematte (Affiliate Link) eine große Hilfe. Es gibt sie in allen möglichen Ausführungen. Meine ist 30x30cm. Bei einer rotierenden Schneidematte kann man das Schneidebrett im Kreis drehen. Es muss beim Zuschneiden also nur einmal das Lineal sauber angelegt werden. Danach drehe ich an der Platte und setze nicht, wie herkömmlich, das Lineal von der anderen Seite erneut an. Damit verrutscht nichts während ich rund herum schneide. Eine ziemlich große Zeitersparnis. Ich will meine nicht mehr missen.

Anschließend werden die einzelnen Teile zusammengenäht. Ich habe vorher das Papier auf der Rückseite entfernt. Im Nachhinein habe ich mich darüber geärgert denn beim Zusammennähen haben sich ein paar Teile leicht verschoben. Das passiert mit der Papierrückseite nicht.

Das Quilting ist ganz simpel. Ich habe nur füsschenbreit jeden farbigen Bestandteil umnäht. Das gibt einen schönen 3D-Effekt.

Wie auch schon bei einem Weihnachtskissen habe ich auf einen schräg gestreiften Bindingsstoff zurückgegriffen. Wann immer eine Serie mit diesen Schrägstreifen  erscheint schlage ich zu. Gerade für Kissen und Decken aus Unistoffen sind sie eine optimale Einfassung. Dieser Taube-fabende stammt aus Vanessa Goertzen/ Lella Boutiques Serie “Olives Flower Market”. Gekauft habe ich ihn letztes Jahr im Stoffsalat. Er ist mittlerweile leider nicht mehr erhältlich. Aber solche Stoffe kommen alle paar Monate in Serien vor.

Wie alle meine Kissen hat es hinten einen verdeckten Reißverschluss. Damit ist auch die Rückseite weich und der Zipper kann in keiner Wolldecke oder einem Kleidungsstück hängen bleiben. Wie es geht habe ich hier erklärt.

Für dieses Kissen habe ich die folgenden 9 Art Gallery Pure Elements-Farben verwendet (3 davon aus dem Herbstpaket):

von oben nach unten:

Lemonade (helles Grün, aus dem Frühlingspaket)Nocturnal (Dunkelblau, aus dem Winterpaket)White Linen (Hintergrundstoff, bereits im Sommerpaket enthalten), Turmeric (warmes Gelb)Sandstone (helles Beige), Dark Citron (sattes Grün, aus dem Sommerpaket), Spiceberry (Beerenrot, aus dem Winterpaket),  Macchiato (Milchkaffeebraun), zu guter Letzt ein paar kleine Schnipsel Coffee Bean (Dunkelbraun). Nur so um mit meiner eigenen Regel zu brechen die da hieß nur Unis zu verwenden, die zu den 24 Auserwählten gehören. Aber des Gesameindrucks wegen (sowohl dem Optischen als auch zusätzlich als Ausdruck meiner eigenen Wankelmütigkeit) musste da einfach noch ein bisschen Braun dazu. Diese Farbe ist in den 24 Favoriten nicht enthalten.

Und in einem zweiten Post gibt es dann die farblich deutlich kraftvollere Variante eines Herbstkissens. Ich bin ja gespannt welches Euch besser gefällt.

Mit dem Abschluss der Serie verlose ich gemeinsam mit Grete vom Stoffsalat ein Fat Quarter-Paket mit meinen 24 Lieblings-Unisstoffen von Art Gallery. Ich hoffe wir haben mit dieser Kissenaktion zeigen können, was in Uni-Stoffen steckt!

Genießt die letzten Herbsttage bei heißem Tee und einem guten Buch. Eine wunderbare Zeit um mitten zwischen selbstgenähten Kissen und Decken zu sitzen und zu schmökern, nicht wahr?

Liebe Grüße
Barbara

P.S: Was ist ein Affiliate Link? Große Versandhäuser wie z.B. Amazon bieten uns Bloggern die Möglichkeit eine kleine Provision zu erhalten, wenn ein Leser einem Link folgt und ein Produkt dort kauft. Den Leser kostet das nichts, uns Bloggern bietet es aber die Möglichkeit unbeeinflusst Produkte zu empfehlen, Quellen zu benennen und mit der Summe der Provisionen unsere Kosten, die uns durch das Bloggen entstehen wie Hostingkosten oder Gebühren für Fotobearbeitungsprogramme, zu decken. Ich freue mich also, wenn ihr mit Eurem Kauf über den Link mich als Blogger unterstützt. Im Grunde geht es mir aber vorrangig darum Euch eine mögliche Einkaufsquelle für das empfohlene Produkt zu benennen. Ich bin ein großer Freund des (Stoff-) Einzelhandels und bin mir sicher, dass der Händler Eures Vertrauens Euch die Produkte auch bestellen kann.

03/4/17

Meine liebsten Pure Elements für den Sommer und Gretes Kissen dazu

Ihr Lieben,

zugegeben, die 4-Jahreszeiten-Aktion zieht sich hier etwas in die Länge, aber immerhin machen es die ersten warmen Sonnenstrahlen heute etwas leichter, sich in den Sommer reinzufühlen.
Sommer. Für so viele die schönste Jahreszeit. Ich kann mich gar nicht so richtig entscheiden. Gerade beim Erstellen der Collagen ist mir wieder bewußt geworden wie gerne ich an einem Ort lebe, der 4 Jahreszeiten im Programm hat. Jede für sich so schön und besonders.

Der Sommer spricht besonders mein emotionales Gedächtnis an: Die Abendsonne im Gesicht, der Duft der abgemähten Felder, die frische Luft am frühen Morgen. Und besonders Kindheitserinnerungen werden wach. Ich habe meine Kindheit mit meinen Geschwistern wo immer es ging draußen verbracht. Unser Haus war das letzte in der Straße, zu zwei Seiten umgeben von Wald. Ich erinnere mich wie ich selbst als recht kleines Kind die letzten Minuten am Abend, bevor zum Abendessen gerufen wurde, auf der Wiese liegend verbracht habe. Augen zu, den Geruch von frischem, warmen Gras in der Nase. Als Jugendliche dann mit den Pferden über die abgemähten Felder galoppieren – das war das Größte. Und Sommerurlaube vorrangig am Wasser in wärmeren Gefilden.

Die Farben, die für mich zu dieser Jahreszeit gehören, sind frisch, klar und warm. Gelb gehört natürlich dazu. Das warme Gelb der Sonne, der Weizenfelder, Sonnenblumen und Früchte. Türkis und Mint als Erinnerung an Wasser und Meer. Grün für das Gras und die Blumenpracht im Garten. Und auch ein kräftiges Pink darf nicht fehlen. Denn jetzt darf es farblich mal so richtig knallen.

Die Fotos meiner Collagen habe ich auch diesmal wieder in einem Pinterest-Board abgelegt. Hier findet Ihr die Originale, noch mehr Sommerbilder und den Verweis zur Ursprungsquelle der Bilder.

Wie ja schon im Frühlings-Blogpost angekündigt, haben Grete und ich uns das Vernähen der vier Jahreszeitenpakete geteilt. Frühling und Sommer stammen von ihr. Ist das Sommerkissen nicht toll geworden? Es wird während der warmen Jahreszeit ganz sicher meinen Leseplatz verschönen.

Die Farben meines Sommers sind:

Art Gallery Pure Elements (von links nach rechts) Banana Cream (gelb), Dark Citron (grün), Sweet Mint, Rasperry Rose (Pink), White Linen (helles Cremeweiß) und Cozumel Blue (türkis).


Im Kontrast zum Frühlingskissen ist dieses nur ganz zurückhaltend im Nahtschatten gequiltet. Nur das Kreuz in der Mitte ist zu sehen.
(Schuhe: Boden direct)

Ich freue mich jetzt schon aufs Barfußlaufen und die offenen Sommerschuhe. Ich hab die Socken-Saison so satt. Ein paar Grad wird es wohl noch brauchen, aber dann…

Und? Welche sind Eure Sommerfarben und warum? Erzählt mir doch davon!

Liebe Grüße
Barbara

P.S: Wer neu im Blog ist (ganz kurz vorab: Ein herzliches Willkommen! Schön, dass Du da bist!), findet hier meine Winter– und Frühlingsfarben und Kisseninspiration dazu.

P.P.S: Parallel zu meiner Jahreszeitenaktion haben Julia von Fine Fabric und Judith von Septembers Quiltdelight eine tolle Aktion und Linkparty ins Leben gerufen, die sich das ganze Jahr über mit Farben und ihrer Wirkung auseinandersetzt. Schaut doch mal vorbei!

02/3/17

Frühling lässt sein blaues Band…. oder meine liebsten Frühlingsfarben vereint in einem Kissen


Wie in meinem letzten Blogpost schon erzählt habe, durfte ich mir ein Fat Quarter Paket mit 24 wunderschönen Unis  von Art Gallery zusammenstellen. Dieses Paket habe ich wiederum in 4 Jahreszeiten unterteilt und gemeinsam mit Grete für jede Jahreszeit Kissen daraus genäht. Wenn wir Euch alle Kissen vorgestellt haben wird es das komplette Fat Quarter Paket für Euch zu gewinnen geben. Ein riesig toller Gewinn, gesponsert vom Stoffsalat! Dazu mehr, wenn ich Euch den Sommer und Herbst in Kissenform gezeigt habe.

Nachdem ich Euch vor ein paar Tage meine Winterfarben und -Kissen vorgestellt habe (an der Stelle vielen Dank für Eure tollen Kommentare dazu!) ist nun der Frühling dran.

Wenn ich an Frühlingsfarben denke, dann sind es automatisch Pastelltöne. Leuchtende, aber sanfte Farben kommen mir in den Sinn. Und ein kräftiges, strahlendes Grün. Auch hier habe ich mit Moodboards versucht meine Stimmung in Bildern einzufangen. Die Bilder sind alle bei Pinterest auf einem Board abgelegt.

Das Nähen eines Frühlingskissens hat Grete übernommen. Als Meisterin des Freihandquiltens hat ihr Kissen eine wunderschöne Textur erhalten.

Ich wünschte, ich könnte sowas auch einfach so aus dem Handgelenk. Nicht, dass sie nicht schon geduldig versucht hätte es mir beizubringen.

Und auch Ihr Makerist-Kurs dazu ist eine riesen Hilfe für jeden Quilteinsteiger. Denn mit geschickten Übungen (und vor allem regelmäßigem Üben, daran hapert es bei mir) kann das jeder lernen.

Meine 6 Frühjahrsfarben sind also diese hier:
Die Farben heißen (von oben nach unten):

Quartz Pink (rosa), Sweet Mint (ein grünstichiger Mintton), Lemonate (leuchtendes Grün), Coral Reef (ein zartes Korallenrot), Crystal Pink (Babyrosa) und Icy Mint (zartes Eisblau). Der Hintergrungstoff ist Snow (Reinweiß). Besonders Icy Mint und Lemonate verwende ich häufig. Das sind zwei besonders schöne Farbtöne.

In diesen Frühlingsmix passen übrigens wunderbar gelb- und zarte Orangetöne. Mit einer Farbkarte in der Hand lassen sich passende Unis viel besser aussuchen. Eine gute Investition, die vor vielen Fehlkäufen schützt, besonders für Online-Käufer.

Und? Frühlingsgefühle geweckt? Welche sind Eure persönlichen Frühlingsfarben?

Viele Grüße
Barbara

∼ Er ist’s ∼

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike (1804 – 1875)

01/29/17

Vier Jahreszeiten, vier Stoffpakete und zwei Kissen für den Winter

Ende November haben Grete und ich eine Verlosung für Euch ausgeheckt, die eigentlich schon im Dezember über die Bühne gehen sollte. Da sie aber etwas aufwändiger geworden ist startet sie erst heute. Aber im Grunde ist das ja wurscht.

Die (ich kann es nicht oft genug sagen) großartige Grete, hat mir die Wahl eines Gewinns für Euch überlassen. Und die Entscheidung war ruck-zuck getroffen: Meine Lieblingsfarben der so wunderschönen Art Gallery “Pure Elements” in einem Fat Quarter Paket! Seit Kurzem führt der Stoffsalat alle verfügbaren Farben.

Warum gerade diese? Ich liebe Uni-Stoffe. Ich kann es nicht oft genug schreiben. Sie sind das Grundgerüst meines Nähens. Sie lassen andere Stoffe hervortreten, neutralisieren wilde Muster und eine Paspel hier, ein Streifen da, wertet so gut wie jedes Nähprojekt auf. Sie sind sich aber auch selbst genug und reine Uni-Projekte ein riesen Trend in der Patchworkszene. Kurzum: Ich bin davon überzeugt, dass jede von Euch damit etwas anfangen kann.

Warum die “Pure Elements”? Wer schon einmal einen Baumwollstoff von Art Gallery in der Hand hatte weiß, dass sie sich viel feiner und leichter anfühlen als die klassischen Baumwollstoffe für Patchworker. Sie sind allesamt auch für Kleidung geeignet und haben eine sagenhafte Farbtiefe und Leuchtkraft.
(Dieser wunderbar winterliche Apfelkuchen stammt aus dem neuen Buch meiner Schwester “Gesund Backen ist Liebe”, im Buchhandel oder hier erhältlich)

Das Sortiment ist mit knapp über 70 Farben eher klein. Und trotzdem ist es mir schwer gefallen meine 24 Lieblinge zu bestimmen.

Mit so einer Denksportaufgabe habe ich dann ein bisschen zu tun. Ich bin also mal tief in mich gegangen und habe überlegt, welche Farben ich sehr regelmäßig benutze und welche mich immer wieder anziehen. Das Ganze habe ich dann versucht so abzurunden, dass die Stoffe untereinander in sehr vielen Kombinationen zu einander passen.

Zuletzt meinte Grete, wir könnten doch etwas für Euch daraus nähen. Dafür haben wir uns dann extra in ihrem Laden zum Nähen verabredet. Dafür ist mir ja im Grunde jeder Vorwand recht. Und auf dem Weg dahin dachte ich mir: Nee, Barbara, Du würdest für Dich nie so viele unterschiedliche Farben in einem Projekt vernähen.

Und so kamen wir auf das, was es jetzt auf ein paar Blogpost verteilt für Euch zu sehen und später zu gewinnen gibt: Ich habe “mein” Fat Quarter Paket in 4 Pakete zerlegt. Und zwar nach Jahreszeiten.

Die Jahreszeiten haben Grete und ich unter uns aufgeteilt und jeweils Kissen genäht um Euch eine Vorstellung davon zu geben, wie die Farben miteinander aussehen. Ich hatte vorgegeben, dass wir alle Kissen im Format 50x 50cm nähen und nur die Unis aus dem jeweiligen Jahreszeitenpaket verwenden. Wie ihr seht habe ich mich im Gegensatz zu Grete weder an das eine, noch an das andere Vorgabe gehalten. Hoppala.

Jeweils 6 Farben symbolisieren für mich eine Jahreszeit. Los geht es heute mit dem Winter. Damit ihr eine grobe Vorstellung davon bekommt was ich bei der jeweiligen Farbzusammenstellung im Sinn hatte, habe ich sog. Moodboards erstellt. Das sind Collagen mit Bildern, die versuchen mein Gefühl mit Hilfe von Bildern sichtbar zu machen. Für die Links zu den Originalfotos, die ich vorrangig auf Pinterest gefunden habe, habe ich dort Pinnwände angelegt.

Der Winter besteht aus den Monaten Dezember, Januar und Februar. Dezember steht auch bei mir ganz im Zeichen von Weihnachten. Ich mag klassisches Tannengrün, Weiß, kräftiges Rot  – die klassischen Weihnachtsfarben. Aber spätestens nach Silvester wandert die komplette Dekoration wieder in den Keller und auch der Tannenbaum zieht aus. Bleiben noch zwei Monate des Winters über, die auch eine kuschelige Deko verdient haben.

Also habe ich mich an Töne gehalten, die mich auch durch den Januar und Februar begleiten dürfen. Meine Winterfarben.

Genäht habe ich daraus eine Patchwork-Schneeflocke. Genau meine Farben und sehr passend zu den übrigen Textilien meiner Récamière, meinem Leseplatz im Schlafzimmer.

Wie man so ein Kissen näht zeigt Amanda von “Crazy Mom Quilts” sehr ausführlich und gut bebildert auf ihrem Blog. Die Anleitung ist auf englisch und kostenlos.

Wie man ein Kissen mit einem verdeckten Reißverschluss schließt habe ich hier schon einmal gezeigt. Eine weitere Anleitung gibt es auf dem Blog von Martina / Frau Machwerk.

Ich habe das Kissen mit graden Linien außen gequiltet und habe mich innen an den Sternen orientiert. Das Quilten erhöht die Stabilität und gibt dem Stern eine schöne Struktur.

Das zweite Kissen ist nach dem Schnittmuster “Tall Tall Trees” von nanaCompany/ Amy Sinibaldi genäht. Diese Anleitung kann man über etsy als pdf kaufen.

Beim Zusammensetzen der Baumreihe hat sich dann auch gleich gerächt, dass wir dabei die ganze Zeit gequatscht haben. So stehen zwei sehr ähnliche Bäume nebeneinander. Aber das soll’s. Zur Abwechslung habe ich einen Baum in Patchworkstoffen eingestreut und als Binding einen schräg laufenden Streifenstoff verwendet.

Dieser hier ist ein Schatz aus einer alten Bonnie & Camille Kollektion (hat noch jemand was abzugeben? Er fehlt mir jetzt schon. Der Stoff ist aus der “Daysail”-Kollektion und im Handel nicht mehr erhältlich).

In letzter Zeit habe ich alle Quilts und Kissen mit solchen Schrägstreifen eingefasst. Mir gefällt das sehr.

Die 6 Farben meines Winterpakets heißen (von oben nach unten) : Mauvelous (Mauve, helles Flieder), “Spiceberry” (Beere), Snow (Reinweiß), “Mystic Grey” (helles Grau, der Hintergrundstoff des Kissens), “Ash” (dunkles Grau) und “Nocturnal” (Dunkelblau).

Nach dem Winter kommt ja bekanntlich der Frühling. Nähtechnisch hat Grete ihn übernommen. Ihr sagenhaft gequiltetes Kissen seht ihr dann demnächst an dieser Stelle.

Die Verlosung des kompletten 24-teiligen Fat Quarter Pakets folgt dann nachdem ihr alle Jahreszeiten und unsere Kissen dazu gesehen habt.

Und? Wie sieht Euer Winter aus?

Viele Grüße
Barbara

11/19/13

Cathedral Window-Kissen

Dem 100. Creadienstag zu Ehren zeige ich Euch das aufwändigste Kissen, das ich bisher genäht habe. Und ich liebe es.

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Ich habe es für das Kinderzimmer meiner kleinen Maus genäht. Für das Kissen habe ich, wie fast im kompletten Kinderzimmer, die Stoffserie “Noteworthy” von Sweetwater verwendet, erhältlich u.a. bei Stoffsalat. Der Rest ist naturweißes Leinen. Natürlich eignet sich diese Technik ganz wunderbar für schöne Stoffreste.

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Diese Patchwork-Technik nennt man “Cathedral Window”, also Kathedralenfenster. Ich finde sie wunderschön. Es wird für mich nicht das letzte Kissen dieser Art sein. Es ist an sich nicht besonders schwer zu nähen, dafür muss man kein Profi sein. Man muss dafür vielmehr gut und akkurat bügeln können. Da ich da ja UNGLAUBLICH begabt bin ist das in der Theorie ja eher nichts für mich. Ich habe mich aber trotzdem ran gewagt und siehe da, ich habe bis auf eine rote Stelle am Zeigefinger diesmal keine nennenswerten Verletzungen davongetragen.

Aber um ganz bei der Wahrheit zu bleiben: Es schon eher aufwändig. Ganz Verrückte nähen nach dieser Technik ganze Decken. Das sieht unglaublich toll aus. Ich bräuchte dafür aber locker meinen Jahresurlaub und bleibe deshalb mal schön bei der kleine-Kissen-Variante.

Nach selber Technik habe ich auch schon Nadelkissen genäht. Das geht dann doch deutlich schneller und ist auch ein Hingucker, finde ich jedenfalls.

Window-Nadelkissen Mama

Ein tolles Geschenk für eine nähbegeisterte Freundin oder in meinem Fall war es die nähbegeisterte Mutter. Macht sich aber auch gut neben der eigenen Maschine. Ich werde versuchen in den kommenden Tagen für das Nadelkissen ein Tutorial zu basteln. Also: stay tuned!

Viele Grüße
Barbara