12/17/17

Über das Schenken und Beschenkt werden

Kindheitserinnerungen. Der Heilige Abend ist da. Die Aufregung und Vorfreude unter uns sechs Geschwistern kann man fast mit Händen greifen und unterm Baum liegen schön verpackte Geschenke. Für jedes Kind ein kleines Häufchen, sicherheitshalber mit Namensschildchen versehen. Wir stehen vor dem schön geschmückten Baum, bestückt mit vielen Anhängern, die mit Erinnerungen verbunden sind. Alle gemeinsam singen wir “Stille Nacht”. Mit acht Personen kann sich unser kleiner Chor durchaus hören lassen. Ein erster Blick streift über die Geschenke und jedes Kind versucht auszumachen, ob ein Weihnachtswunsch größentechnisch in eines der Geschenke passen könnte. Ja, das längliche Paket könnte es sein. Ein Lächeln huscht über ein Kindergesicht. Ein paar kleine Geschenke kann ich in meiner Ecke nicht zuordnen. Aber das quadratische in Schuhkartongröße, das wird als letztes auspackt. Und zwar genüsslich.

Es ist so liebevoll und schön verpackt und der Handschrift am Anhänger gibt letzte Gewissheit über die Herkunft. Hier ist schon jetzt klar: Da ist etwas besonders Schönes drin. Der Geber hat von jeher das Wesen des Schenkens verstanden: Er macht sich in jedem Jahr Gedanken über ein Geschenk, das Freude macht. Eines, das überrascht und zum Beschenkten passt.

Oh ich hoffe, jeder von Euch hat diesen Moment schon erlebt. Das Auspacken eines besonderen Geschenks. Für mich ist es eine der schönsten Kindheits-Weihnachtserinnerungen und der Grund, warum ich mich auch als Erwachsene weigere auf das Schenken zu verzichten. Und warum ich so gerne Weihnachtsgeschenke hübsch verpacke.

Natürlich kann ich mir was ich brauche auch selbst kaufen. Aber ich kann mir diese Vorfreude beim Auspacken nicht schenken. Das überrascht werden. Die Begeisterung, wenn jemand etwas für mich ausgesucht hat worauf ich gar nicht gekommen wäre und damit dennoch goldrichtig liegt. Dieses Gefühl ist in jedem Alter schön.

Als Grete vom Stoffsalat vor ein paar Monaten die Stoffsalat-Surprise-Box ins Leben gerufen hat, stand genau diese Idee dahinter. Als leidenschaftliche Näherin und Stoffladen-Besitzerin weiß sie schließlich, womit man einer Näh-Komplizin eine Freude machen kann. Viel besser als Ehemann, Tochter oder Mutter, die mit dem Hobby nichts am Hut haben. Und ein Gutschein ist doch irgendwie nicht dasselbe.

Sich überraschen lassen von jemandem, der sehr wahrscheinlich weiß, was besonders schön, nützlich und ein Ausprobieren wert ist. Der Rücklauf zu dieser Idee war überraschend groß. So groß, dass Grete mir am Telefon mal gestanden hat, dass sie den logistischen Aufwand, der hinter einer solchen Box steht, wahrlich unterschätzt hat. Und als sie mir die Logistik dahinter erläutert hat, habe ich ebenfalls geschluckt. Aber nachdem die Box soviel Freude macht, war klar, dass es damit weitergeht und das die Abwicklung kurzerhand auf professionelle Füße gestellt wird.

Seit vier Monaten werden im Stoffsalat nun einmal im Monat unzählige Kartons gepackt. Jedes gleich bestückt. Logistisch ist das ein ziemlicher Akt. Mit einigem Vorlauf muss die richtige Menge brandaktueller Stoff und das Zubehör des Monats in großen Mengen bestellt und rechtzeitig geliefert werden. Dazu werden Anleitungen geschrieben und bebildert. Hunderte davon werden gedruckt, dazu Anhänger liebevoll grafisch gestaltet. Zum Schluss wird alles verpackt und versandt. Und jedem Monat wieder hoffen alle im Stoffsalat, dass der Inhalt Freude macht.

Ich selbst bekomme auch jeden Monat eine Box. Und das Auspacken ist jedes Mal herrlich. Damit all diejenigen, die heute das erste Mal von der Surprise-Box hören, einen Eindruck bekommen was da so drin ist, hier der Inhalt der ersten vier Monate:

Jede Stoffsalat-Box kommt in einem speziellen Karton und ist noch einmal separat als Geschenk eingepackt. Der Inhalt der ersten Box waren 4 Fat Quarter aus Amy Sinibaldis Weihnachtsserie “Little Town” und ein passender Uni-Fat Quarter von Art Gallery. Welche Stoffe enthalten sind steht immer auf dem Anhänger. Dazu eine Anleitung für ein Kissen und eine schicke Vintage-Handarbeitsschere.

Monat 2 bestand aus einer detaillierten Anleitung für einen Baby- oder kleinen Quilt und dem passenden Material. 10 Unis von Art-Gallery in herrlichen Grün- und Blautönen und ein Charm Pack von Riley Blake bestehend aus dezenten Stoffen mit viel Weißanteil. 

Mit jeder Anleitung verfolgt Grete die Idee, den Patchworkanfängern unter den Abonnenten eine neue Technik nahezubringen. In der dritten Box ging es um Hexies. Dieses kleinen Heaxagons näht man mit der Hand auf Papierstücke und verarbeitet sie dann weiter. Das Nähen von Hexies macht absolut süchtig und deshalb ist diese Box glaube ich auch bei den gestandenen Näherinnen gut angekommen. Den Hexi-Klebestift und ein neues Paket Papierschablonen kann man nämlich immer gebrauchen. Und die Stoffe waren diesmal sehr erwachsen. 5 Fat Quarter aus der Heartland-Kollektion von Art Gallery waren dabei.

Der Inhalt der vierten Box war der Applique-Technik gewidmet und enthielt die Anleitung für ein Kissen in dieser Technik und einen Meter eines herrlichen Magnolien-Stoffs aus der Wild Bloom Kollektion von Bari J. Dazu gab es noch einen weißen Charm Pack und eine Rolle Aurifil Garn in Weiß. Nichts, was je in einem Näher-Haushalt schlecht werden würde.

Ich bin schon gespannt wie es im kommenden Monat weitergeht. Auch wenn Grete und ich die Idee zur Surprise-Box gemeinsam hatten, habe ich mit der Bestückung der einzelnen Boxen nichts zu tun. Jede ist auch für mich eine Überraschung.

Wer jetzt Lust bekommen hat sich ein solches Abo zu Weihnachten zu wünschen, selbst zu schenken oder zu verschenken, hier gibt es weitere Infos dazu. Es besteht übrigens keine Pflicht für ein ganzes Jahr teilzunehmen.

Neben der Surprise-Box kam im Herbst eine zweite Idee dazu: Eine Box mit Uni-Stoffen. Ich bin ja bekennender Uni-Stoff-Fan. Was man daraus machen kann habe ich u.a. mit der Kissenaktion gezeigt. Unis alleine sind alles andere als langweilig. Aber auch in Kombination mit Musterstoffen setzen sie Akzente. Von einer schnellen farblichen Paspel an einer Tasche

über eine Kombination mit einem auffälligen Muster an einer Kosmetiktasche (die Anleitung zur Tasche findet Ihr hier im Blog)

bis hin zu Quilts ganz aus Unis oder mit Uni-Akzenten: Ich nutze sie fast in jedem Nähprojekt.

Im Frühjahr habe ich zum Beispiel einen Babyquilt für meinen neugeborenen Neffen Elian genäht. Er bestand größtenteils aus Unis von Art Gallery. Diesmal habe ich keinen weißen, sondern einen hellgrauen Hintergrund verwendet (Moda Bella Solid in “Ash”). So ist die Decke im Alltag etwas robuster und die Farben kommen noch ein bißchen mehr zum Strahlen.

Das eigentlich Erstaunliche dabei ist: Häufig brauche ich im Alltag Farben, die gar nicht zwingend zu meinen Lieblingsfarben gehören. Wenn ich eine Lieblingsfarbe großflächig verwende, dann benötige ich eher eine Komplementärfarbe oder eine, die als kleiner Farbflecks im Hauptstoff auftaucht. Da ist es einfach enorm praktisch, eine große Auswahl zur Hand zu haben.

Damit einen das Vorhaben sich eine schöne Auswahl Unistoffe zuzulegen nicht finanziell einholt, gibt es das Uni-Stoff-Abo. Über ein Jahr kommt jedem Monat ein Päckchen mit 6 Fat Quartern ins Haus.  Jede Kombination als solche ist in sich stimmig. Wer sie aber nicht sofort in Kombination vernähen will oder keine Zeit findet, baut damit schön langsam eine Sammlung aller 79 Art-Gallery-Unistoffe auf. Auf dem Bild oben sind sie abgebildet. Die 6 neuen Farben für 2018 sind auf dem Zettel oben gedruckt zu sehen und werden ebenfalls enthalten sein. Die Unis passen zu den Stoffserien von Art Gallery und sind damit ein ständiger Fundus um einen (zukünftigen)  Stoffkauf farblich zu ergänzen.

Für die Abonnenten fällt eine Startgebühr von 10 Euro an. Damit ist allerdings schon die Farbkarte im Wert von 12,50 Euro bei der ersten Lieferung inklusive. Ab dem 2. Monat ist das Abo monatlich kündbar. Wer bis zum 12. Monat dabei bleibt, erhält mit dem letzten Monat 13 statt der üblichen 6 Fat Quarter und hat damit den kompletten Regenbogen zu Hause. Das Abo kostet monatlich 21,- Euro plus Versandkosten. Im März geht es los. Wer also noch keinen Weihnachtswunsch an seine Lieben übermittelt hat: Das ist die Gelegenheit. Und dafür gibt es dann genau 13x Glücksgefühle: Unterm Baum an Heiligabend und 12 weitere Male wenn das Paket bei Euch eintrudelt. Und wahrscheinlich noch viele Male mehr, wenn ihr überraschend den perfekt passenden Stoff aus dem Stoffstapel zieht.

Ich bin an dem Erfolg der Box nicht, wie ihr nach diesem Post vielleicht vermuten würdet, umsatzbeteiligt. Ich bin einfach nur restlos davon überzeugt, dass es nichts hilfreicheres als eine gut sortierte Uni-Stoff-Abteilung in Eurem Stoffschrank gibt. Die Möglichkeiten sind endlos. Nicht zuletzt könnt Ihr Euch damit auch Eure eigenen Jahreszeiten-Pakete schnüren.

Wer jetzt Interesse hat, kann über Grete (at) stoffsalat.de das Abo bestellen und hier noch einmal die Details genau nachlesen.

So, und jetzt: Trommelwirbel für den Gewinner der Verlosung meiner liebsten 24 Art-Gallery Unis, gesponsert von Grete / Stoffsalat  (noch einmal vielen Dank dafür!):

Die Gewinnerin ist nach Befragung von Mr. Random der Eintrag Nummer 265, hat über Instagram teilgenommen und heißt @Samy58samy. Liebe Bernadette, herzlichen Glückwunsch! Ich habe gerade schon bei Dir im Profil geluschert. Wow, so tolle Bilder! Bei Dir wird der Stoff ganz sicher nicht alt. Viel Freude damit!

Ganz ehrlich: Ich würde gerne wöchentlich, ach was sag ich: Täglich etwas unter Euch verlosen. Nicht nur, weil ich Euch damit beschenken kann und mindestens einer oder eine sich am Ende über einen Gewinn freuen kann, sondern aus ganz egoistischen Gründen. Weil es MICH so glücklich macht. Nicht unbedingt das Schenken an sich (auch wenn das etwas sehr Schönes ist, das muss ich zugeben) sondern weil ich am Ende das Gefühl habe die Beschenkte zu sein.

Rund um jede Verlosung trudeln so viele Kommentare über Facebook, Instagram und hier über den Bog ein und ich lese sie jedes Mal mit einem Lächeln im Gesicht. Nicht nur, weil ihr so wahnsinnig liebe Dinge schreibt, sondern ehrlich gesagt am meisten, weil ihr mir damit so ganz nebenbei etwas von Euch erzählt. Die Kommentare von Euch und hier und da ein persönliches Aufeinandertreffen im echten Leben sind meine einzige Chance über die Zahlen und Statistiken hinaus zu begreifen, wer da eigentlich am anderen Ende des Internets mitliest.

Ich erfahre, dass es eine Annika, eine Susanne, eine Claudia und eine Steffi ist, die sich inspiriert fühlen, gerade im Mutterschutz sind und für das erste Kind nähen wollen oder schon für die Enkel. Ihr erzählt mir etwas von Euch und erst damit kann ich richtig begreifen, dass ich zwar ganz alleine vor meinem Computer sitze und etwas in die Welt hinaus sende, dass wir am Ende aber eine kleine Gemeinschaft sind. Ganz sicher wäre es schöner, könnten wir uns einmal in der Woche um einen Tisch versammeln und bei einer Tasse Kaffee über unser Hobby reden, lachen und Ideen austauschen. Aber auch so habe ich in diesem Momenten das Gefühl meine Begeisterung mit ganz vielen zu teilen. Und dafür bin ich dankbar.

Ich lese jeden Kommentar und jede Nachricht. Ich bin nur leider so schlecht darin auf alle (sofort) zu antworten. Ich komme da zeitlich und organisatorisch an meine Grenzen. Aber ich will Euch versichern ich antworte so gut ich kann. Es ist nur manchmal nicht so einfach z.B. aus dem Kopf auf dem Parkplatz einer Autobahnraststelle auszuhelfen, wenn es um einen Knoten im Kopf eines Lesers geht, der ein Schnittmuster betrifft, das ich nur ein einziges Mal und das vor mehreren Jahren selbst genäht habe. Ich bin im Alltag viel unterwegs. Beruf und Kinder halten ich auf Trab. Und manchmal geht da auch einfach was unter.

Ich weiß, ich erschwere Euch aufgrund der Captcha-Codes das Kommentieren hier im Blog. Und das ist wirklich das Letzte, was ich will. Hier eine bessere Lösung zu finden ist mein einziger Vorsatz für 2018. Denn ich möchte niemanden davon abhalten etwas zu schreiben. Im Zweifel erreicht Ihr ich aber auch immer per Email unter Barbara.Borchert (at) yahoo.com.

Und dann gibt es da noch die ganz besonderen Momente, in denen mich “echte” Post oder sogar ein Geschenk erreicht. In dieser Woche habe ich eine unglaublich liebe Karte von Caroline von @petite_reine_coud bekommen, über die ich mich wahnsinnig gefreut habe. Und dazu gab es handgemachten Christbaumschmuck, der so wunderschön ist, dass es mir fast die Sprache verschlägt. Tausend Dank! Deine Anhänger erhalten an unserem Baum einen Ehrenplatz! Und Du kannst Dir sicher sein, ich werde mich jedes Jahr beim Aufhängen und Anschauen an Dich und Deinen lieben Brief erinnern. 

Ich wünsche Euch schöne Feiertage im Kreise Eurer Lieben! Und wie auch immer Ihr zum Schenken steht, möchte ich Euch wissen lassen: Für mich seit Ihr ein Geschenk. Danke für so liebes Feedback in diesem Jahr. Auf welchem Weg auch immer wir miteinander zu tun hatten.

Eure
Barbara

10/9/14

Oktoberprojekt Stoffabbau: Und schon die nächste Kosmetiktasche

Tasche Clara Komplett
Ich sag’s ja, bei Kosmetiktaschen bin ich doch gerne dabei. Allerdings ist auch diese Tasche nicht für mich sondern ein Geschenk für ein kleines Mädchen. Die hätte mir allerdings auch selber gefallen.
Tasche Clara Stoffe2
Zum ersten Mal habe ich hier Soft & Stable als Einlage für eine Kosmetiktasche benutzt. Und ich muss sagen: Ich bleibe dabei. Die Tasche hat einen tollen Stand, ist ein sicheres Polster für den Inhalt und ist noch dazu schneller vernäht. Nur die kleine Falte oben am Reißverschluss habe ich zu spät gesehen. Über so was kann ich mich ja aufregen…
Tasche Clara Detail RV
Innen ist die Tasche mit Wachstuch gefüttert.
Tasche Clara innen
Ich finde das für Kosmetiktaschen sehr praktisch. Und die Tatsache, dass man bei einer Wattierung mit Soft & Stable für die Innentasche keine Vlieseline mehr braucht (sofern man denn will, wer das lieber hat kann natürlich auch H630 innen aufbügeln) ist bei Wachstuch besonders praktisch.
Tasche Clara Tag Tasche Clara Tag Name
Als kleines Extra habe ich noch einen Geschenkanhänger dazu genäht.

Stoff oben: Bio-Popeline von Kissa/C.Pauli, Elfentanz in Gewitter gekauft bei der Glücksmarie, gesehen hier
Stoff unten: Michael Miller Dim Dots in Spa, in Deutschland hier oder hier
Wachstuch innen: ich habe keine Ahnung, der liegt hier schon ein ganzes Weilchen und wartet auf seinen Einsatz. Aber jetzt darf er ja endlich.

Und damit ab damit zu Emmas virtueller Sammlung!

Viele Grüße
Barbara

10/8/14

Oktoberprojekt Stoffabbau: Woche 2: Kosmetiktaschen {Verlosung}

Kosmetiktasche Cotton+Steel
Das ist ja mal mein Thema! Nichts nähe ich auch nur annähend so häufig wie Kosmetiktaschen. Nur leider braucht man dafür nicht so viel Stoff, dass es sich als Stoffabbau-Projekt so richtig nützlich machen würde. Also einfach ganz viele nähen ist das Motto der Woche!
Kosmetiktasche Cotton+Steel Paspel2
Den Anfang macht eine Tasche aus Stoffen der aktuellen Cotton+Steel Serie kombiniert mit Leinen. Die Stoffe sind  aus Rashida Coleman-Hales Serie “Moonlit”.
Kosmetiktasche Cotton+Steel innen
Kosmetiktasche Cotton+Steel_
In dieser Serie wird pink und rot fröhlich miteinander kombiniert. Ich für meinen Teil habe mal getestet, ob ich Trendsetter genug bin, um nach Jahrzehnten die Worte meiner Mutter abzuschütteln zu können, die mir im Rahmen meiner frühkindlichen Klamottenkombinationen immer gesagt hat: “rosa, pink und rot – das beißt sich!”. Das Ergebnis dieses kleinen Selbstversuchs ist: Bin ich nicht. Ich tue mich immer noch schwer damit. Das nennt man dann wohl frühkindliche Prägung.
Cotton+Steel Kosmetiktasche
Falls es jemandem von Euch anders geht und ich mit dieser Tasche eine Freude machen kann: Bitte in einem Kommentar zu diesem Post “Pieps” sagen. Ich werde mich dann am Wochenende wieder mit Mr. Random verabreden und dieser Tasche ein neues Zuhause geben.

Liebe Grüße
Barbara

P.S: Und natürlich wandert auch diese Tasche zu Emmas Oktober-Stoffabbauprojekt!

12/17/13

Anna Maria Horner und ein Gedankenanstoß

In den letzten Tagen hatte ich immer wieder Stoffe von Anna Maria Horner in den Händen. Ich habe in der Vergangenheit gar nicht so viele von ihr designte Stoffe gekauft aber bei ihrer neuen Serie “Dowry” konnte ich nicht widerstehen und habe mir ein Fat Quarter Paket und 2 einzelne Stoffe gekauft.

FatQuarter DowryBestellt habe ich bei Fabricworm in den USA weil “Dowry” im November in Deutschland noch nicht erhältlich war. Heute habe ich entdeckt, dass Still Water Designs ein paar Prints im Regal hat. Wer also auch ein bißchen “Dowry” haben möchte, wird hier fündig. Dort gibt es übrigens auch die Basics aus der Serie “Lou Lou Thi“, nämlich “Hugs & Kisses”, hier in den Farben Scotch, Wine und Ocean. Ich finde, die wilden Motive kommen schöner zur Geltung wenn man sie mit ruhigen Mustern kombiniert.

Basics LouLouThi

Zu den Stoffen von Anna Maria Horner habe ich ein zwiespätliges Verhältnis. Die Designs sind mir oft zu wild und mir fehlt es an Verwendungsmöglichkeiten. Aber wenn es an Anna Maria Horners Art geht mit Farben umzugehen schmelze ich dahin. So satt und lebendig.

Zum allerersten Mal habe ich einen frisch eingetroffenen Stoff noch am selben Tag vernäht. Das habe ich tatsächlich vorher noch nie gemacht. Entstanden ist wieder mal ein kleines Täschchen für die Lieblings-Kindergärtnerin und damit auch mein heutiger Beitrag zum Creadienstag. Und während ich ein schnelles Foto für den Blog machen wollte kam für ein paar Minuten die Sonne raus. Und so konnte ich ein paar Fotos machen die hoffentlich dokumentieren, was ich mit satten Farben meine: Tasche
Ist das nicht schön?

SonneWas den Schnitt betrifft habe ich mich an den Vorgaben für die kleine Tasche nach diesem Tutorial orientiert. Um den Print nicht zerschneiden zu müssen habe ich das Oberteil rund 3cm höher zugeschnitten. Ich hab ein Vergleichsfoto gemacht, damit ihr Euch das Format ein bißchen besser vorstellen könnt.

Kosmetiktasche Größenvergleich

Links die große Tasche, rechts eine Tasche mit den normalen Maßen für die kleine Tasche und in der Mitte die Dowry-Variante.

Anna Maria Horner PortraitFotorechte: Anna Maria Horner

Die sympathische Anna Maria Horner, Amerikanerin mit griechischen Wurzeln, ist nicht nur eine grandiose Stoffdesignerin sondern ganz nebenbei noch Mutter von 7 Kindern, Autorin mehrerer Bücher und Partnerin vom Nähmaschienenhersteller Janome. Für Janome entwirft sie regelmäßig Schnitte und Tutorials.

Anna Maria Horner StockingsFotorechte: Anna Maria Horner

Zu Dowry gibt es hier eine kostenlose Anleitung zu diesen Weihnachtssocken inklusive dem Schnittmuster und auch die Stickdatei in allen gängigen Formaten kann hier kostenfrei runtergeladen werden.

Stockings closeFotorechte: Anna Maria Horner

Kommen wir zum finalen Grund, warum ich “Dowry” kaufen musste. Es ist zugegeben, obwohl ich in diesen Dingen auch sonst sehr kreativ bin, der bekloppteste Vorwand, aus dem ich mir bisher etwas einfach kaufen MUSSTE: Der Name der Kollektion. Dowry heißt zu deutsch Aussteuer. In diese Serie hat Anna Maria Horner viele Motive einfließen lassen, die sie noch von Decken ihrer Mutter und Großmutter kannte. Schätze, die in der Familie bewahrt werden und von den Müttern an die Töchter weitergegeben werden.

In Zeiten, in denen wir uns alles kaufen können, etwas selbst herzustellen das so schön ist und so geschätzt wird, dass es Bestand haben wird, berührt mich. Ich hoffe, dass ich irgendwann irgendetwas nähe, dass meine Töchter so lieb gewinnen, dass sie es bewahren möchten.

Einen schönen Tag Euch allen!
Viele Grüße Barbara

10/2/13

Mal was nur für mich

V & Co Tutorial

Wenn ich mal grob überschlage nähe ich vielleicht zu 5 Prozent für mich. Mit den übrigen 95 Prozent beglücke ich (so hoffe ich jedenfalls) meine Kinder, selten –  aber immerhin auch – meinen Mann, meine Großfamilie, Freunde und Kollegen. Das Verhältnis möchte ich unbedingt zu meinen Gunsten verändern. Mein Kopf platzt bald vor Ideen, die ich noch unbedingt umsetzen möchte. Hach, wenn doch die Tage nur länger wären! Oder für mich viel wichtiger, die Nächte…

V & Co Seite

Diese Tasche habe ich ganz für mich alleine genäht. Zum Taschenschnitt gibt es nächste Woche hier ein Tutorial. Continue reading