12/11/16

Frau Machwerks Carpet Bag aus Tweed

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Wie in jedem Herbst gibt es einen neuen Machwerkschnitt und ich freue mich sehr, dass ich die “Carpet Bag” vorab nähen durfte. Erschienen ist der Schnitt schon Ende Oktober und auf Martinas Blog und in der Anleitung sind meine Modelle auch schon zu sehen. Höchste Zeit, sie Euch auch hier zu zeigen!

Ich habe große Hochachtung vor Martinas/Frau Machwerk Kreativität und ihren Konstruktionsfähigkeiten. Jeder ihrer Taschenschnitte ist ganz anders als alles, was ich bereits kenne und genäht habe. Jedes Mal eine tolle Nähherausforderung und vor allem immer eine äußerst praktische und schöne Tasche, die ich da am Ende in Händen halten darf.

So auch bei der Carpet Bag: Das besondere an dieser Tasche, ist der Rahmen, der sie schließt und öffnet und vor allem auch offen stehen bleibt. Ein wahres Raumwunder, soviel steht fest.
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Die Tasche an sich ist sehr einfach zu nähen und macht trotzdem viel her. Das liegt sowohl an der pfiffigen Konstruktion, als auch an der wie immer sehr gut nachvollziehbaren und komplett bebilderten Anleitung.

Der Taschenschnitt umfasst die Tasche in 4 Größen: Die kleinste Variante ist eine Kulturtasche, die zweite Version eine Handtasche (habe ich auch genäht, Blogpost folgt), Nummer drei, das ist diese hier, eine ordentlich große Büro- und Laptoptasche und in der riesigen vierten Variante wird aus der Carpet Bag eine Reisetasche. Das stell ich mir wirklich praktisch vor mit der großen Öffnung.

Und als wäre das nicht schon genug der Schwärmerei: Der Schnitt kommt mit erstaunlich wenig Stoff aus. Und das, obwohl die Tasche wirklich riesig ist! Wie man hier sieht passen locker 2 Aktenordner nebeneinander. Oder ein Aktenordner und ein Laptop. Plus Wasserflasche. Hach, ich sag es ja – genau mein Ding. Ich hab halt einfach mal gern ALLES dabei.
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Ich habe mich schon immer gefragt wie Frauen mit so einem Mini-Handtaschen-Ding durch den Tag kommen. Läuft denen nie die Nase? Haben die weder Haarbürste, noch Handcreme noch Blasenpflaster dabei? Was ist mit Nasentropfen und Kopfschmerztabletten? Die sog. “Hygieneartikel”? Kinderspielzeug? Sitzen andere Mütter denn nie mit ihren Kindern in Wartezimmern oder länger mal im Auto? Dazu noch das zwingend notwendige: Portemonnaie, Handy und ein Notizbuch???? Wagenpapiere, Schlüssel….Wohin tun die das? So sehr ich mich auch bemühe den Inhalt meiner Handtasche zu reduzieren – Ein Mindestmaß an Dingen muss immer mit. Und das passt eben nicht in eine kleine Clutch. Und da habe ich noch gar nicht an ein Buch, meine Einkaufstasche für unterwegs und eine kleine Flasche Wasser gedacht. In den meisten Fällen habe ich das nämlich auch noch dabei. Vielleicht erschließt sich Euch spätestens jetzt meine Begeisterung für diese Tasche.
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Eigentlich sieht der Schnitt eine Außenreißverschlusstasche vor. Den habe ich in dieser Variante weggelassen weil ich ihn hier nicht brauche. Zudem wird erklärt wie man Bodennägel einsetzt und zusätzlich einen Schultergurt anbringt. Aber das ist ja das Gute am Selbernähen: Man kann sich seine Tasche so gestalten, wie sie für einen jeden Selbst alltagstauglich ist und somit habe ich für mich diese Extras weggelassen. Optisch hätte der Tasche, im Nachhinein betrachtet, die Außentasche gut getan. Es hätte die große Fläche etwas unterbrochen.
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Für diese Tasche habe ich einen echten Stoffliebling angeschnitten, von dem ich aber nicht sehr viel hatte: Echten englischen Tweed. Ich liebe Tweed. Ich glaube, ich werde mal nur zum Tweed-Shoppen nach Schottland reisen. Ich bin völlig vernarrt in die Muster und leuchtenden Farben. Leider ist guter Tweed recht teuer und wird auch in eher schmalen Stoffbahnen gewebt (oft nur 75cm Breite), deshalb habe ich lange nach guten Bezugsquellen gesucht.
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Echter Tweed wird als Meterware immer mit diesem Labels geliefert, die man so schön dekorativ anbringen kann. Meines habe ich auf ein Stück blaues Leder genäht damit es noch mehr zur Geltung kommt.

Für den Boden hätte ich gerne blaues Leder verwendet, hatte aber nichts Passendes in ausreichender Menge da. Deshalb habe ich mich für Twill von Robert Kaufmann entschieden. Das ist ein dickes aber weiches Baumwollgewebe mit etwas Glanz und einer schönen Struktur. Das passte gut.
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Innen habe ich auf ein altes Schätzchen von Cotton & Steel zurückgegriffen. Melody Millers “Playful”-Kollektion (der Stoff heißt “Wordfind” in Navy) und dazu für die Innentasche ein passendes Pink von Sarah Watts aus der Serie “Honeymoon”. Cotton and Steel verwendet immer dieses sehr blaustichige Pink, das hier ganz wunderbar zum Rest passt.
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Damit die Tasche auch leer und im geöffneten Zustand stehen bleibt ist sie mit “Soft & Stable” gefüttert. Ohne das wird man mit diesem Taschenschnitt nicht glücklich. Ich verwende es eh schon seit Jahren für all meine Taschen. Für alle, die es noch nie versucht haben ist es mit Hilfe von Martinas toller Erklärung eine gute Gelegenheit für einen ersten Versuch.
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Die Taschengelenke gibt es in allen 4 Größen im Machwerk-Shop. Den Schnitt für die Taschen natürlich auch.

Und auch die Handtaschengröße habe ich genäht. Die gibt es dann ganz bald hier zu sehen. Vorab könnt Ihr alle Modelle der Probenäher schon einmal hier sehen.

Nochmal zusammengefasst:

Carpet Bag: Den Schnitt gibt es im Machwerk-Shop
Taschenrahmen: Machwerk-Shop
Tweed: Lil Shop of Harris Tweed über Facebook (kleine aber feine Auswahl zu sehr guten Preisen. Dort gibt es ein wechselndes Sortiment. Die Farben kommen regelmäßig wieder). Alternativ ist Esplanade London Cloth über Etsy eine gute Adresse.
Twill: Robert Kaufmann Montauk Twill in Midnight über Fabric.com
Tasche innen: Melody Miller “Playful” Wordfind in navy. Bei Stoffsalat gekauft, dort ist er aber schon weg. Hier gibt es ihn noch.
Aufgesetzte Innentasche: Sarah Watts “Honeymoon” Snake Prush in Purple
Taschenhenkel: echtes Leder in blau, gekauft beim Da Wanda Shop “Florale Rose”.
Vlieseinlage für den Stand: Soft and Stable, erhältlich in verschieden großen Zuschnitten bei Stoffsalat

Wir lesen uns dann schon in ein paar Tagen wieder!
Bis dahin viele Grüße & einen schönen dritten Advent,

Barbara

08/16/16

“Eine Tüte brauche ich nicht, danke” – Ein Tutorial für einen Handtaschen-Einkaufsbeutel

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Jeder Deutsche verbraucht pro Jahr im Schnitt 71 Plastiktüten. Damit liegen wir zwar schon heute unter der EU-Vorgabe von 90 Tüten, aber mal ehrlich: Wie viele davon müssen wirklich sein?

Wenn ich zum Wocheneinkauf in den Supermarkt aufbreche, habe ich immer einen Korb und stabile Tüten dabei. Aber was ich leider bisher nicht gut hinbekommen habe, sind die vielen kleinen Alltagsbesorgungen, die ich über den Tag und zwischendurch erledige.  Kurz was vom Schuster, der Apotheke oder im Schreibwarenhandel mitnehmen, weil es gerade auf dem Weg liegt. Da stehe ich oft an der Kasse und muss die angebotene Tüte zähneknirschend annehmen, weil ich den Einkauf sonst nicht transportieren kann. Diese Einkäufe ärgern mich tütentechnisch immer wieder.
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Früher hatte ich immer diese kleinen Nylonbeutel in der Handtasche, die man in Drogeriemärkten kaufen kann. Sie sind zwar meist grässlich bunt aber sie machen sich in der Handtasche ganz klein und werden bei Nichtgebrauch in einem Beutel verstaut. Nur leider verschlampe ich ständig die Beutel! Warum sind die denn nicht festgemacht? Und irgendwann bin ich auf die Idee gekommen mir sowas einfach selber zu nähen.
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(Foto: Erster Prototyp. Stoffe von der Eulenmeisterei/Träger und die Dackel habe ich bei Elsbeth und ich gekauft).

Meine Beutel machen sich in der  integrierten Tasche zum Verstauen klein und passen damit in die Handtasche, sind aber aufgeklappt groß, stabil und schick.
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(Foto: Zweiter Prototyp: Stoffe von Kokka, leider nicht mehr erhältlich)

Wer auch einen solche Handtaschen-Einkaufsbeutel nähen will: Hier kommt die Anleitung. Ich habe mich darum bemüht viele Fotos zu machen damit auch weniger routinierte Näher und Näherinnen folgen können. Hier soll keiner auf dem Weg frustriert aufgeben.

Die Bildqualität ist leider nicht so dolle. Ich habe spät abends fotografiert und blöderweise einen hellen Canvas für die Anleitung gewählt. Das war nur, sagen wir mal, mittel-pfiffig. Ich hoffe, Ihr könnt trotzdem alles erkennen.

Vorab:

  • Auf Nahtzugaben braucht ihr nicht zu achten, sie sind im Zuschnitt inklusive
  • Alles wird füsschenbreit genäht, außer es ist in der Anleitung erwähnt. Damit ist gemeint, dass die Nadel mittig eingestellt ist und ihr den Nähfuss an der rechten Seite bündig am Stoff langführt.
  • Jede Naht wird am Anfang und am Ende verriegelt. Das bedeutet, dass ein paar Stiche vor und zurück genäht werden um die Naht zu sichern.

Ihr braucht:

50 cm von einen stabilen Stoff (Canvas, leichter Jeansstoff, ein Home-Dekorstoff oder stabiles Leinen) für die Tasche selbst

20 cm eines kontrastierenden stabilen Stoffs für  die Träger (wenn der Stoff 140 cm oder breiter liegt reichen auch 10 cm)

Stoffreste für die Innentasche bzw. den späteren Beutel (22 x 38cm). Ich nutze Canvas außen und Baumwolle innen.

22 cm Kordel, alternativ ein Stoffrest, der zum Band vernäht wird.

Ein stabiler Knopf, mindestens 23 mm Durchmesser passend zum Außenstoff der Innentasche, alternativ einen selbst beziehbaren Knopf und einen Stoffrest. Wie man einen Knopf bezieht habe ich hier erklärt.

Passendes Garn zu allen verwendeten Stoffen

Und so wird es gemacht:

Alle Stoffe bügeln, dann wird der Zuschnitt genauer.

Vom Außenstoff werden 2 Teile mit den Maßen 50cm hoch x 45 cm breit zugeschnitten.

Vom Stoff für die Träger 2 Teile mit den Maßen 10 cm x 68 cm zuschneiden

Für den Beutel 22cm breit  x 38cm hoch und vom Innenstoff 21cm x 38 cm zuschneiden. Ja, der Innenstoff wird 1cm schmaler zugeschnitten.
Stoff statt Kordel
Wer keine Kordel zur Hand hat, schneidet ein Stoffstück 5 cm x 22 cm zu. Dieser Streifen wird jetzt längst gefaltet, die Falte gebügelt. Jetzt wieder aufklappen, die Außenseiten zur Mitte klappen und wieder bügeln. Entlang der Mittelkante wieder zuklappen und mit einer Näht die offene Seite knappkantig schließen. Wer mit dieser Textbeschreibung nicht viel anfangen kann, schaut einfach mal beim Schnullerband-Tutorial vorbei. Dort ist genau erklärt wie es geht, nur das der Streifen hier deutlich schmaler ist.

Beginnen wir mit den Trägern. Mit beiden Trägern parallel verfahren.
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Die 10 cm breiten Streifen werden längst gefaltet und festgesteckt. Mit einer Naht schließen. Dabei die kurzen Seiten oben und unten offen lassen.
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Jetzt den Träger so drehen, dass die Naht nicht mehr auf der Seite liegt sondern mittig. Mit Nadeln oder Clips fixieren, damit sich die Naht nicht wieder zur Seite rollt.
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Nun mit dem Fingernagel die Naht teilen, dann mit viel Dampf drüber bügeln bis sie gerade und flach anliegt.

Jetzt wird der Träger gewendet. Das geht mit einem Wendetool (ich liebe dieses Quick Turn Tool von Dritz), alternativ mit der hier erklärten Methode wenden.
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Wieder mit viel Dampf bügeln und darauf achten, das die Naht auf der Rückseite gerade mittig liegt.
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Nun werden die Träger mit Nähten stabilisiert. Dafür wird die Stichlänge auf ca. 3,5 verlängert und auf jeder Seite eine Naht füsschenbreit entlang der Kante genäht. Nun etwas schmaler als füsschenbreit auf beiden Seiten eine zweite Naht danebensetzen. Damit haben wir stabile Träger die nicht so schnell in der Hand zusammenknautschen und zusätzlich die umgebügelte Nahtzugabe innen mit einer Naht fixiert. Die Träger zur Seite legen. So kann auch nach dem Waschen nichts verdrehen.
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Nun wird der kleine Beutel genäht. Dafür das Außensteil längst vor Dich legen und einen Punkt mittig und 8cm unter der oberen Mitte markieren. Hier wird ein Knopfloch genäht.

Falls ihr noch nie ein Knopfloch genäht habt, dann ist es Zeit für das Erstlingswerk. Es ist leichter als gedacht! Viele Maschinen haben dafür ein gesonderten Nähfuss. Einfach der Anleitung der Maschine folgen. Alternativ wird hier auf You Tube  ganz wunderbar erklärt, wie es ohne Sondernähfuss geht.

Wichtig ist hierbei, dass wir das Knopfloch nicht für den Knopf, sondern als Durchlass für die Kordel brauchen. Es reicht also, wenn das Knopfloch rund 1,4 cm breit ist (je nachdem wie dick Eure Kordel ist).
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Das genähte Knopfloch wird mit einem Nahtauftrenner geöffnet. Zwei Stecknadeln vor den Außennähten schützen davor, dass ihr es aus Versehen einschneidet.

Wer sich kein Knopfloch zutraut, kann alternativ eine Öse einschlagen. Ösen gibt es von Prym, die Anleitung wie sie angebracht werden z.B. hier.
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Jetzt auf der Rückseite des Innenstoffes, 10 cm unter der Oberkante die Mitte mit einem Stift markieren. Aus der Kordel eine Schlinge formen und mit ca. 1cm Überstand auflegen (siehe Foto). An der mit einem Strich im Foto markierten Stelle mit einer eng gestellten Zick-Zack-Naht übernähen.
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Diese Naht liegt später innen und muss nicht schön aussehen. Sie muss nur stabil sein.
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Die Rückseite wird später im Inneren des Beutels liegen und sichtbar sein.
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Jetzt den Innenstoff des Beutels mit der Kordel nach oben auf die rechte Stoffseite des Außenstoffes der Innentasche legen. Der Außenstoff ist dabei 1cm breiter als der Innenstoff (siehe Foto). An einer Seite mit einer Naht schließen.
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Dann die zweite Seite. Wenden und bügeln.
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Die offene Oberkante wird nun 2 cm umgebügelt
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und gleich noch einmal 2 cm. So ergibt sich eine schöne Kante. Sie wird mit zwei Nähten (Stichlänge wieder auf 3,5 vergrößern) fixiert.
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Einmal knappkantig, ein weiteres Mal füsschenbreit neben der knappkantigen Naht nähen.
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So sieht das dann von innen aus.

Nun wird an der Oberkante am Außenstoff eine Linie 4 cm unter dem Rand markiert. Die Kordel durch das Knopfloch ziehen und mit einer Nadel aus dem Weg stecken.
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Jetzt den unteren Teil bis an diese Linie einklappen und feststecken.
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Nun an beiden Seiten von oben bis ganz unten nähen. Dabei doppelt über die Übergangsstelle auf Höhe der markierten Linie nähen.
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Diese Naht wird später beim Aus-und Einwickeln beansprucht, deshalb ist es wichtig, dass sie stabil ist.
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Die Innentasche wenden, die Ecken mit Hilfe eines stumpfen Bleistift ausformen und bügeln. Dabei müsste sich der Teil oberhalb der 4 cm-Linie umklappen und der Innenteil faltenfrei anliegen. Damit der Innenstoff etwas mehr auf Zug ist, haben wir ihn 1cm knapper zugeschnitten.

Sollte es noch Falten geben, zu den Seiten ausstreichen und unter der umgeklappten Kante verstecken. Am besten oben mit einer Nähmaschinen- oder wie hier mit einer Overlocknaht fixieren damit es glatt bleibt. Diese offene Kante wird später nicht zu sehen sein.

Die Innentasche zur Seite legen. Jetzt wird die Außentasche genäht:
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Dafür die Stoffteile der Außenseite so vor Euch legen, dass die Seiten 5 cm länger sind als die Ober- und Unterkante.

Beide Teile rechts auf rechts, also mit den schönen Stoffseiten, aufeinander legen und an den Seiten feststecken. Unten nun mit Hilfe eines Lineals an beiden Seiten Ecken mit den Maßen 5 x 5 cm ausmessen und abschneiden. Das wird der Boden.
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An der kurzen Seite der Tasche (der Oberkante) wird der Stoff 3 cm umgebügelt.
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dann weitere 3 cm umbügeln. Ich nutze dafür en Modii Kantenformer, dass ich hier schon mal vorgestellt habe. Jetzt die umgebügelten Kanten wieder aufklappen.
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Bitte jetzt entscheiden, wie die Nahtzugaben innen versäubert werden sollen. Wenn die Nahtzugaben mit einer Overlock (wie in meiner Anleitung), alternativ mit einem Zick-Zack-Stich versäubert werden sollen, werden die Stoffe nun rechts auf rechts gelegt.

Wenn sie dank einer französischen Naht innen nicht sichtbar sein sollen, werden die Stoffe jetzt links auf links zusammengenäht. Wie eine französische Naht funktioniert ist hier gut erklärt.

Bei meiner Versäuberungsvariante mit einer Overlock bzw. einem Zick-Zack-Stich geht es so weiter:
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Die Seiten und den Boden feststecken, nur die Ecken bleiben offen (der Teil zwischen den Nahtauftrennern, also die Ecke selbst, wird nicht genäht). Die Seiten und den Boden mit einer Naht schließen und mit einer Overlock-Maschine oder einen Zick-Zack-Stich versäubern.
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Jetzt die Nähte und Nahtzugaben von innen und außen bügeln. Sie Seitenteile beide in dieselbe Richtung, den Boden in die Gegenrichtung.

Nun werden die Ecken zu einem “O” geformt und in der Mitte zusammengesetzt.
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Da die Nahtzugaben in unterschiedliche Richtungen gebügelt wurden, rasten die Nähte nun ineinander wenn man sie in der Mitte zueinander schiebt.
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Auf beiden Seiten die Nahtzugabe mit einer Stecknadel fixieren und mit einer Naht schließen.
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Nun einmal kurz zur Kontrolle wenden. Wenn die Naht von außen so aussieht, von innen versäubern. Mit der zweiten Ecke genauso verfahren. Ecken ausbügeln.
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Wenn Ihr, wie ich, mit einer Overlock versäubert, ist es wichtig, die Nahtenden an beiden Seiten zu fixieren.
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Die Tasche ist nun an den Seiten und am Boden geschlossen. Die vorher umgebügelte Kante müsste sich jetzt fast von alleine rundherum zweimal umklappen. Wir haben es nur vorher gemacht weil es viel einfacher ist zwei kurze gerade Strecken sauber umzubügeln als einen Ring. Nochmals ringsherum mit Dampf bügeln.Einkaufstasche 26
Den Taschenteil in der Mitte falten und die jeweilige Mitte mit einer Stecknadel auf beiden Seiten markieren.
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Mit dem Beutel genauso verfahren und mit einer Stecknadel des Beutels nicht an der noch unversäuberten Oberkante, sondern an der Taschenkante fixieren.
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Jetzt wird der 4 cm Überstand unter den Taschenumschlag geschoben. Dabei sollte sich die Mittelmarkierung der Tasche und die Mitte der Innentasche genau treffen. Oben mit Stecknadeln oder wie hier, mit Clover Clips, feststecken.
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Die Träger werden nun mit einem Abstand von 9 cm zu Innenkante der Träger links und rechts der Innentasche festgesteckt indem auch der Träger unter dem Umschlag geschoben werden. Dabei schaut die Trägerseite mit der Mittelnaht nach unten.
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Auf der Gegenseite ohne Beutel genauso verfahren. Die Träger 9 cm links und rechts der Stecknadel unter den Rand schieben. So sollte es nun in Eurer Tasche aussehen.
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Zusätzlich die Träger etwa 6 cm unter der Kante mit einer Nadel fixieren. Sie können sonst beim Nähen leicht verrutschen.
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Jetzt rund herum knappkantig nähen. Dafür die Stichlänge wieder auf 3,5 verlängern und auf ein Garn passend zum Außenstoff wechseln. Bei einer Seitennaht die Naht beginnen und beenden.

Alle Stecknadeln und Clips entfernen. die Träger hochklappen. Dabei darauf achten, dass sich die Unterkante des Umschlags der Außentasche nicht hochrollt. Mit einer Stecknadel von außen mittig fixieren. Der Träger sollte ganz gerade anliegen.
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Jetzt die äußere Markierung an der Nähmaschine (ich zeige mit dem Nahtauftrenner auf die Markierungslinie) zur Orientierung nutzen, alternativ mit einem gut sichtbaren Klebeband eine Markierungslinie ca. 2,5 cm entfernt von der Nadel anbringen und erneut einmal rund herum nähen. Dabei die Oberkante der Tasche entlang dieser Linie führen.
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Nun werden die Träger zusätzlich mit einem “Haus vom Nikolaus” fixiert. So hält die Tasche auch dem Transport schwerer Gegenstände stand. Am besten dafür das “X” einzeichnen und nachnähen. Einkaufstasche 36P
Um die Tasche zusammenzufalten werden die Träger in die Tasche gelegt und der Beutel nach außen geklappt, mit der offenen Seite nach oben.
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Nun die Seitenteile nach innen klappen,
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4x von unten umschlagen
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und mit dem 5. Umschlag in die Innentasche befördern.
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Jetzt die Kordel nach vorne schlagen und die Stelle mit einem Stift markieren, an der der Knopf angebracht werden soll.
Knopf anbringen
Lieber die Kordel etwas auf Zug anhalten, sonst wird es zu locker. Mit der Hand den Knopf annähen. Wenn möglich dabei nur den oberen der Taschenstoffe durchstechen, dann bleibt der angenähte Knopf an der Tascheninnenseite unsichtbar.
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Und fertig ist der Handtaschen-Einkaufsbeutel!

Ich habe für diesen Beutel folgende Stoffe verwendet:

Außenstoff: Canvas von Clarke & Clarke, gekauft beim Stoffekontor.
Träger und Innentasche: Bekko Tatami von Trenna Travis für Michael Miller, z.B. hier, in pink in verschiedenen Ausführungen bei Stoffsalat
Innenstoff Beutel: Moda Bella Solid
Knopf: “Blue Daisy” von StillWaterDesigns (hier ist gerade Räumungsverkauf und auch die Knöpfe sind 50% reduziert!)

Viel Freude beim Nachnähen.

Viele Grüße Barbara

P.S. Und weil heute Dienstag ist – auf zum Creadienstag!

02/5/16

EWA die Zweite, ein Stoffschatz und ein toller US-Online-Shop

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Ich liebe meine Stoffe. Da pflege ich ein für Außenstehende nicht nachvollziehbares, inniges Verhältnis. Das ist mir erst vor ein paar Wochen wieder aufgefallen, als ich mein komplettes Nähzimmer innerhalb des Hauses in einen neuen, aber noch unfertigen Raum umgezogen habe (dazu in ein paar Monaten mehr. So lange wird es sicherlich noch dauern bis alles fertig ist. Jedenfalls wenn es im jetzigen Tempo weitergeht). Jeden einzelnen Stoff habe ich angefasst (und tue es noch), weil die neuen Schränke ein anderes Maß haben und damit alles neu gefaltet werden muss. Was für eine Aufgabe bei den Massen, die sich hier angesammelt haben! Aber auch schön, denn so manchen Schatz habe ich gewissermaßen wiederentdeckt und durch Zufall haben sich neue, ganz ungeahnte Kombinationen auf dem Nähtisch ergeben. Schön ist das! Ich kann Euch nur raten, wenn Ihr mal kreativen Input braucht, reißt mal alles aus dem Schrank oder Regal und sortiert neu.
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Und doch liebe ich einige Stoffe noch ein bisschen mehr als andere. Zum Beispiel die Octopusse von Sarah Watts aus der Serie Tokyo Train Ride von Cotton & Steel. Dieser Stoff kam auch unter Patchworkern super an, dabei gab es ihn in dieser Farbe nur als Lawn, also auf einer sehr dünnen, feinen Baumwolle, die man vorrangig für Bekleidung nutzt. Und beherzt habe ich mir 3 Meter bestellt, um mir daraus eine Tunika zu nähen. Und als ich mich noch in Geduld übte, während meine Bestellung wochenlang über den großen Teich und durch den deutschen Zoll geschleust wurde, kamen langsam Zweifel auf, ob bei meiner Figur ein so großes Muster nicht die komplett falsche Wahl war. In einer zarten XS-Version sicherlich bezaubernd. Aber ich sehe damit wahrscheinlich aus wie ein lebendes Großraumaquarium. Und so lag ein echter Stoffliebling für sehr lange Zeit ungenutzt im Schrank. Ein Jammer.
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Als ich vor ein paar Wochen zum ersten Mal ein Foto von Frau Machwerks neuer EWA-Tasche sah, kam mir der Gedanke, dass diese große Taschenfläche außen perfekt geeignet wäre um wenigstens ein paar Zentimetern des Octopus-Schatzes endlich ins Leben zu verhelfen. Die Anleitung sah zwar vor, dass ein tendenziell fester Außenstoff wie Wachstuch, Canvas, (Kunst-) Leder oder ähnliches verwendet werden soll, aber dank meiner Wunderwaffe Vlieseline G700, die aus jedem Stoff eine etwas festere Version macht ohne jedoch den Stoff zu versteifen, habe ich es gewagt und diesen dünnen Bekleidungsstoff als Außenstoff für meine EWA verwendet. Einfach alle beide Außenteile damit bebügeln und schon kann jeder Patchworkstoff als Taschenstoff herhalten. Liebe Allison, ich kann Dir gar nicht genug für diesen Tipp danken!
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Auch hier habe ich auf weitere Vlieseline innen und außen verzichtet und stattdessen auf die beiden Taschenaußenteile und den Taschenboden Soft & Stable aufgenäht. Und auch hier ist das Ergebnis eine Tasche, die aus sich selbst heraus steht, aber nicht wie ein Surfbrett unterm Arm liegt und biegsam ist.

Diesmal habe ich auf die größere Version des Schnitts zurückgegriffen und an der Seite weniger Falten gelegt als vorgesehen. Damit ist der Eingriff breiter. Ob mir das so besser gefällt weiß ich noch nicht. Vielleicht ergänze ich noch Ösen um mehr Falten zu erzeugen.

Kombiniert habe ich dazu einen marineblauen Ziegenvelours für den Taschenboden. Ziegenvelours ist ein sehr dünnes, weiches, fast schon elastisches Rauleder und sicher gut geeignet für alle, die sich zum ersten Mal an Leder wagen wollen. Damit kommt absolut jede Nähmaschine zurecht. Ohne einer Verstärkung wie Soft & Stable ist es allerdings als Taschenboden zu dünn.
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Für die Henkel war das Ziegenvelours ebenfalls zu dünn, deshalb habe ich einen Streifen Ziegenvelours auf einen Streifen etwas stabileres Lammleder genäht. Damit sind die Träger weich und biegsam, aber formstabil und zweifarbig.
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Eigentlich wollte ich aus dem Lammleder eine Paspel zwischen Boden und Außentasche setzen. Doch während des abendlichen Nähens habe ich ein Hörbuch gehört , völlig in Gedanken vor mich hin genäht und sie einfach vergessen. Blöd. Wieder Auftrennen ist bei Leder keine gute Idee, deshalb habe ich die geplante Paspel einfach weggelassen.
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Innen habe ich die pinken Sprinkle von Cotton & Steel vernäht. Für das Trennfach und die Handytasche wieder die Octopusse und für das Tascheninnenleben sowohl innen, als auch außen, die Cotton & Steel Sprinkles in Midnight. Diese Sprinkles sind ein wirklich toller Basicstoff.
Innenleben EWA2Machwerk_EWA6
Die Ringe, Reißverschlüsse und der Schieber stammen auch bei dieser Tasche aus dem Machwerk-Shop.

Eigentlich sieht der Schnitt vor, den Druckknopf aus Stabilitätsgründen mit Leder oder Filz zu unterlegen. Ein wirklich kostbarer Hinweis! Ich erinnere mich an die erste Kindergartentasche, die ich genäht habe. Dort war im Schnittmuster kein Hinweis auf eine Verstärkung und natürlich war der Druckknopf ruck-zuck ausgerissen. Um das zu reparieren, muss man die Tasche wieder auseinandernehmen. Eine ätzende Aufgabe.
Druckknopf verstärken
Seitdem verstärke ich alle Druckknöpfe mit einer doppelten Lage Soft & Stable. Damit kann man auf die Verstärkung außen verzichten (außer man möchte sie aus dekorativen Gründen anbringen).
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Und gerade heute morgen durfte ich neue Stoffschätze von Zoll abholen. Die Stoffe gehören zur aktuellen “Bluebird”-Serie von Cotton & Steel . Viele verschiedene Muster in verschiedensten Blautönen.
Cotton_and_Steel_Bluebird
Und wegen großer Nachfrage gibt es auch wieder die Octopusse, diesmal u.a. in königsblau und auf Quilting Cotton, also normaler Baumwolle. Mal sehn, was ich daraus nähe. Denn auch wenn ich für mich eine Lösung gefunden habe aus meinem dünnen Bekleidungsstoff eine Tasche zu nähen ist Quilting Cotton dafür sicher besser geeignet.
Unbenannt
Meine Stoffe kommen übrigens von Stash Fabrics, einem der wenigen US-Online-Shops, die auch 1/4 Yard, also ca. 23 cm bei voller Stoffbreite von 110cm, zuschneiden. Für eine Tasche zu wenig, aber für eine Kosmetiktasche mehr als genug. Ganz generell sind Patchworkern die normalerweise angebotenen 1/2 Yard-Mindestmengen (ca. 46 cm) oft zu viel. Wer also Variation sucht ist bei Stash Fabrics genau richtig.
Stash Farbics Kona Cotton
Besonders gefällt mir bei Stash Fabrics die riesige Auswahl an Uni- und Basicstoffen verschiedenster Hersteller wie Kona Cotton (oben) oder Pure Elements von Art Gallery (unten).
Pure Elements_Art Gallery
Zum Beispiel führt Stash Fabrics alle 303 Unis von Kona Cotton. Wer kann da schon widerstehen?
Stash Farbics Kona Cotton dark Kona_Cotton_bright

Ich sehr offensichtlich nicht. Euch allen ein schönes Wochenende!
Viele Grüße Barbara

03/9/15

Sixta – die neue Machwerk-Tasche und Amy Butler in Hochform

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Hier wird gerade eine Tasche nach der anderen genäht. Vielleicht habt Ihr es drüben bei Machtwerk schon gesehen? Martina hat einen neuen Taschenschnitt entwickelt, gewohnt raffiniert konzipiert und mit diversen Tragemöglichkeiten.
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Das neue Werk heißt “SIXTA” und ist ab heute als E-Book zum Kauf erhältlich. Die Grundidee war eine Tasche, die mit einem Griff zum Rucksack werden kann und damit perfekt für alle, die zum Beispiel gerne mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Alle 7 Tragevarianten der Tasche bzw. des Rucksacks findet Ihr gut bebildert bei Martina auf dem Blog.

Ich durfte Probenähen und so kann ich Euch schon heute die erste der beiden von mir genähten “SIXTA”-Varianten zeigen.

Nummer Eins in meiner absoluten Lieblingsfarbe blau, kombiniert mit goldenen Akzenten. Eine blaue Tasche war längst überfällig schließlich trage ich ständig blau und blaue Handtaschen gibt es leider viel zu wenig zu kaufen. Da herrscht bei mir immer Mangel (sofern man bei einer recht stattlichen Handtaschensammlung überhaupt von Mangel sprechen kann *räusper*)

Der verwendete Stoff gehört zu Amy Butlers brandneuer Kollektion “Violette” und ist ein Home-Dekor-Stoff (für die Tasche braucht man nur 40cm davon).  Ihre Muster und Farben sind einfach wie gemacht für Taschen, oder? Wer nochmal schauen möchte: In Houston hatte ich ganz viele Bilder davon der neuen Kollektion gemacht gemacht.
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Für den Boden und die Details habe ich einen blauen Twill-Stoff von Robert Kaufmann verwendet und wie der Schnitt es vorsieht mit Soft- and Stable verstärkt. Dank des runden Bodens hat die Tasche richtig viel Stauraum!
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Ich wollte zu dem strahlenden blau unbedingt goldene Akzente und Reißverschlüsse. Die gefallen mir zwar im Ergebnis wirklich gut, waren aber beim Einnähen eine enorme Fummelei, jedenfalls der obere Reißverschluss.

Metallreißverschlüsse lassen sich an sich genauso einnähen wie Kunststoffreissverschlüsse. Man muss lediglich aufpassen wenn man über die Zähnchen näht denn dann bricht die Nähmaschinennadel sofort. Am besten also rund um die Zähnchen mit dem Handrad nähen, dann klappt es wunderbar. Blöd nur, wenn man wie hier mehrere Lagen zu vernähen hat und die Zähnchen nicht richtig sieht…Diese Kunststoffreißverschlüsse in Metalloptik sind da die bessere Alternative.

Meine SIXTA hat nicht nur durch den etwas festeren Home-Dekor-Stoff etwas mehr Stand, ich habe zusätzlich noch die Vlieseline G700 aufgebügelt.
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Für die Innenseite habe ich einen Stoff verwendet, den ich vor kurzem bei Frieda Hain in Berlin spontan mitgenommen habe. Er heißt What’s Cookin’ von Allison Cole für Camelot Fabrics (sieht übrigens auch in schwarz toll aus).
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Innen hat die Tasche eine Handy-Schubtasche und außen eine Reißverschlusstasche. Hierfür habe ich einen zum Außenstoff passenden Uni verwendet, Michael Millers Cotton Couture in Pastille.
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In Houston habe ich von habe ich von Free Spirit ein tolles Geschenk bekommen und kann Euch deshalb die heute neben dem für die Tasche verwendeten Home-Dekor-Stoffen die komplette “Violette”-Serie zeigen.
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Amy Butler Violette 2
Ein perfekter Taschenstoff neben dem anderen. Einfach herrlich und seit dem Wochenende endlich in Deutschland erhältlich.
Amy Butler Violette1 Amy Butler Violette3

An sich liebe ich die Stoffe von Amy Butler aber die letzten drei Serien waren so gar nicht mein Fall und ich habe nichts mehr daraus gekauft. Aber diese, Violette, ist einfach großartig. Meine Muster aus Houston habe ich bereits für einen Quilt zerschnitten. Ganz vielleicht, wenn es gut läuft, schafft der es noch vor Weihnachten auf den Blog…

Und als nächstes zeige ich Euch dann meine Matchbeutel-Variante nach dem Sixta-Schnitt, ebenfalls aus einem Home-Dekor-Stoff. In der zweiten Variante wirkt der Schnitt ganz anders.

Kommt gut in die Woche!
Viele Grüße

Barbara

05/27/14

Arya – Frau Machwerks neuer Coup

Tasche Arya Macherk Ansicht vorne
Seit gestern gibt es einen neuen Taschenschnitt aus dem Hause Machwerk. Martinas Schnitte sind von jeher sehr raffiniert und ausgefeilt und dank der sehr gut bebilderten E-Books auch für jeden gut zu meistern. Und trotzdem kamen immer wieder Fragen nach einem Schnitt auf, den auch Nähanfänger gut bewältigen können.
Tasche Arya Machwerk schräger Reissverschluss
Mit dieser Idee im Kopf entstand “Arya”. Diesen Schnitt mochte ich sofort denn er sieht mitnichten simpel aus sondern ist eher schlicht und raffiniert und das finde ich ganz grundsätzlich schön.
Tasche Arya Machwerk Reissverschluss vorne zu
Das E-Book enthält die Tasche in 3 Größen: Einmal ein kleines Handtaschenformat, einmal wie hier abgebildet eine mittlere Größe in die auch ein DinA4-Ordner passen würde und zu guter Letzt eine große Version, perfekt für einen Tag am Strand. Was die Henkel betrifft gibt es auch verschiedene Varianten. Mit jeder wirkt die Tasche ganz anders. Ich habe fertige Lederhenkel angenäht, bei Grete seht Ihr eine Variante mit Trägern aus Stoff, eine Gurtbandlösung ist möglich genau wie eine Variante für alldiejenigen, die Taschen gerne quer über dem Körper tragen. Zu guter Letzt gibt es im E-Book auch eine ausführliche Anleitung wie man Lederhenkel selber näht. Ich hatte sie am Wochenende in der Hand und muss sagen: ein hochprofessionelles Ergebnis, sieht ganz toll aus!
Tasche Arya Rückansicht
Da die Außenseite nur aus einem Stück Stoff besteht kommen hier Stoffe mit großen Motiven toll zur Geltung. Ich habe für meine Arya ein gut gehütetes Schätzchen angeschnitten: Anna Maria Horners  “Needleworks”. Ich liebe dieses leuchtende Hellblau und den Kreuzstich-Print. Für alle die ihn auch so mögen wie ich: Der Stoff ist mittlerweile kaum noch zu bekommen aber bei Still Water Design gibt es noch ein paar Meter, sogar im Angebot!
Tasche Arya Machwerk innen
Farblich absolut perfekt passt dazu der Innenstoff: Aus einer schon etwas älteren Amy Butler Serie namens “Lotus”.
Tasche Arya Machwerk Innentasche
Der Schnitt beinhaltet innen ein Steckfach für Handy und Co. und hat außen eine Reißverschlusstasche.
Tasche Arya Machwerk Reissverschluss vorne
Angenäht habe ich die Henkel per Hand. Dabei hilft es sehr den Henkel mit Stylefix an der gewünschten Stelle festzukleben und dann Anfang und Ende doppelt zu vernähen. Die Dinger sollen schließlich was aushalten.
Taschengriff Florale Rose
Den Schnitt “Arya” gibt es für 5,20 Euro als Download mit einer sehr ausführlichen Anleitung bei Machwerk oder im dazugehörigen DaWanda-Shop.
Die beiden anderen Größen in gänzlich anderen Versionen gibt es demnächst in diesem Theater zu bestaunen. Ich habe den Stoff schon ausgesucht und damit sind sie ja quasi schon fertig.

Verwendetes Material:

Stoff: Anna Maria Horner, Lou-Lou Thi Needleworks “Vision Spa“, erhältlich bei Still Water Design
Innenstoff: Amy Butler Lotus, Full Moon Polka Dot in Slate, gekauft bei Hawthorne Threads
Taschenbügel: Florale Rose über DaWanda (ich glaube, die machen gerade Urlaub. Den Shop gibt es aber noch! Ich habe gerade erst letzte Woche eine Lieferung bekommen.)
Reißverschlüsse: Jajasio
Labels: JennifersJewels über Etsy

Und weil heute Dienstag ist: Auf zum Creadienstag!

Habt einen schönen Tag!
Liebe Grüße

Barbara